Bauen auf Fehmarn: mehrere Vorhaben gleichzeitig
Kaum eine Region in Schleswig-Holstein hat derzeit so viele Großbaustellen auf so engem Raum. Im Norden der Insel entsteht seit November 2021 der deutsche Abschnitt des Fehmarnbelt-Tunnels, eines Absenktunnels für Straße und Schiene nach Lolland. Die ersten Tunnelelemente wurden 2026 abgesenkt, die Fertigstellung wird um 2031 erwartet.
Im Süden wird die Fehmarnsundbrücke seit 2019 umfassend saniert; die Arbeiten sollen bis 2030 dauern. Parallel ist ein Tunnel unter dem Fehmarnsund geplant, nach dessen Inbetriebnahme die denkmalgeschützte Brücke nur noch regionalen Verkehr tragen soll. Auch die Bahnstrecke auf der Insel wird ausgebaut, der Zugverkehr nach Burg ruht deshalb bis voraussichtlich 2029.
Typische Risiken auf Inselbaustellen
Baufelder auf Fehmarn liegen oft weit von bewohnten Häusern, sind flach und von allen Seiten einsehbar und erreichbar. Nachts ist dort niemand, der zufällig hinschaut. Gestohlen werden vor allem Kupferkabel, Werkzeug, Kraftstoff und Baustoffe; dazu kommen Vandalismus an Maschinen und Schäden an Absperrungen durch Wind.
Viele Firmen arbeiten nebeneinander, Lieferverkehr kommt in Wellen, und Fremde fallen zwischen wechselnden Kolonnen kaum auf. Eine klare Zutrittsregelung schützt deshalb nicht nur das Material, sondern auch die Arbeitssicherheit auf dem Gelände.
- Baustelleneinrichtungen mit Containern, Werkstätten und Lagerplätzen.
- Kabel- und Rohrlager auf offenen Flächen.
- Tankstellen und Kraftstoffcontainer für Großgerät.
- Abgestellte Bagger, Krane und Raupen über Nacht und am Wochenende.
- Zufahrten, über die Unbefugte unbemerkt aufs Gelände gelangen können.
Unsere Leistungen auf der Baustelle
Am Tag besetzen wir Tore und gleichen Fahrzeuge und Personen mit den Listen der Bauleitung ab. Besucher melden sich an, Lieferungen werden erfasst und an den richtigen Ort gewiesen. Nachts und am Wochenende gehen unsere Kräfte Streifen entlang der Zäune, prüfen Container und Maschinen und kontrollieren, ob Absperrungen nach Sturm noch stehen.
Für kleinere Vorhaben, etwa einen Hotelumbau in Burgtiefe oder einen Neubau in Burg, reichen oft Kontrollfahrten zu wechselnden Zeiten. Bei Großbaustellen empfiehlt sich eine ständige Präsenz mit festem Wachraum. Vorfälle protokollieren wir mit Foto und Uhrzeit und melden sie am selben Tag an die Bauleitung.
Verkehr, Gäste und Bauzeiten aufeinander abstimmen
Auf Fehmarn teilt sich der Baustellenverkehr die Straßen mit Urlaubsgästen, Landwirtschaft und dem Fährverkehr nach Dänemark. Seit der Zug nach Burg ruht, fahren Ersatzbusse, und rund 300.000 Übernachtungsgäste im Jahr kommen fast alle mit dem Auto über die Brücke. An Ferienwochenenden stauen sich Fahrzeuge, Lieferungen verspäten sich, und Fahrer warten vor geschlossenen Toren.
Hier hilft ein Torposten, der Anlieferungen nach Zeitfenstern abfertigt, Wartende auf eine Aufstellfläche lenkt und verhindert, dass Lkw auf Zufahrtswegen von Anwohnern oder Höfen abgestellt werden. Gleichzeitig behält er im Blick, wer das Gelände verlässt und was dabei auf der Ladefläche liegt. So bleibt die Baustelle für Nachbarn erträglich und für die Bauleitung nachvollziehbar.
Am Wochenende, wenn nicht gearbeitet wird, zieht die Baustelle Schaulustige an, besonders an Orten mit Blick auf Tunnelportal oder Brücke. Unsere Streife spricht Besucher an, die über Absperrungen steigen, und weist auf Gefahren durch offene Gruben und Großgerät hin.
Planung, Personal und Qualifikation
Vor Beginn erstellen wir mit der Bauleitung eine Dienstanweisung: Zutrittsberechtigte, Lieferzeiten, Kontrollpunkte, Notfallkontakte. Bei wachsendem Baufeld passen wir sie laufend an. Unsere Kräfte verfügen über die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Torkontrollen mit Ausweisprüfung setzen wir erfahrenes Personal ein.
Fehmarn liegt in unserer Kernregion Nord. Die Planung übernimmt der Hauptsitz in Neumünster mit Abläufen nach ISO 9001 und DIN 77200. Wegen des Bauverkehrs an der Brücke legen wir Schichtwechsel mit zeitlichem Puffer. Unser Leistungsbild beschreibt die Seite Baustellenbewachung.
Was Baustellenbewachung auf Fehmarn kostet
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen verändert sich der Bedarf oft im Laufe des Projekts: In der Rohbauphase stehen mehr Maschinen auf dem Gelände, im Ausbau mehr wertvolles Material in den Gebäuden. Wir rechnen deshalb gern in Phasen.
Entscheidend sind außerdem die Zahl der Tore, die Länge der Zäune und ob ein Posten rund um die Uhr besetzt sein soll. Wie wir landesweit arbeiten, zeigt Baustellenbewachung in Schleswig-Holstein, alle Leistungen auf der Insel stehen unter Sicherheitsdienst Fehmarn.


