Was Objektschutz in Sachsen-Anhalt leisten muss
Objektschutz dreht sich um ein Gebäude oder ein Gelände und um die Menschen, die dort arbeiten, lernen, behandelt werden oder wohnen. In Sachsen-Anhalt sind das sehr unterschiedliche Objekte: Landesbehörden in der Hauptstadt Magdeburg, zwei Universitätsklinika, große Hochschulcampus in Halle und Magdeburg, Bundesbehörden wie das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau und eine Vielzahl von Gewerbeimmobilien, die nach Betriebsaufgaben leer stehen.
Je nach Objekt verschiebt sich der Schwerpunkt. In einer Klinik geht es um offene Türen rund um die Uhr, um Besucherlenkung und um die Unterstützung des Personals in angespannten Situationen. In einer Verwaltung zählen Empfang, Schlüsselverwaltung und das sichere Abschließen nach Dienstschluss. Bei Leerstand stehen Kontrollgänge, das Erkennen von Einbruchspuren und der Schutz vor Vandalismus und Brandstiftung im Vordergrund.
Objekte im Land, bei denen Schutz regelmäßig Thema ist
Die Beispiele zeigen reale Gebäude und Gelände in Sachsen-Anhalt, an denen sich typische Anforderungen an Objektschutz gut ablesen lassen. Es handelt sich nicht um unsere Auftraggeber; viele dieser Einrichtungen haben eigene Sicherheitskonzepte oder feste Dienstleister.
- Universitätsklinikum Halle (Saale) mit dem Hauptcampus in Kröllwitz – mit rund 1.000 Betten das größte Krankenhaus des Landes
- Universitätsklinikum Magdeburg im Stadtteil Leipziger Straße mit rund 1.100 Planbetten
- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Gebäuden quer durch die Innenstadt von Halle
- Otto-von-Guericke-Universität und Hochschule Magdeburg-Stendal in der Landeshauptstadt
- Franckesche Stiftungen in Halle, gegründet 1698, ein großes historisches Gebäudeensemble mit Schulen und Museen
- Umweltbundesamt am Wörlitzer Platz in Dessau-Roßlau, nahe dem Hauptbahnhof
- Bauhaus-Ensemble in Dessau mit Meisterhäusern und Siedlung Törten, Teil des UNESCO-Welterbes
- Lutherhaus und Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg, ebenfalls UNESCO-Welterbe
- Früheres Solarwerk im TechnologiePark Mitteldeutschland in Thalheim, dessen Produktion 2025 eingestellt wurde – ein Beispiel für große Hallen, die nach einer Schließung gesichert werden müssen
Für Objekte in Halle (Saale), Dessau-Roßlau oder Lutherstadt Wittenberg stimmen wir vorab ab, welche Bereiche öffentlich sind, wo Besucher geführt werden müssen und welche Räume nur mit Begleitung betreten werden dürfen.
Großstadt, Kreisstadt, Leerstand: drei Ausgangslagen
In Magdeburg und Halle leben jeweils mehr als 220.000 Menschen. Objekte dort haben viel Publikumsverkehr, eine dichte Nachbarschaft und kurze Wege für Polizei und Feuerwehr. Hier liegt das Gewicht auf Empfang, Zutritt und dem ruhigen Umgang mit vielen Menschen am Tag.
In Kreisstädten wie Stendal, Halberstadt oder Naumburg sind Objekte kleiner und abends oft menschenleer. Ein Wachdienst muss dort eigenständig handeln, weil Unterstützung länger braucht. Bei leerstehenden Gewerbe- und Industrieflächen, von denen es im Land nach Strukturbrüchen etliche gibt, kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Die Wache muss große, unübersichtliche Bereiche kennen, Zäune und Zugänge regelmäßig prüfen und Schäden so dokumentieren, dass der Eigentümer sie gegenüber der Versicherung belegen kann.
