Ein Stadtteil, der fast neu gebaut wurde
Horn wurde im Sommer 1943 bei der Operation Gomorrha nahezu vollständig zerstört. Was heute steht, stammt überwiegend aus dem Wiederaufbau bis in die Sechzigerjahre und aus der großen Siedlung auf der Horner Geest, die ab 1959 entstand. Auf 5,8 Quadratkilometern leben laut Statistik 39.186 Menschen, das entspricht rund 6.700 Einwohnern je Quadratkilometer. Horn gehört damit zu den dicht besiedelten Stadtteilen im Bezirk Hamburg-Mitte.
Für den Objektschutz ergibt sich daraus ein klares Bild: viele gleichartige Wohnhäuser mit gemeinsamen Kellern, Tiefgaragen und Höfen, dazu Gemeinde- und Gemeinschaftshäuser, die tagsüber offen stehen und abends von Ehrenamtlichen abgeschlossen werden. Schwachstellen entstehen selten an der Haustür, sondern an Nebeneingängen, Rolltoren und Fluren, in denen sich niemand verantwortlich fühlt.
Gebäude, bei denen ein zweiter Blick lohnt
Welche Objekte in Horn typischerweise Bewachung oder regelmäßige Kontrollen brauchen, zeigt ein Gang durch den Stadtteil:
- Wohnanlagen auf der Horner Geest mit Fahrradkellern, Müllräumen und Durchgängen zwischen den Häuserzeilen
- das Stadtteilhaus Horner Freiheit am Gojenboom, in dem mehrere Vereine und Träger Räume nutzen und Säle vermietet werden
- das Gelände des Rauhen Hauses zwischen Rhiemsweg, Horner Weg und Beim Rauhen Hause mit Schule, Hochschule und Wohnangeboten
- Kirchen und Gemeindehäuser, darunter die denkmalgeschützte Martinskirche
- Läden und Nahversorger rund um die U-Bahn-Haltestellen Horner Rennbahn und Legienstraße
Wie verletzlich auch ein bekanntes Gelände ist, zeigte das Jahr 2009: Damals wurde die nachgebaute historische Kate des Rauhen Hauses durch Brandstiftung schwer beschädigt. Solche Ereignisse sind selten, doch sie machen deutlich, warum offene Areale nachts mehr brauchen als eine abgeschlossene Pforte.
Was unsere Kräfte vor Ort konkret erledigen
Für Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen gehen wir feste Strecken ab: Kellergänge, Tiefgaragen, Müllplätze, Dachausstiege und Technikräume. Offene Türen werden verschlossen, defekte Beleuchtung und beschädigte Schlösser kommen mit Foto in den Bericht. Bei Leerstand vor einer Sanierung kontrollieren wir versiegelte Wohnungen und achten darauf, dass niemand sich dort einrichtet.
Bei Häusern mit Publikumsverkehr liegt der Schwerpunkt am Abend. Nach der letzten Veranstaltung prüfen wir, ob alle Räume leer sind, Fenster geschlossen, Herdplatten und Beamer aus und Notausgänge frei. Anschließend wird abgeschlossen und die Alarmanlage scharf geschaltet. Löst sie nachts aus, fahren wir hin, sehen nach und informieren den hinterlegten Ansprechpartner.
Auf größeren Geländen mit mehreren Gebäuden, etwa einer Stiftung oder einem Schulkomplex, empfehlen wir eine Kombination aus Schließdienst am frühen Abend und unregelmäßigen Kontrollgängen in der Nacht. So entsteht kein Muster, das sich jemand merken kann.
Organisation aus der Kernregion Nord
Hamburg gehört zu unserem Kerngebiet. Die Einsätze in Horn planen wir vom Hauptsitz in Neumünster aus, ein eigenes Büro im Stadtteil haben wir nicht. Für jedes Objekt gibt es eine Dienstanweisung mit Kontrollpunkten, Schlüsselübergabe und Meldewegen sowie einen festen Ansprechpartner bei uns. Wer zusätzlich Gebäude in Hamm oder Billstedt hat, kann diese in dieselbe Tour aufnehmen lassen.
Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihnen das Objekt ab. Dabei legen wir fest, welche Räume betreten werden dürfen, wo Schlüssel liegen, wer bei einem Wasserschaden oder einer eingeschlagenen Scheibe angerufen wird und ab welcher Uhrzeit Nachbarn nicht mehr gestört werden sollen. Ändert sich etwas, etwa durch einen neuen Mieter im Erdgeschoss oder eine Baustelle vor dem Haus, passen wir die Runde an.
Unser Personal arbeitet mindestens mit Unterrichtung nach § 34a GewO, für anspruchsvollere Posten mit Sachkundeprüfung. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Hinweise zur Leistung finden Sie unter Objektschutz, einen Überblick zum Stadtteil auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Horn.
Was Objektschutz in Horn kostet
Bei bewachten Posten gilt als Richtwert eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Wohnanlage mit zwei oder drei Kontrollen pro Nacht wird nicht jede Stunde berechnet, sondern die Zeit vor Ort einschließlich Anfahrt innerhalb der Tour; das hält die Kosten gerade bei mehreren Häusern niedrig.
Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Runden, der Anteil an Wochenenden und Feiertagen, ob ein Schlüssel verwahrt und eine Alarmanlage aufgeschaltet wird und wie aufwendig die Dokumentation sein soll. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot, das jede dieser Positionen einzeln nennt.


