Warum ein Revier in Blankenese anders läuft
Der Stadtteil liegt auf dem Geestrücken über der Unterelbe, der hier steil zum Wasser abfällt. Zwischen dem Süllberg mit knapp 75 Metern und dem Baurs Berg, mit gut 91 Metern einer der höchsten Punkte Hamburgs, liegen Wohnstraßen, die sich in Kurven den Hang hinaufziehen und oft als Sackgasse enden. Im alten Fischerdorf zwischen Am Kiekeberg und Strandweg ersetzen Treppen und schmale Gänge die Fahrbahn.
Ein Revierdienst kann diese Lage nicht mit einer einzigen Autorunde abdecken. Wir teilen das Gebiet deshalb in Abschnitte: Fahrstrecken über die Hauptachsen und Fußabschnitte dort, wo kein Fahrzeug hinkommt. So lassen sich auch Objekte im Treppenviertel in eine Runde aufnehmen, ohne dass die Zeitplanung für die übrigen Kunden leidet.
Achsen und Abschnitte einer Runde
Die folgenden Straßen und Orte sind öffentlich belegt und bilden das Gerüst, an dem wir eine Runde in Blankenese ausrichten:
- Blankeneser Landstraße als Ost-West-Achse mit Anschluss an Rissen und Nienstedten
- Elbchaussee, die an der Blankeneser Bahnhofstraße beginnt und nach Osten führt
- Sülldorfer Kirchenweg und Osdorfer Landstraße (B 431) im Norden Richtung Sülldorf und Iserbrook
- Bahnhof Blankenese am Krähenberg mit Buskehre und Ladenzeile
- Parks am Hang: Baurs Park am Mühlenberger Hafen, Hessepark, Goßlers Park und im Westen der Sven-Simon-Park im Landschaftsschutzgebiet Falkenstein
Was auf einer Kontrolle passiert
Bei jedem Objekt prüft die Streife das, was mit Ihnen vereinbart ist: Tore und Pforten, Haus- und Nebeneingänge, Fenster im Erdgeschoss, Garagen, Gartenhäuser, Beleuchtung und Auffälligkeiten auf dem Grundstück. Die Zeiten wechseln von Nacht zu Nacht, damit niemand aus der Nachbarschaft einen festen Rhythmus ablesen kann. Jeder Halt wird mit Uhrzeit, Kontrollpunkt und Befund erfasst.
Viele Auftraggeber in Villenlagen wünschen zusätzlich Schließdienste: Wir öffnen morgens das Tor für Gärtner oder Reinigungskräfte und schließen abends wieder ab, kontrollieren nach Gesellschaften im Haus, ob alle Türen zu sind, oder übernehmen Schlüssel während einer Reise.
Alarmverfolgung bei Einbruch- und Störmeldungen
Löst eine Alarmanlage aus, zählt die Zeit bis zum Eintreffen. Über die Notrufzentrale Ihres Errichters oder direkt erhalten wir die Meldung, fahren das Objekt an und prüfen von außen, ob Spuren eines Einbruchs vorliegen. Mit hinterlegtem Schlüssel und Ihrer Freigabe gehen wir auch hinein, stellen die Ursache fest und setzen die Anlage nach Rücksprache zurück.
Ist ein Einbruch erkennbar, verständigen wir die Polizei, sichern den Bereich und bleiben, bis die Beamten eintreffen. Fehlalarme durch Wind, Tiere oder offen gelassene Fenster gehören am Elbhang zum Alltag; auch sie werden dokumentiert, damit Sie oder Ihr Errichter die Ursache abstellen können.
Saison und Wetter am Wasser
Im Sommer ziehen Strand, Anleger und Cafés am Strandweg viele Ausflügler an, abends sind die Wege am Ufer und in den Parks lange belebt. Im Winter wird es früh dunkel, in Gärten und Parks ist dann kaum noch jemand unterwegs, und Regen macht Treppen und steile Wege rutschig. Wir passen Zeiten und Häufigkeit der Kontrollen an diese Wechsel an.
Bei Sturmwarnungen an der Elbe achten unsere Kräfte zusätzlich auf lose Gegenstände, beschädigte Zäune oder umgestürzte Bäume auf den betreuten Grundstücken und melden Schäden, bevor sie größer werden.
Organisation und Kosten
Blankenese betreuen wir als Teil der Kernregion Nord, die Einsatzplanung sitzt in Neumünster. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wer weitere Objekte in den Elbvororten oder in Altona hat, kann diese in dieselbe Runde aufnehmen lassen. Den Hamburger Überblick finden Sie unter Revierdienst Hamburg, alle Leistungen im Stadtteil unter Sicherheitsdienst Hamburg-Blankenese.
Revierdienste rechnen wir je Kontrolle oder als Monatspauschale ab, die sich aus der Zeit pro Objekt ergibt. Grundlage ist ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Je mehr Objekte in einer Runde liegen, desto geringer ist der Anteil der Anfahrt; Alarmeinsätze werden nach tatsächlichem Aufwand berechnet.


