Was Blankenese für den Objektschutz besonders macht
Blankenese liegt im Westen des Bezirks Altona am steilen Nordufer der Unterelbe. Auf gut acht Quadratkilometern wohnen rund 13.500 Menschen, viele davon in Einzelhäusern mit großen, von Hecken umgebenen Grundstücken. Das Einkommensniveau gehört zu den höchsten der Stadt. Für Objektschutz folgt daraus eine bestimmte Lage: Die Werte stecken in Gebäuden, Kunst und Einrichtung, die Grundstücke sind von außen schwer einsehbar, und Nachbarn bemerken nicht unbedingt, wenn jemand nachts über den Gartenzaun steigt.
Dazu kommt das Alter vieler Häuser. Entlang der Elbchaussee ist etwa ein Viertel der Bauten denkmalgeschützt, im alten Fischerdorf am Hang stehen Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Solche Gebäude haben alte Fenster, Kellerluken und Nebeneingänge, die einem modernen Einbruchschutz nicht entsprechen und aus Denkmalgründen oft nicht einfach nachgerüstet werden dürfen.
Typische Objekte im Stadtteil
Die folgenden Objektarten und Orte sind öffentlich belegt. Sie beschreiben, wo Objektschutz in Blankenese anfällt, und nennen keine Auftraggeber:
- Villen und Landhäuser an der Elbchaussee, die zwischen Verkauf, Erbe und Umbau monatelang leer stehen
- Historische Landhäuser wie der Katharinenhof am Mühlenberger Weg oder die Villa von Fritz Höger am Sülldorfer Kirchenweg als Beispiel für den Baubestand
- Geschäfte, Praxen und Büros an der Blankeneser Bahnhofstraße, der Einkaufsstraße des Stadtteils
- Gaststätten und Hotelbetriebe in Hanglage, etwa auf dem Süllberg oder am Strandweg
- Wohnanlagen auf dem früheren Güterbahnhofsgelände und Mehrfamilienhäuser in Bahnhofsnähe mit Tiefgaragen
Leerstand: die häufigste Aufgabe
Ein unbewohntes Haus fällt auf, sobald der Briefkasten überquillt oder abends nirgends Licht brennt. In Blankenese kommen solche Phasen häufig vor: Eigentümer verbringen die Wintermonate woanders, eine Erbengemeinschaft klärt den Verkauf, ein Käufer plant die Sanierung, aber die Genehmigung zieht sich. In dieser Zeit übernehmen wir Kontrollgänge zu unregelmäßigen Uhrzeiten, prüfen Türen, Fenster, Kellerabgänge, Gartenhäuser und Garagen und achten auf Spuren wie Fußabdrücke im Beet oder herausgehebelte Leisten.
Auf Wunsch leeren wir den Briefkasten, schalten Beleuchtung nach Plan, lüften und kontrollieren Heizung und Wasserleitungen im Winter auf sichtbare Schäden. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit, Name der Kraft und Befund festgehalten, bei Auffälligkeiten mit Foto. Sie oder Ihre Hausverwaltung erhalten den Bericht regelmäßig, nicht erst auf Nachfrage.
Läden und Praxen an der Bahnhofstraße
Die Blankeneser Bahnhofstraße führt vom Kopfbahnhof der S1 hinunter bis zum Beginn der Elbchaussee. Tagsüber ist sie belebt, nach Ladenschluss leert sie sich schnell. Für Inhaber von Geschäften, Arztpraxen und Büros bieten wir Verschlusskontrollen nach Feierabend an: Wir prüfen, ob Eingänge, Hintertüren und Lieferzugänge zu sind, ob Rollgitter unten sind und ob Licht oder Geräte versehentlich laufen.
Wer mehrere Objekte im Stadtteil hat, etwa eine Hausverwaltung mit Häusern rund um den Erik-Blumenfeld-Platz und am Hang, kann diese in eine gemeinsame Runde legen. Das spart Anfahrten und hält die Kontrollzeiten trotzdem unvorhersehbar.
Denkmalschutz und Nachbarschaft
An historischen Häusern lassen sich Kameras, Zäune und Leuchten nicht beliebig anbringen. Ein Sicherheitsdienst ersetzt hier keine Technik, kann aber Lücken schließen, die Technik nicht abdeckt: Er sieht, ob ein Fenster beschädigt wurde, ob sich jemand im Garten aufhält oder ob an einem Nebengebäude Material fehlt. Wir besprechen mit Ihnen, welche Bereiche wir betreten dürfen, wer im Ernstfall verständigt wird und ab wann die Polizei gerufen wird.
In Wohnstraßen mit dichter Nachbarschaft treten unsere Kräfte zurückhaltend auf. Fahrzeuge parken nicht auf Einfahrten, Kontrollen laufen leise, und Nachbarn, die nachfragen, erhalten eine kurze, sachliche Auskunft, ohne dass Einzelheiten zum Objekt preisgegeben werden.
Organisation, Personal und Kosten
Blankenese gehört für uns zur Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster, eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Einsatz geht die zuständige Kraft das Objekt mit Ihnen oder Ihrem Beauftragten ab. Einen Überblick über weitere Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Blankenese, die Hamburger Übersicht unter Objektschutz Hamburg.
Für Objektschutz gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei reinen Kontrollgängen zählt die tatsächliche Zeit am Objekt samt Anfahrt in der Runde; feste Besetzungen in der Nacht oder am Wochenende liegen im oberen Teil der Spanne. Sie zahlen nur die geleisteten Stunden, Zuschläge stehen getrennt im Angebot.


