Ein Wohnstadtteil, der nach dem Krieg neu entstand
Im Juli 1943 brannte Hamm fast vollständig nieder. Was heute zwischen Borgfelde und Horn steht, ist überwiegend in den Fünfziger- und Sechzigerjahren gebaut worden, getragen vor allem von Wohnungsgenossenschaften. Daraus ergibt sich ein Bild, das sich durch den ganzen Stadtteil zieht: Zeilenbauten mit Grünflächen dazwischen, gemeinsame Keller und Waschräume, Garagenhöfe, später ergänzt um Tiefgaragen und moderne Schließanlagen.
Rund 38.900 Menschen leben auf 3,8 Quadratkilometern, das sind mehr als 10.000 je Quadratkilometer. Für den Objektschutz bedeutet diese Dichte vor allem eines: Es gibt viele Türen, viele Schlüssel und viele Wege durch ein einzelnes Grundstück. Ein offener Kellerzugang oder ein defektes Hoftor bleibt in einer Anlage mit Hunderten Wohnungen oft tagelang unbemerkt, weil sich niemand zuständig fühlt.
Welche Gebäude in Hamm Schutz brauchen
Die folgende Übersicht zeigt Gebäudearten und Lagen, in denen im Stadtteil typischerweise Objektschutz gefragt ist. Sie beschreibt Aufgaben, keine Auftraggeber:
- Genossenschafts- und Mietanlagen zwischen Hammer Landstraße und Sievekingsallee mit Gemeinschaftsräumen, Tiefgaragen und Fahrradkellern
- Ladenzeilen und Praxisetagen am Hammer Steindamm, der zentralen Einkaufsstraße des Stadtteils
- Bildungs- und Verwaltungsgebäude, etwa die Hansaburg am Mittelkanal mit der Stiftung Berufliche Bildung
- Gewerbeobjekte an der Süderstraße, deren Büros und Sozialräume nach Schichtende leer stehen
- Häuser, die vor Sanierung oder Abriss geräumt sind, zum Beispiel im Umfeld der geplanten Osterbrookhöfe
- Gemeinschaftseinrichtungen wie Kulturräume, Vereinsheime und Kirchengemeindehäuser
Vom Abendverschluss bis zur festen Besetzung
Nicht jedes Haus braucht eine Kraft rund um die Uhr. In vielen Fällen genügt ein verlässlicher Gang am Abend: Wir gehen Treppenhäuser und Flure ab, prüfen, ob jemand zurückgeblieben ist, schließen Hoftore und Kellertüren, schalten Licht und Alarmanlage nach Ihrer Vorgabe. In einem Geschäftshaus am Hammer Steindamm kommt hinzu, dass Lieferzugänge und Hintertüren der Läden kontrolliert werden, die tagsüber für Ware offen stehen.
Wo mehr Publikum unterwegs ist, setzen wir auf Präsenz: eine Kraft am Empfang, die Besucher anmeldet, Handwerkern Zugang gibt und Schlüssel nur gegen Unterschrift herausgibt. Nachts übernehmen Rundgänge in wechselnden Abständen. Personen, die sich ohne erkennbaren Grund in Hauseingängen oder Tiefgaragen aufhalten, sprechen wir an und fordern sie bei Bedarf zum Gehen auf. Kommt es zu einer Straftat, sichern wir die Lage und rufen die Polizei.
Alle Feststellungen landen mit Uhrzeit, Ort und Foto im digitalen Wachbuch. Die Verwaltung sieht am Morgen, welche Tür klemmt, welche Leuchte ausgefallen ist oder wo Sperrmüll abgestellt wurde, und kann Handwerker gezielt beauftragen.
Leerstand während Umbau und Neubau
Im Süden des Stadtteils bereitet der Bezirk mit dem Bebauungsplan-Entwurf Hamm 3 die Osterbrookhöfe vor, rund 820 Wohnungen westlich des Rückerskanals. Die denkmalgeschützte Hansaburg soll saniert und aufgestockt werden. Bei solchen Vorhaben stehen Gebäude oder Gebäudeteile oft lange leer, bevor der erste Bagger anrückt.
Leere Häuser in einem belebten Stadtteil ziehen Einbrecher, Metalldiebe und Menschen an, die einen Schlafplatz suchen. Wir begehen solche Objekte nach festem Plan, prüfen Fenster, Türen, Dachausstiege und Versorgungsleitungen, verschließen aufgebrochene Zugänge vorläufig und halten den Zustand fotografisch fest. Viele Gebäudeversicherer verlangen genau diesen Nachweis, damit der Schutz bei Leerstand erhalten bleibt.
Planung und Personal
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro im Stadtteil haben wir nicht; geplant wird von unserem Hauptsitz in Neumünster aus, eingesetzt wird Personal aus dem eigenen Stamm. Vor Beginn gehen wir das Haus mit Ihnen ab, legen Kontrollpunkte, Schlüsselregelung und Meldewege fest und halten alles in einer Dienstanweisung fest, die jede Kraft vor dem ersten Dienst kennt.
Jede Kraft hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Empfang und Kontrollgänge setzen wir bevorzugt Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Betreuen Sie weitere Häuser im Nachbarstadtteil Horn oder in Billstedt, nehmen wir sie in dieselbe Planung auf.
Womit Sie beim Preis rechnen können
Für Objektschutz in Hamm liegt der Richtwert bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein kurzer Abendverschluss mit Nachkontrolle bewegt sich am unteren Rand, eine dauerhafte Empfangsbesetzung mit Publikumsverkehr oder ein hoher Anteil an Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden schiebt den Satz nach oben. Bei Wohnanlagen hilft es, mehrere Häuser einer Verwaltung in einer Runde zu bündeln.
Nach der Begehung erhalten Sie ein schriftliches Angebot, aufgeteilt nach Zeiten und Aufgaben. Eine Übersicht aller Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Hamm.


