Eine Kreisstadt mit vielen Türen
Seit 1874 ist Groß-Gerau Sitz des gleichnamigen Kreises. Rund 25.400 Menschen wohnen hier, und doch kommen werktags viele dazu: Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Kreis mit Terminen im Landratsamt an der Wilhelm-Seipp-Straße, Patienten und Besucher der Kreisklinik ein paar Hausnummern weiter, Kundschaft für die Läden zwischen Marktplatz und Sandböhl. Wer Gebäude mit so viel Laufkundschaft betreibt, braucht tagsüber jemanden am Eingang und nachts jemanden, der prüft, ob alles verschlossen ist.
Objektschutz heißt in Groß-Gerau deshalb selten, dass eine Wache an einem einzigen Tor steht. Meist geht es um eine Mischung aus Präsenz zu bestimmten Zeiten, Rundgängen nach Feierabend und klaren Abläufen, wenn ein Besucher nicht gehen will.
Objekte, die hier typischerweise Schutz brauchen
Die folgenden Lagen nennen wir zur Einordnung, sie sind keine Kunden von uns:
- Verwaltungsbauten an der Wilhelm-Seipp-Straße mit Bürgerkontakt, Wartezonen und Akten
- Die Kreisklinik mit 145 Betten, deren Eingänge auch nachts nicht ganz geschlossen sind
- Ladenlokale und Gastronomie rund um Marktplatz und Sandböhlplatz
- Das Fachmarktzentrum im Helvetia Parc, im Februar 2008 eröffnet, mit großen Parkflächen
- Der Gewerbepark Alte Brauerei auf dem früheren Gelände der Union-Brauerei mit Büros, Läden und Handwerk
- Leer stehende oder im Umbau befindliche Gebäude, etwa vor einem Abbruch für einen Neubau
Tagsüber: Empfang, Hausrecht und ruhige Gespräche
In Gebäuden mit Bürgerkontakt entscheidet sich viel am Eingang. Unsere Kräfte begrüßen Besucher, weisen den Weg, achten auf Taschen und Gegenstände, die nicht ins Haus gehören, und rufen bei einem Streit früh die zuständige Stelle dazu. Das Hausrecht setzen sie nach Ihrer Hausordnung durch, mit Worten zuerst und mit klaren Grenzen, wenn Worte nicht reichen.
Im Handel verschiebt sich das Gewicht. Hier geht es um sichtbare Präsenz zu Stoßzeiten, um Begleitung bei der Kassenleerung und um Ansprache von Gruppen, die sich auf Parkplätzen oder vor Eingängen sammeln. In einem Fachmarktzentrum wie dem Helvetia Parc mit Baumarkt, Zoohandel und Apotheke betrifft das vor allem die Außenflächen.
Nachts und am Wochenende
Sind die Büros leer, rücken andere Punkte in den Vordergrund: Fenster im Erdgeschoss, Nebeneingänge, Tiefgaragen und Müllplätze. Wir gehen diese Stellen zu wechselnden Zeiten ab, prüfen Schlösser und Beleuchtung und vermerken Auffälliges mit Uhrzeit im Bericht. Löst Ihre Alarmanlage aus und die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters verständigt uns, fahren wir zur Kontrolle hin und informieren die Person, die Sie benannt haben.
Ein eigenes Thema sind Gebäude zwischen zwei Nutzungen. An der Albert-Schweitzer-Straße etwa will die Stadt ein Bestandsgebäude abbrechen, um dort eine Kita zu bauen. Bis die Bagger kommen, stehen solche Häuser oft leer und ziehen Unbefugte an. Regelmäßige Kontrollen, gesicherte Zugänge und ein Protokoll über den Zustand helfen dann auch gegenüber dem Versicherer.
So organisieren wir den Einsatz
Hessen liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Wir haben im Land kein Büro, sondern stellen Einsätze vorhabenbezogen zusammen. Bevor wir ein Angebot schreiben, prüfen wir, ob Dienstzeiten, Laufzeit und Zahl der Posten zu unserem Personal und zur Anfahrt passen. Fällt die Prüfung negativ aus, erfahren Sie das ehrlich und früh.
Steht der Auftrag, schreiben wir mit Ihnen eine Dienstanweisung für das Objekt: Rundgänge, Schlüsselübergabe, Verhalten bei Alarm, Ansprechpartner. Sie bekommen einen festen Kontakt bei uns, der Fragen klärt und Berichte bündelt. Wer im Eingangsbereich mit Publikum arbeitet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst in Groß-Gerau.
Was Objektschutz in Groß-Gerau kostet
Als Richtwert rechnen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo genau ein Auftrag landet, hängt am stärksten davon ab, ob eine Kraft dauerhaft am Empfang sitzt oder ob einzelne Kontrollen über die Nacht verteilt reichen. Ein besetzter Eingang mit festen Zeiten von Montag bis Freitag lässt sich gut planen, Nacht- und Feiertagsstunden sowie kurzfristige Einsätze liegen höher.
Für Leerstand und Brachen ist oft eine Kombination günstiger als eine Dauerwache: einige Rundgänge pro Nacht und ein Termin zur Begehung, wenn sich am Objekt etwas ändert. Den Überblick für das ganze Land finden Sie unter Objektschutz in Hessen.