Ablauf eines Objektschutzauftrags in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Deshalb prüfen wir jeden Auftrag einzeln, bevor wir zusagen: Lage, Besetzungszeiten, notwendige Qualifikation und Laufzeit. Ein dauerhafter Objektschutz in Magdeburg stellt andere Anforderungen an die Personalplanung als eine zweiwöchige Bewachung eines leerstehenden Werks in der Fläche.
Nach der Zusage benennen wir einen festen Ansprechpartner. Gemeinsam mit Ihnen legen wir eine Dienstanweisung fest, die Aufgaben, Rundgänge, Schlüssel, Alarmwege und Kontaktpersonen beschreibt. Jede eingesetzte Kraft wird vor Ort eingewiesen und lernt das Objekt im Hellen kennen, bevor sie nachts allein unterwegs ist. Rundgänge und Vorkommnisse halten wir in einem Wachbuch fest, das Sie jederzeit einsehen können.
- Empfangs- und Pförtnerdienst mit Besucheranmeldung
- Zutrittskontrolle und Ausgabe von Besucherausweisen
- Schließdienst und Kontrolle von Fenstern, Türen und Technikräumen
- Kontrollgänge über Außenflächen, Parkplätze und Tiefgaragen
- Bewachung leerstehender Gebäude bis zu Verkauf, Abriss oder Umbau
Personal und Technik sinnvoll verbinden
Nicht jedes Objekt braucht rund um die Uhr eine Person am Empfang. Häufig ist ein Verbund aus Technik und Personal wirtschaftlicher und trotzdem sicher: Einbruchmeldeanlage und Kameras melden Auffälligkeiten, eine Wache vor Ort oder eine Streife prüft sie und entscheidet, ob Polizei oder Feuerwehr gerufen werden muss. Tagsüber übernimmt eine Empfangskraft Besucher und Lieferungen, nachts genügen Rundgänge zu festgelegten Zeiten.
Bei historischen Gebäuden, wie sie in Sachsen-Anhalt zahlreich unter Denkmalschutz stehen, ist Technik oft nur eingeschränkt nachrüstbar. Dort kommt dem Personal eine größere Rolle zu: Es kennt die Räume, achtet auf offene Fenster in Nebengebäuden, prüft Kellerzugänge und bemerkt, wenn etwas anders ist als am Vorabend. Für Eigentümer leerstehender Industrieflächen gilt Ähnliches, weil Alarmanlagen in großen, ungeheizten Hallen oft störanfällig sind.
Welche Mischung zu Ihrem Gebäude passt, besprechen wir anhand von Grundriss, vorhandener Technik und Ihrer Risikoeinschätzung. Wir schlagen keine Besetzung vor, die mehr kostet, als das Objekt erfordert.
Qualifikation und Normen
Unsere Kräfte verfügen mindestens über die Unterrichtung nach § 34a GewO und sind im Bewacherregister gemeldet. Wo Tätigkeiten eine Sachkundeprüfung verlangen, etwa Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, setzen wir entsprechend geprüftes Personal ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 zertifiziert und richtet seine Sicherungsdienstleistungen an DIN 77200 aus.
In Kliniken und Hochschulen kommt es neben der formalen Qualifikation auf Haltung an: freundlich zu Patienten, Angehörigen und Studierenden, bestimmt gegenüber Störern. Deshalb besprechen wir mit Ihnen vor dem Einsatz, welche Situationen typisch sind und wie die Kräfte darauf reagieren sollen.
Was Objektschutz in Sachsen-Anhalt kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Zahl der Stunden pro Woche, Nacht- und Wochenendanteile, die geforderte Qualifikation und die Frage, ob eine feste Besetzung oder Kontrollgänge im Wechsel gewünscht sind.
Für leerstehende Objekte kann sich eine Mischung lohnen: tagsüber keine Besetzung, nachts feste Rundgänge, dazu eine Alarmverfolgung. Was sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen nach einer Besichtigung oder anhand von Plänen und Fotos.


