Eine Stadt mit Brandgeschichte
Groß-Gerau hat erlebt, wie schnell Feuer Bauten vernichtet. Im Dreißigjährigen Krieg brannten kaiserliche Truppen 1634 die Stadtkirche nieder. Am 14. Februar 1689 legten französische Soldaten Schloss Dornberg in Schutt; später wurden Steine der Ruine für die Mauer der Fasanerie verwendet. Was heute vom Schloss steht, wurde umfassend saniert und dient der Kreisvolkshochschule.
Diese Geschichte ist kein Anlass zur Sorge, aber ein Hinweis darauf, wie empfindlich alte Bausubstanz ist. Wer heute an solchen Gebäuden mit Flamme, Funken oder heißem Werkzeug arbeitet, braucht eine Brandwache, die den Arbeitsbereich im Blick hat und auch danach noch bleibt.
Gebäude, an denen Heißarbeiten heikel sind
Die folgenden Bauten und Lagen nennen wir als Beispiele, nicht als Aufträge:
- Fachwerkhäuser in der Mainzer Straße, der Schulstraße, Am Sandböhl und der vorderen Frankfurter Straße
- Das Rathaus im Zentrum, dessen Bau 1578 begann, und das Scharfrichterhaus in der Mainzer Straße
- Die evangelische Stadtkirche und die katholische St.-Walburga-Kirche
- Schloss Dornberg mit Kreisvolkshochschule und Neubau an der früheren Vorburgmauer
- Der Wasserturm als technisches Bauwerk der Stadt
- Werke in den Gewerbegebieten, etwa das pharmazeutisch-chemische Werk an der Procter-&-Gamble-Straße oder Metallbetriebe Im Schachen
Altbau und Denkmal: Holz, Hohlräume, Glut
In einem Fachwerkhaus liegen Balken, Lehm und Dämmstoffe dicht beieinander, oft mit Hohlräumen, in die ein Funke unbemerkt fallen kann. Beim Löten von Leitungen, Trennschleifen an Beschlägen oder Flämmen von Dachbahnen kann sich Glut dort Stunden später entwickeln. Unsere Kräfte beobachten den Arbeitsplatz während der Arbeit, halten Löschmittel bereit, die Sie oder der Betrieb stellen, und kontrollieren nach Arbeitsende den Bereich und angrenzende Räume so lange, wie Ihre Erlaubnis es verlangt.
In Kirchen kommen Höhe und Orgel dazu. Hier stimmen wir mit Ihnen ab, wo die Wache steht, welche Wege bei einem Brand frei bleiben müssen und wer im Ernstfall benachrichtigt wird. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Am Ende jedes Einsatzes steht ein kurzes Protokoll: Beginn und Ende der Heißarbeit, Beginn und Ende der Nachkontrolle, kontrollierte Räume und besondere Beobachtungen wie Rauchgeruch oder warme Bauteile. Damit können Bauherr, Denkmalpflege und ausführender Betrieb nachvollziehen, dass die Auflagen aus der Erlaubnis eingehalten wurden, und bei mehrtägigen Arbeiten weiß die nächste Schicht, worauf sie achten muss.
Industrie, Hallen und Veranstaltungen
In den Werken der Stadt gehören Heißarbeiten zu Umbauten und Instandhaltung: Schweißen an Rohrleitungen, Trennen an Stahlbau, Arbeiten an Dächern von Lager- und Produktionshallen. Gerade bei Stillständen arbeiten mehrere Fremdfirmen gleichzeitig, und eine Brandwache, die nur auf den Funkenflug achtet, entlastet Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Auch bei Veranstaltungen kann eine Brandsicherheitswache gefragt sein, wenn die Genehmigung sie fordert, etwa bei Bühnen im Schlosshof von Dornberg. Wo die Feuerwehr diese Aufgabe nicht selbst übernimmt, sprechen wir mit Ihnen und der Behörde ab, was genau verlangt ist. Die Kräfte werden vor Ort eingewiesen, in Fluchtwege, Sammelplatz und Meldekette.
Ablauf und Voraussetzungen
Für Einsätze in Hessen, das nicht zu unserer Kernregion Nord gehört, arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne Büro im Land. Bei einer Brandwache prüfen wir vor allem, ob die Zeiten aus Ihrer Erlaubnis mit unserem Personal und der Anreise zu halten sind. Eine Brandwache, die nicht pünktlich kommt, stoppt Ihre Arbeiten; deshalb sagen wir lieber ab, als unsicher zuzusagen.
Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Weitere Informationen zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst in Groß-Gerau.
Kosten für eine Brandwache in Groß-Gerau
Als Orientierung gilt unser Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen schlagen besonders die Nachlaufzeit nach Arbeitsende und der Anteil von Nacht- oder Wochenendstunden zu Buche, weil Heißarbeiten oft dann stattfinden, wenn der Betrieb ruht. Wie viele Kräfte gleichzeitig gebraucht werden, hängt davon ab, an wie vielen Stellen parallel gearbeitet wird.
Wenn Sie mehrere Heißarbeiten bündeln, sinkt der Aufwand für Anfahrt und Einweisung. Den Überblick für das Land finden Sie unter Brandwache in Hessen.


