Wirtschaft auf der Insel: wenige Standorte, viel Verkehr
Große Fabriken gibt es auf Fehmarn nicht. Die betrieblichen Schwerpunkte liegen an der Küste und auf den Feldern: im Fährhafen Puttgarden, im Hafen Burgstaaken, bei der Landwirtschaft mit ihren Lagern und bei der Windenergie. Gerade diese Standorte sind weitläufig, offen zum Wasser oder zur Feldmark und außerhalb der Arbeitszeiten oft unbesetzt.
Über Puttgarden laufen die Fähren der Vogelfluglinie nach Rødbyhavn auf Lolland. Im Jahr 2016 wurden dort 5,2 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Lkw, Trailer und Pkw stehen in Aufstellspuren, Personal wechselt im Schichtbetrieb. Wo so viel Verkehr auf engem Raum zusammenkommt, ist eine klare Trennung zwischen öffentlichem Bereich und Betriebsfläche entscheidend.
Werkschutz an Häfen und Speichern
Burgstaaken am Burger Binnensee ist Kommunal- und Sportboothafen zugleich. Neben den Fischkuttern prägen Getreidesilos das Bild; pro Jahr werden dort 50.000 bis 60.000 Tonnen Fehmarner Getreide verschifft. Während der Erntezeit fahren Traktoren und Lkw in dichter Folge an die Annahme, nachts ruht der Betrieb.
Für solche Anlagen bedeutet Werkschutz vor allem Zugangskontrolle zu Kaikanten, Waagen und Silos, das Prüfen von Lieferpapieren und Kennzeichen sowie Streifen entlang der Wasserseite, die von Land aus schwer einsehbar ist. Gesperrte Bereiche wie Förderanlagen und Silozugänge sichern wir gegen unbefugtes Betreten, auch gegen neugierige Besucher, die den Hafen in der Saison zahlreich ansteuern.
Windparks und Energieanlagen
Seit 1985 werden auf der Insel Windenergieanlagen gebaut. Beim Repowering wurden 112 ältere Anlagen durch 74 größere ersetzt, die heutige Leistung liegt bei 166 Megawatt, verteilt auf fünf Windparks. Fehmarn erzeugt damit weit mehr erneuerbaren Strom, als die Insel verbraucht.
Zu diesen Parks gehören Umspannwerke, Kabeltrassen, Ersatzteilcontainer und Zuwegungen über Feldwege. Werkschutz heißt hier: Begleitung von Servicefirmen, Schlüssel- und Zutrittsverwaltung, Kontrolle der Zäune und Schaltanlagen sowie Meldung von Schäden an den Betreiber. Bei Großkomponententransporten oder Wartungskampagnen kann eine zeitweise Torbesetzung sinnvoll sein.
- Fährhafen Puttgarden: Abgrenzung von Betriebsflächen, Fahrzeugkontrolle, Streifen.
- Hafen Burgstaaken: Silos, Kaikante, Fischereibetrieb.
- Umspannwerke und Servicestützpunkte der fünf Windparks.
- Landwirtschaftliche Lager und Maschinenhallen in den Dörfern.
- Betriebshöfe von Bau- und Logistikfirmen rund um Burg.
Seenotrettung, Fähren und Schichtbetrieb im Norden
Am Fährhafen Puttgarden liegt seit 1986 auch eine Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, und ein 115 Meter hoher Fernmeldeturm prägt den Ort. Wer dort Betriebsflächen verantwortet, muss Zufahrten für Rettungskräfte jederzeit frei halten, auch wenn Lkw-Schlangen bis in die Aufstellflächen reichen.
Unsere Kräfte achten deshalb nicht nur auf Unbefugte, sondern auch auf zugeparkte Feuerwehrzufahrten, offene Tore zu Kaianlagen und herrenlose Ladung. Auffälligkeiten melden sie an die Schichtleitung des Betreibers und halten sie im Wachbuch fest, damit sich Muster über Wochen erkennen lassen.
So arbeiten unsere Werkschutzkräfte
Zu Beginn steht eine Begehung: Welche Tore gibt es, wer darf wann hinein, wo lagert Wertvolles oder Gefährliches? Daraus entsteht eine Dienstanweisung mit Zutrittsregeln, Besucherliste, Kontrollpunkten und Notfallkontakten. Unsere Kräfte führen Wachbuch, erfassen jede Ein- und Ausfahrt und melden Abweichungen sofort.
Auf Wunsch kombinieren wir eine feste Torbesetzung am Tag mit Streifen in der Nacht. Bei Betrieben mit mehreren verteilten Flächen auf der Insel, etwa Lager in Burg und Anlagen in der Feldmark, planen wir eine motorisierte Runde mit festen Zeitfenstern. Das Leistungsbild beschreibt die Seite Werkschutz.
Qualifikation und Planung
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit erhöhter Verantwortung setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Planung und Qualitätssicherung laufen über unseren Hauptsitz in Neumünster, zertifiziert nach ISO 9001 und DIN 77200. Fehmarn gehört zu unserer Kernregion Nord.
Da Schichtwechsel auf der Insel von der Fehmarnsundbrücke abhängen, legen wir Übergaben so, dass Verzögerungen auf der B 207 keinen unbesetzten Posten erzeugen. Was wir für Betriebe im übrigen Land übernehmen, steht unter Werkschutz in Schleswig-Holstein.
Preisrahmen für Werkschutz
Für Werkschutz auf Fehmarn gilt als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit fester Torbesetzung rund um die Uhr wird anders kalkuliert als einzelne Streifen zur Erntezeit oder während einer Wartungskampagne.
Weitere Einflussgrößen sind Nacht- und Wochenendanteile, die geforderte Qualifikation und der Aufwand für Dokumentation. Einen Überblick über alle Dienste auf der Insel gibt Sicherheitsdienst Fehmarn.


