Bauen im Bestand und auf neuen Flächen
Hamm ist fast vollständig bebaut. Neue Wohnungen entstehen deshalb dort, wo Flächen frei werden: auf früheren Gewerbegrundstücken, auf Sportplätzen, die verlegt werden, und in Baulücken zwischen Nachkriegszeilen. Hinzu kommt die Sanierung der vielen Genossenschaftshäuser aus den Fünfzigerjahren, bei der Fassaden gedämmt, Dächer erneuert und Leitungen getauscht werden.
Für die Baustellenbewachung bringt das eine besondere Lage mit sich. Die Baustelle grenzt fast immer an bewohnte Häuser, Gehwege und Schulwege. Material liegt nah an öffentlichen Flächen, und ein Bauzaun ist schnell überstiegen.
Aktuelle Vorhaben im Stadtteil
Einige Projekte zeigen, in welchem Umfang in Hamm gebaut wird. Die Übersicht nennt öffentlich bekannte Vorhaben, keine Auftraggeber von uns:
- Luisenquartier zwischen Hammer Landstraße, Luisenweg und Pröbenweg: Mietwohnungen, eine Kita sowie Flächen für Hotel und Gewerbe
- Osterbrookhöfe westlich des Rückerskanals: laut Bebauungsplan-Entwurf Hamm 3 rund 820 Wohnungen in fünf Baufeldern mit sechs bis acht Geschossen
- Quartierssportzentrum am Aschberg auf dem früheren Freibadgelände mit Quartiersbad, Sporthalle und Kunstrasenplätzen
- Sanierung und Aufstockung der denkmalgeschützten Hansaburg am Mittelkanal
- Stadtteilzentrum über der U-Bahn Burgstraße für Sportverein, Theater, Archiv und Kulturladen
Solche Vorhaben laufen über Jahre und in mehreren Abschnitten. Auf einem Teil wird schon ausgebaut, während nebenan noch Erdarbeiten stattfinden oder Sportplätze in Betrieb bleiben, bis ihr Ersatz fertig ist. Für die Bewachung heißt das: Der Plan muss mitwachsen, Kontrollpunkte kommen hinzu oder fallen weg, und die Abstimmung mit mehreren Gewerken und Bauleitern gehört zum Alltag.
Was auf Baustellen in Hamm gefährdet ist
Gestohlen wird, was sich schnell verkaufen lässt: Kupferkabel, Werkzeug, Rüttelplatten, Baustrom-Verteiler und Diesel aus Maschinen. In der Ausbauphase kommen Fenster, Heizkörper, Sanitärobjekte und Küchen hinzu, die bereits angeliefert, aber noch nicht eingebaut sind. Dazu kommt Vandalismus: Graffiti an frisch verputzten Wänden, eingeschlagene Scheiben, beschädigte Baufahrzeuge.
An den Kanälen im Süden ist zusätzlich zu beachten, dass Baufelder vom Ufer aus erreichbar sein können. Unbefugte auf Gerüsten oder in Baugruben sind außerdem ein Haftungsrisiko für den Bauherrn, gerade wenn Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft die Baustelle als Abenteuerspielplatz entdecken.
Wie wir eine Baustelle bewachen
Je nach Bauphase setzen wir auf Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten oder auf eine feste Wache von Feierabend bis Arbeitsbeginn. Unsere Kräfte gehen den Zaun ab, prüfen Tore, Container und Baubüro, kontrollieren abgestellte Maschinen und schauen in Rohbau und Gerüst. Personen auf dem Gelände sprechen wir an und verweisen sie; bei Diebstahl verständigen wir sofort die Polizei.
Auf Wunsch übernehmen wir auch den Verschluss am Abend und das Öffnen am Morgen, nehmen Schlüssel entgegen und weisen Lieferanten ein, die außerhalb der Arbeitszeit kommen. Mit Videotechnik lässt sich die personelle Bewachung ergänzen, die Entscheidung treffen wir gemeinsam nach der Begehung.
Jeder Gang wird mit Uhrzeit, Ort und Foto dokumentiert. Die Bauleitung findet morgens einen Bericht mit allem, was in der Nacht aufgefallen ist, und hat damit eine Grundlage für Versicherung und Anzeige.
Organisation und Qualifikation
Hamburg ist Teil unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung erfolgt vom Hauptsitz in Neumünster aus, unsere Kräfte kommen aus dem eigenen Personalstamm; ein Büro in Hamm haben wir nicht. Vor dem Start legen wir mit der Bauleitung Kontrollpunkte, Ansprechpartner und Meldewege fest und passen den Plan an, wenn sich die Bauphase ändert.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Haben Sie Baustellen in Billstedt oder anderen Teilen der Stadt, zeigt die Seite Baustellenbewachung Hamburg den Überblick.
Kosten der Baustellenbewachung
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Baustelle im Rohbau, auf der wenig Wertvolles lagert, genügen oft einige Kontrollgänge pro Nacht, was die Kosten niedrig hält. In der Ausbauphase oder über lange Wochenenden und Feiertage lohnt sich eher eine feste Wache. Laufzeit, Zahl der Zugänge und Fläche bestimmen den Aufwand mit.
Wir rechnen nach tatsächlich geleisteten Stunden ab und passen den Umfang an, wenn die Baustelle wächst oder schrumpft. Weitere Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Hamm.


