Bauen in Blankenese heißt bauen im Bestand
Große Neubaugebiete gibt es in Blankenese nicht. Gebaut wird auf einzelnen Grundstücken: Villen werden erweitert oder ersetzt, alte Kapitäns- und Fischerhäuser saniert, auf großen Gärten entstehen kleinere Wohnanlagen. Viele Häuser stehen unter Denkmalschutz oder in Bereichen mit Erhaltungsverordnung, an der Elbchaussee gelten gleich mehrere davon. Das verlängert die Bauzeiten und macht die verbauten Materialien teurer, weil historische Fenster, Natursteine oder Holzbauteile nachgefertigt werden müssen.
Für die Baustellenbewachung bedeutet das: weniger Großgerät, dafür mehr wertvolles Kleinmaterial, Werkzeug und Haustechnik, die oft schon eingebaut, aber noch nicht in Betrieb ist. Diebe interessieren sich für Kupferleitungen, Heizungsteile, Elektrowerkzeug und neue Sanitärobjekte.
Wo im Stadtteil gebaut wird
Die genannten Lagen sind öffentlich belegt und beschreiben, wo Baustellen in Blankenese typischerweise liegen. Es handelt sich nicht um eine Liste von Auftraggebern:
- Grundstücke an der Elbchaussee, wo rund ein Viertel der Bauten denkmalgeschützt ist und drei Erhaltungssatzungen gelten
- Das Treppenviertel zwischen Am Kiekeberg und Strandweg mit Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert
- Wohnstraßen am Krähenberg und rund um den Bahnhof, wo auf dem früheren Güterbahnhof Wohnhäuser entstanden sind
- Lagen entlang der Blankeneser Landstraße und des Sülldorfer Kirchenwegs mit älteren Landhäusern
- Hanggrundstücke am Süllberg und am Baurs Berg
Enge Zufahrt, wenig Lagerfläche
Am Hang fehlt meist der Platz für einen abschließbaren Container. Material wird im Rohbau, in der Garage oder unter einer Plane gelagert, und das Gerüst steht direkt an der Grundstücksgrenze. Im Treppenviertel kommt kein Lkw bis vor die Tür; Lieferungen werden an einer Ladestelle abgesetzt und zu Fuß weitergetragen. Gerade dort liegt Material oft über Nacht auf dem Weg.
Wir sehen uns die Baustelle zu Beginn gemeinsam mit der Bauleitung an und legen fest, wo Material gesammelt wird, welche Türen abgeschlossen werden können und wo Gerüstaufstiege gesichert werden müssen. Daraus ergibt sich, ob Kontrollgänge ausreichen oder eine feste Wache sinnvoller ist.
Kontrollen nach Feierabend und feste Wache
Für die meisten Baustellen in Blankenese reichen Kontrollgänge nach Feierabend und in der Nacht. Die Kraft prüft Bauzaun und Tore, verschlossene Türen und Fenster im Rohbau, Gerüste, abgedeckte Materialien und abgestellte Maschinen. Sie achtet auf Wasser, das in offene Bauteile läuft, und auf Abdeckungen, die der Wind gelöst hat. Am Wasser kommt das häufiger vor als im Binnenland.
Wenn hochwertige Technik geliefert und noch nicht angeschlossen ist, etwa Wärmepumpen oder Aufzugsteile, empfehlen wir für die betreffenden Nächte eine feste Besetzung. Auch über Weihnachten und in den Sommerferien, wenn die Baustelle wochenlang ruht, lohnt sich eine dichtere Kontrolle.
Rücksicht auf die Nachbarn
Baustellen in Blankenese liegen fast immer neben bewohnten Häusern. Unsere Kräfte parken nicht in fremden Einfahrten, verzichten nachts auf unnötiges Licht und Lärm und sind für Nachbarn ansprechbar, wenn etwa ein Bauzaun auf den Gehweg ragt oder eine Plane klappert. Solche Hinweise geben wir am nächsten Morgen an die Bauleitung weiter, damit es gar nicht erst zu Beschwerden kommt.
An der Elbchaussee mit ihren geschützten Radstreifen achten wir darauf, dass Bauzaun und Material weder Rad- noch Gehweg blockieren. Fällt uns nachts eine verschobene Absperrung auf, stellen wir sie zurück und vermerken es im Bericht.
Planung und Kosten
Baustellen in Blankenese bedienen wir als Teil der Kernregion Nord aus der Planung in Neumünster. Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Nach jeder Nacht bekommt die Bauleitung einen kurzen Bericht, bei Schäden mit Foto. Weitere Hamburger Informationen finden Sie unter Baustellenbewachung Hamburg und unter Sicherheitsdienst Hamburg-Blankenese.
Der Preis richtet sich nach Bauphase und Art der Bewachung. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Kontrollgänge kosten deutlich weniger als eine durchgehende Wache, weil nur die Zeit an der Baustelle anfällt; eine feste Nachtwache in den Phasen, in denen teure Technik ungeschützt im Haus steht, liegt höher. Sie zahlen geleistete Stunden, Zuschläge weisen wir getrennt aus.


