Brandgefahr auf einer Insel mit alter Bausubstanz
Burg wurde 1202 erstmals erwähnt, die Kirche St. Nikolai entstand zwischen 1230 und 1250. Ein großer Stadtbrand zerstörte 1787 einundzwanzig Häuser. Auf der ganzen Insel stehen bis heute alte Kirchen mit Holzdachstühlen, historische Mühlen und Bauernhäuser, in denen Holz, Stroh und trockener Staub eine schnelle Ausbreitung von Feuer begünstigen.
Wer hier saniert, lötet, schweißt oder mit offener Flamme abdichtet, braucht deshalb besondere Vorsicht. Ein Funke, der in einen Dachstuhl oder eine Fuge gelangt, kann Stunden später noch zu einem Brand führen, wenn längst niemand mehr auf der Baustelle ist.
Wo auf Fehmarn Brandwachen gefragt sind
Die Beispiele beschreiben Gebäude und Situationen auf der Insel, keine Auftraggeber.
- Kirchen wie St. Nikolai in Burg, die Petrikirche in Landkirchen und die Johanniskirchen in Petersdorf und Bannesdorf bei Arbeiten an Dach, Turm oder Orgelraum.
- Die Südermühle in Petersdorf von 1893 und die Mühle in Lemkenhafen, wo Holzkonstruktionen bei Reparaturen gefährdet sind.
- Getreidesilos in Burgstaaken, in denen Staub bei Heißarbeiten ein eigenes Risiko darstellt.
- Großbaustellen an Belttunnel, Sundbrücke und Bahnstrecke mit Schweiß- und Brennschneidarbeiten an Stahl.
- Hotels, Bäder und Ferienanlagen in Burgtiefe, wenn Brandmeldeanlagen gewartet oder umgebaut werden.
So läuft eine Brandsicherheitswache ab
Grundlage ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten. Er nennt Arbeitsbereich, Schutzmaßnahmen und Dauer der Nachkontrolle. Vor Beginn geht unsere Kraft den Bereich ab, lässt Brennbares entfernen oder abdecken, prüft angrenzende Räume und Öffnungen in Decken und Wänden und hält Feuerlöscher bereit.
Während der Arbeit beobachtet sie Funkenflug und Wärmeleitung, etwa über Stahlträger in benachbarte Räume. Nach dem Ende bleibt sie für die festgelegte Zeit, kontrolliert mit Hand und Auge, ob irgendwo Wärme oder Rauch auftritt, und gibt den Bereich erst frei, wenn alles ruhig ist. Jeder Schritt wird mit Uhrzeit protokolliert.
Auf Fehmarn spielt die Entfernung eine Rolle: Bei einem Brand in einem abgelegenen Dorf oder an der Küste vergeht Zeit, bis Kräfte eintreffen. Eine Brandwache, die ein Entstehungsfeuer sofort bekämpft und den Notruf absetzt, gewinnt genau diese Minuten.
Brandwache bei Veranstaltungen und Ausfällen der Technik
Bei Abendveranstaltungen in Zelten, bei Feuershows oder in Räumen mit vielen Menschen kann eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben oder sinnvoll sein. Unsere Kräfte halten Fluchtwege frei, achten auf Dekoration, Kabel und Heizgeräte und begleiten das Programm bis zum Ende.
Fällt eine Brandmeldeanlage aus oder wird sie umgebaut, überbrücken wir die Zeit mit Rundgängen in festen Abständen. Das betrifft auf der Insel vor allem Hotels, Ferienanlagen und Häuser mit Publikumsverkehr in der Saison.
Abstimmung mit Bauleitung und Betreiber
Vor dem ersten Einsatz klären wir, wer den Erlaubnisschein ausstellt, wer ihn gegenzeichnet und wer im Ernstfall informiert wird. Bei Kirchen sind das oft Gemeinde und Architekt, bei Silos der Betreiber, auf Großbaustellen die Sicherheitskoordination. Unsere Kraft lässt sich Notausgänge, Löschwasserentnahme und Alarmwege zeigen, bevor die erste Flamme brennt.
Ändert sich der Arbeitsbereich im Laufe des Tages, etwa weil die Kolonne vom Turm ins Kirchenschiff wechselt, gehen wir den neuen Bereich erneut ab. Auf Großbaustellen mit mehreren Schweißstellen gleichzeitig verteilen wir die Wachen so, dass jede Stelle im Blick bleibt, und übergeben am Schichtende schriftlich.
Qualifikation unserer Brandwachen
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern und Löschdecken geschult und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Sie kennen die Pflichten aus dem Erlaubnisschein und die Meldewege. Die Planung erfolgt über den Hauptsitz in Neumünster, unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Einen Überblick gibt die Seite Brandwachen, Einsätze im übrigen Land beschreibt Brandwache in Schleswig-Holstein.
Preise für Brandwachen
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache zählt neben der Arbeitszeit die Nachkontrolle, die laut Erlaubnisschein deutlich länger dauern kann. Reicht sie in die Nacht, fallen höhere Sätze an.
Mehrtägige Arbeiten, etwa die Sanierung eines Kirchendachs, lassen sich effizienter planen als einzelne kurze Termine, weil die Anfahrt auf die Insel nur einmal je Schicht anfällt. Was wir sonst auf Fehmarn übernehmen, steht unter Sicherheitsdienst Fehmarn.


