Von der Zuckerfabrik zum Logistikstandort
Über Jahrzehnte prägten eine Zuckerfabrik, ein Presswerk und eine Konservenfabrik das Gewerbe der Stadt. Alle drei sind geschlossen; das Südzucker-Werk machte 2008 dicht. Auf seinem Gelände im Norden arbeiten heute Logistik- und Transportfirmen im Gebiet Four Parx, das direkt an der Landesstraße nach Rüsselsheim liegt. Zusammen zählt die Stadt zwölf Gewerbe- und Industriegebiete mit rund 178 Hektar und etwa 11.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Für den Werkschutz heißt das: Neben klassischen Werken mit Pforte und Werksausweis gibt es viele Höfe, auf denen vor allem Lkw ein- und ausfahren. Beide brauchen eine geordnete Zufahrt, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Betriebslagen mit Werkschutzbedarf
Diese Unternehmen und Gebiete nennen wir zur Einordnung, nicht als Kunden:
- Procter-&-Gamble-Straße: das Wick-Werk, seit 1964 in der Stadt, mit rund 500 Beschäftigten direkt an der Anschlussstelle Groß-Gerau
- Wasserweg: mit fast 44 Hektar das größte Gebiet, Handel und Logistik, dazu die Backwaren von Erlenbacher
- Lausböhl: Automobillogistik der ARS Altmann AG im Süden der Stadt
- Helvetia Parc, südlicher Teil: Logistikzentrum der Metro für Fisch
- Im Schachen: rund 30 Firmen, etwa ein Drittel aus Fahrzeugbau, Maschinenbau und Metall
- Münchener Straße und Neugrund: rund 60 Unternehmen aus Handel, Transport und Maschinenbau an der B 44
Am Tor: Avis, Ausweis, Ladung
In einem Werk der Pharma-, Chemie- oder Lebensmittelbranche geht es am Tor um mehr als eine Schranke. Fahrer melden sich mit Lieferschein und Kennzeichen an, wir gleichen die Angaben mit Ihrer Avisierung ab und weisen eine Rampe zu. Fremdfirmen bekommen nach Ihrer Unterweisungsliste einen Tagesausweis, Besucher werden abgeholt. Wer nicht angemeldet ist, wartet vor dem Tor, bis jemand aus dem Betrieb entschieden hat.
Auf Logistikhöfen verschiebt sich die Arbeit zur Ausfahrt hin: Plomben prüfen, Paletten zählen, Papiere gegenzeichnen. Wo Fahrzeuge nachts auf dem Hof warten, achten unsere Kräfte darauf, dass Planen, Tanks und Ladung unberührt bleiben, und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit fest.
Endet die letzte Schicht, beginnt der zweite Teil des Dienstes. Unsere Kräfte gehen Zaunlinien entlang der Bahn und der Autobahn ab, prüfen Hallentore, Notausgänge und Außenlager und achten auf Fahrzeuge, die ohne Grund am Gelände parken. Meldet Ihre Gefahrenmeldeanlage einen Alarm an die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters, kann diese uns verständigen; wir schauen dann vor Ort nach und informieren die Person, die Sie dafür benannt haben.
Neue Flächen am Hermannsberg
Die Reserven in den bestehenden Gebieten sind fast aufgebraucht. Deshalb plant die Stadt auf rund 5,5 Hektar zwischen der A 67 und der Münchener Straße das Gewerbegebiet Am Hermannsberg-West, vor allem für kleine und mittlere Betriebe; den Aufstellungsbeschluss fasste die Stadtverordnetenversammlung im Februar 2026.
Wer dort später baut und einzieht, hat in den ersten Monaten offene Hallen, eine Alarmanlage im Probebetrieb und viele Lieferungen. Eine besetzte Zufahrt in dieser Zeit verhindert, dass Material verschwindet, bevor Zaun und Tor vollständig stehen.
Ablauf, Personal und Qualifikation
Unsere Kernregion liegt im Norden, in Hessen haben wir keine Niederlassung. Einen Werkschutz in Groß-Gerau übernehmen wir nur, wenn Schichtplan, Zahl der Posten und Vertragsdauer mit unserem Personal und der Anfahrt aufgehen. Das klären wir vor dem Angebot, damit keine Lücke im Dienstplan entsteht.
Nach dem Start führen wir ein Torbuch, arbeiten nach einer Dienstanweisung je Posten und haben einen festen Ansprechpartner für Sie. Kräfte, die über Zutritt entscheiden, haben die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar.
Betriebe mit einem zweiten Standort in Rüsselsheim oder Darmstadt können beide Einsätze mit uns besprechen.
Kosten für Werkschutz in Groß-Gerau
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festem Schichtrhythmus, und genau das macht ihn pro Stunde kalkulierbarer als kurze Einsätze. Teurer werden Nachtschichten, Sonn- und Feiertage, Sachkunde an jedem Posten und Zusatzaufgaben wie Ladungskontrolle oder Fremdsprachen am Tor.
Ruht die Produktion am Wochenende, genügen oft Rundgänge zu wechselnden Zeiten statt einer durchgehend besetzten Pforte. Die Landesübersicht steht unter Werkschutz in Hessen.


