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Fachkraft für Schutz und Sicherheitder Ausbildungsberuf der Branche

Sie wissen danach, was die Ausbildung umfasst, wie sie sich von anderen Abschlüssen unterscheidet und warum Auftraggeber auf diesen Abschluss achten.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 6. Oktober 2026

Der Beruf im Überblick

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: im Ausbildungsbetrieb, meist einem Sicherheitsdienstleister oder einem Werkschutz, und in der Berufsschule. Den Abschluss bildet die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Neben der Fachkraft gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Wer sie abschließt, kann in der Regel in das dritte Jahr der Fachkraft-Ausbildung einsteigen und den höheren Abschluss nachholen.

Was in drei Jahren gelernt wird

  • Recht: Gewerberecht, Bewachungsrecht, Jedermannsrechte, Datenschutz, Grundzüge des Straf- und Zivilrechts.
  • Sicherheitstechnik: Einbruch- und Brandmeldeanlagen, Zutrittskontrolle, Videotechnik, Leitstellenarbeit.
  • Gefahrenabwehr: Brandschutz, Erste Hilfe, Umgang mit Notfällen, Räumungen.
  • Kommunikation: Gesprächsführung, Deeskalation, Umgang mit Konflikten und schwierigen Personen.
  • Planung und Organisation: Gefährdungsanalysen, Sicherheitskonzepte, Dienstpläne.
  • Kaufmännische Grundlagen: Kalkulation, Auftragsabwicklung, Qualitätsmanagement.

Abgrenzung zu anderen Abschlüssen

Die Branche kennt mehrere Qualifikationsstufen. Am Anfang steht die Unterrichtung nach § 34a GewO, darauf folgt die Sachkundeprüfung. Beide sind Zugangsvoraussetzungen für die Tätigkeit, aber keine Berufsausbildung. Der Abschluss als Fachkraft wird für die Bewachungstätigkeit als gleichwertiger Nachweis anerkannt, sodass eine gesonderte Sachkundeprüfung entfällt.

Für Beschäftigte, die bereits im Dienst stehen, gibt es zwei Wege nach oben: die Fortbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft oder die Externenprüfung zur Fachkraft, wenn ausreichend Berufserfahrung nachgewiesen wird. Nach der Fachkraft kann der Meister für Schutz und Sicherheit folgen.

Bedeutung für Auftraggeber

Für Auftraggeber ist der Abschluss ein Hinweis auf solides Grundlagenwissen. In öffentlichen Ausschreibungen wird er häufig für Objektleitungen, Leitstellen oder anspruchsvolle Positionen wie Werkschutz oder KRITIS-Objekte verlangt. Gleichzeitig zeigt ein Dienstleister, der selbst ausbildet, dass er in eigenen Nachwuchs investiert.

Staffsec ist anerkannter Ausbildungsbetrieb der IHK Schleswig-Holstein. Wer sich für den Beruf interessiert, findet im Beitrag zur Ausbildung weitere Informationen; Auftraggeber finden unter Unternehmen mehr über uns.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?+

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe meist einen mittleren Schulabschluss, dazu Zuverlässigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis und gute Deutschkenntnisse.

Kann man die Ausbildung verkürzen?+

Ja, bei guten Leistungen oder mit Abitur kann die Ausbildungszeit auf Antrag bei der IHK verkürzt werden. Auch eine abgeschlossene Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit wird angerechnet.

Ersetzt der Abschluss die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO?+

Ja, der Abschluss als Fachkraft für Schutz und Sicherheit wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt. Eine gesonderte Sachkundeprüfung ist dann nicht nötig.

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