Werkschutz in einem Wohnstadtteil
Wer bei Werkschutz an Werkstore, Lkw-Schlangen und Schichtwechsel denkt, wird in Blankenese wenig davon finden. Der Stadtteil im Westen des Bezirks Altona ist von Wohnen, Gärten und Parks am Elbhang geprägt; die Arbeitslosenquote ist niedrig, Gewerbegebiete fehlen. Trotzdem gibt es Einrichtungen, die einen geregelten Zugang brauchen, weil dort Patienten, Akten, Prüfungsunterlagen oder technische Anlagen geschützt werden müssen.
Für solche Häuser übernimmt der Werkschutz die Rolle einer besetzten Pforte. Er kennt die Beschäftigten, gibt Besuchern einen Ausweis, führt Buch über Handwerker und Wartungsfirmen und prüft am Abend, ob das Haus verschlossen ist. Diese Aufgaben unterscheiden sich vom Objektschutz eines leerstehenden Hauses, weil hier Betrieb ist und die Sicherheitskraft Teil der täglichen Abläufe wird.
Einrichtungen mit Zugangsregelung im Stadtteil
Diese Einrichtungen sind öffentlich belegt. Die Liste zeigt, wo in Blankenese Pfortenaufgaben anfallen, und nennt keine Auftraggeber:
- Krankenhaus Tabea an der Kösterbergstraße, seit 2002 Teil der Artemed-Gruppe
- Amtsgericht Hamburg-Blankenese, zuständig auch für umliegende Stadtteile
- Goßlerhaus an der Blankeneser Landstraße 34, früher Ortsamt, heute genutzt von der Bucerius Law School, der Horst-Janssen-Bibliothek und seit 2023 einer Zweigstelle des Hamburger Konservatoriums
- Baurs Berg, höchster Punkt des Stadtteils, mit dem Turm des Wasserwerks Altona
- Feuerwache an der Blankeneser Landstraße 41 als Nachbar mit Anspruch auf freie Zufahrten
Aufgaben an der Pforte
Morgens öffnet die Pforte das Haus, schaltet Alarmanlagen nach Freigabe ab und übernimmt die ersten Anlieferungen. Tagsüber meldet sie Besucher beim Gastgeber an, gibt Gästeausweise aus und weist auf Bereiche hin, die nicht betreten werden dürfen. Für Handwerker, Reinigungs- und Wartungsfirmen führt sie ein Fremdfirmenbuch mit Name, Firma, Auftrag, Ankunft und Abgang. Schlüssel und Zutrittskarten werden nur gegen Unterschrift ausgegeben und bei Rückgabe abgehakt.
Am Abend wechselt der Blick nach innen: Die Kraft geht Flure, Treppenhäuser und Tiefgarage ab, prüft Brandschutztüren, Fenster in den Erdgeschossen und Technikräume, schaltet die Anlage scharf und hält im Wachbuch fest, wer das Haus als Letzter verlassen hat.
Lage am Hang: Zufahrten und Lieferverkehr
Viele Grundstücke in Blankenese sind nur über schmale, steile Straßen erreichbar, und am Bahnhof teilen sich Busse, Lieferwagen und Fußgänger wenig Platz. Für eine Einrichtung mit regelmäßigen Anlieferungen ist es deshalb wichtig, dass jemand die Zufahrt freihält, Fahrzeuge einweist und darauf achtet, dass Rettungswege nicht zugestellt werden. Bei einem Krankenhaus gilt das besonders für die Anfahrt von Rettungswagen.
Wir legen mit Ihnen fest, zu welchen Zeiten Lieferungen angenommen werden, wo Fahrzeuge halten dürfen und wer die Ware im Haus entgegennimmt. Abweichungen wie unangemeldete Lieferungen oder fremde Fahrzeuge auf dem Gelände meldet die Pforte sofort an die zuständige Stelle.
Abende, Wochenenden und Sonderlagen
Hochschulen und Konservatorien haben Abendkurse, Konzerte oder Prüfungen am Wochenende, Gerichte und Kliniken lassen Wartungen gern außerhalb der Kernzeiten erledigen. Dann sind Fremde im Haus, während das eigene Personal fehlt. Unsere Kräfte begleiten solche Einsätze, öffnen nur die freigegebenen Räume und schließen danach wieder ab.
Bei Räumungsalarm unterstützen sie die Kontrolle der Sammelplätze und weisen die Feuerwehr ein. Wo das Haus über eigene Alarmpläne verfügt, arbeiten wir nach diesen Plänen und nicht nach einem allgemeinen Schema.
Für Tage mit besonderem Andrang, etwa Semesterbeginn, Vorspiele im Konservatorium oder einen Tag der offenen Tür in der Klinik, stocken wir die Pforte vorübergehend auf. Eine zweite Kraft übernimmt dann den Nebeneingang oder begleitet Gruppen, damit der Hauptzugang nicht überlastet ist und niemand unbemerkt in Bereiche gelangt, die geschlossen bleiben sollen.
Personal, Nachweise und Kosten
Werkschutz in Blankenese planen wir als Teil der Kernregion Nord aus Neumünster. Die Kräfte sind fest einem Haus zugeordnet und haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, für Ersthelfer- und Brandschutzaufgaben eine passende Unterweisung. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Weitere Hamburger Angebote finden Sie unter Werkschutz Hamburg und auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Blankenese.
Pfortendienste laufen meist als Dauerauftrag mit festem Dienstplan. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde; eine Tagespforte an Werktagen bewegt sich eher im unteren Teil, Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste im oberen. Abgerechnet wird nach geleisteten Stunden, Zuschläge stehen getrennt im Angebot.


