Eine Insel mit zwei Gesichtern
Fehmarn ist mit gut 185 Quadratkilometern die drittgrößte Insel Deutschlands und gehört zum Kreis Ostholstein. Rund 13.000 Menschen leben hier dauerhaft, etwa die Hälfte davon in Burg. Dazu kommen jedes Jahr rund 300.000 Übernachtungsgäste, die vor allem zwischen Frühjahr und Herbst anreisen. Landwirtschaft und Tourismus tragen die Wirtschaft der Insel.
Für den Schutz von Gebäuden hat dieser Rhythmus Folgen. In der Saison geht es um Publikumsverkehr, volle Parkplätze und späte Gäste. Ab Oktober stehen Apartments, Gastronomie und Ferienhäuser über Wochen leer, und manche Straßenzüge am Strand wirken nachts unbewohnt. Ein Objektschutzkonzept für Fehmarn muss deshalb mindestens zwei Betriebsarten kennen und zwischen ihnen umschalten.
Welche Gebäude auf Fehmarn Schutz brauchen
Die folgenden Beispiele beschreiben Gebäudearten und Lagen auf der Insel, keine Auftraggeber.
- Ferienanlagen und Apartmenthäuser in Burgtiefe, wo Hotelhochhäuser, Bad und Yachthafen dicht beieinander liegen.
- Die Altstadt von Burg mit dem Rathaus von 1901, Läden am Marktplatz und Gastronomie, die im Winter teils schließt.
- Museen und Ausstellungshäuser wie die Galileo-Wissenswelt, das Meereszentrum Fehmarn oder das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum in Lemkenhafen.
- Hafenflächen in Burgstaaken mit Getreidesilos, Kuttern und dem U-Boot-Museum U 11.
- Ferienhäuser und umgebaute Höfe in Dörfern wie Petersdorf, Landkirchen oder Bannesdorf, deren Eigentümer oft auf dem Festland wohnen.
Bei kulturellen Häusern kommt hinzu, dass Exponate und Technik auch dann Schaden nehmen können, wenn niemand einbricht: ein Wasserrohrbruch im Frost oder eine ausgefallene Heizung bleibt in einem geschlossenen Gebäude sonst tagelang unbemerkt.
Bewachung in der Saison
Solange Gäste auf der Insel sind, steht der geordnete Betrieb im Vordergrund. Ein Sicherheitsmitarbeiter am Empfang oder im Rundgang achtet darauf, dass Notausgänge frei bleiben, Technikräume verschlossen sind und Fremde nicht in Wohnetagen gelangen. Nach Mitternacht übernimmt er Schließrunden, nimmt Lärmbeschwerden auf und informiert bei Bedarf Polizei oder Rettungsdienst.
Bei großen Anlagen mit Tiefgarage oder Parkdeck lohnt sich eine feste Runde über diese Flächen. Dort werden Fahrräder, Surfausrüstung und Dachboxen abgestellt, die in den Sommermonaten begehrt sind. Jede Runde wird mit Uhrzeit festgehalten, Auffälligkeiten gehen am Morgen an die Hausverwaltung.
Schutz für leere Häuser im Winterhalbjahr
Ist die Saison vorbei, verschiebt sich die Aufgabe. Jetzt zählt, dass ein leeres Gebäude nicht unbemerkt geöffnet wird und keine Schäden entstehen. Wir arbeiten mit Kontrollpunkten an Türen, Fenstern, Kellerzugängen und Technik, die in wechselnder Reihenfolge angelaufen werden, damit kein festes Muster entsteht.
Wenn uns ein Schlüssel überlassen wird, prüfen wir auf Wunsch auch innen: Raumtemperatur, Wasseranzeigen, Feuchtigkeit an Außenwänden, Stromzähler. Für Eigentümer, die mehrere Ferienwohnungen auf der Insel besitzen, fassen wir die Objekte in einem gemeinsamen Plan zusammen. Wo eine dauerhafte Präsenz nicht nötig ist, ergänzt eine Tour durch den Revierdienst den stationären Objektschutz.
Organisation von Neumünster aus
Die Einsatzplanung übernimmt unser Hauptsitz in Neumünster, Qualität und Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Alle Kräfte verfügen über die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Vor dem ersten Dienst gehen wir das Objekt mit Ihnen ab, legen Kontrollpunkte, Alarmwege und Ansprechpartner fest und halten das in einer Dienstanweisung fest.
Weil alle Wege auf die Insel über die Fehmarnsundbrücke führen, planen wir Ablösungen mit Puffer, gerade an Wochenenden mit Ferienverkehr. Weitere Leistungen auf der Insel finden Sie unter Sicherheitsdienst Fehmarn, das Leistungsbild insgesamt unter Objektschutz.
Kosten für Objektschutz auf der Insel
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen ein Angebot landet, hängt beim Objektschutz vor allem davon ab, ob dauerhaft jemand vor Ort ist oder ob Kontrollgänge zu festen Zeiten genügen, und wie hoch der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden ist.
Für Ferienobjekte bietet sich oft ein gestaffeltes Modell an: in der Saison mehr Präsenz, im Winter weniger Stunden, dafür regelmäßige Innenkontrollen. Wie Einsätze im übrigen Land aussehen, beschreibt die Seite Objektschutz in Schleswig-Holstein, auf dem Festland gegenüber liegt etwa Neustadt in Holstein.


