Ein Stadtteil mit vielen Hauseingängen
Rund 41.400 Menschen leben auf 13 Quadratkilometern, mehr als in Bergedorf selbst. Ein großer Teil von ihnen wohnt in Lohbrügge-Nord, der Großsiedlung, die ab 1961 nach dem Aufbauplan 60 auf rund 243 Hektar entstanden ist. Hochhäuser, lange Zeilenbauten und Ladenzeilen wechseln sich dort mit Grünflächen ab, die das Gartenstadt-Konzept vorgegeben hat. Für Eigentümer und Verwaltungen bedeutet das eine Vielzahl von Haustüren, Kellerzugängen, Fahrradräumen und Tiefgaragen, die niemand dauernd im Blick hat.
Daneben gibt es den alten Kern rund um den Lohbrügger Markt mit Geschäftshäusern aus der Zeit um 1900, Einfamilienhausgebiete in Boberg und öffentliche Gebäude wie Schulen und Hochschule. Objektschutz in Lohbrügge ist deshalb selten eine einzelne Pforte. Häufiger geht es um wiederkehrende Kontrollen über mehrere Gebäude hinweg und um eine saubere Dokumentation für die Verwaltung.
Typische Objekte und Lagen
Die folgenden Orte zeigen, wo Bewachung und Kontrollgänge in Lohbrügge gefragt sein können. Die Aufzählung beschreibt den Stadtteil, sie ist keine Liste von Auftraggebern:
- Lohbrügge-Nord – Großwohnanlagen der 1960er und 1970er Jahre mit Tiefgaragen, Müllplätzen und gemeinsam genutzten Kellern
- Lohbrügger Markt und Sander Markt – Ladenzeilen, Praxen und Wochenmarkt am historischen Dorfplatz
- Alte Holstenstraße und Lohbrügger Landstraße – Wohn- und Geschäftshäuser, teils als Ensemble denkmalgeschützt
- Fläche südlich des Lohbrügger Marktes – untergenutzte Grundstücke, für die der Bebauungsplan Lohbrügge 94 ein gemischtes Quartier vorsieht
- Boberg am Geesthang – Wohnstraßen mit Rückseiten zur Boberger Niederung, die nachts kaum einsehbar sind
Großsiedlung: Kontrollgänge, die Mieter nicht stören
In einem Hochhaus mit hundert Parteien fällt eine aufgehebelte Kellertür oft erst auf, wenn etwas fehlt. Unsere Kontrollgänge setzen genau dort an: Wir prüfen Hauseingänge und Nebentüren, ob sie schließen, gehen Kellerflure und Fahrradräume ab, sehen in Tiefgaragen nach Fremdfahrzeugen und Sperrmüll und kontrollieren, ob Brandschutztüren frei sind. Auffälligkeiten halten wir mit Foto und Uhrzeit fest und schicken sie am nächsten Morgen an die Verwaltung, dringende Fälle sofort.
Der Ton gegenüber den Bewohnern ist dabei entscheidend. Unsere Kräfte sind als Wachdienst erkennbar, grüßen, geben Auskunft und lassen sich nicht in Nachbarschaftsstreit hineinziehen. Wer eine Hausordnung durchsetzen will, legt mit uns vorher fest, was angesprochen und was nur gemeldet wird.
Ortskern im Umbruch: Leerstand und Übergangszeiten
Für das Gebiet zwischen Lohbrügger Markt, Sander Markt, Alter Holstenstraße und Ludwig-Rosenberg-Ring plant der Bezirk mit dem Bebauungsplan Lohbrügge 94 ein urbanes Gebiet aus Wohnen und Gewerbe. Bis dahin stehen Flächen und einzelne Einheiten leer oder werden nur noch zwischengenutzt. Gerade diese Phase ist heikel: Zähler laufen weiter, Fenster werden beschädigt, und leere Räume ziehen Menschen an, die dort nichts zu suchen haben.
Wir übernehmen für Eigentümer die Verschlusskontrolle leerer Einheiten, sehen nach Wasser- und Heizungsschäden, entfernen Werbezettel, damit das Objekt bewohnt wirkt, und dokumentieren den Zustand für Versicherung und Käufer. Bei Ladenbetrieben am Markt bieten wir Schließdienste nach Geschäftsschluss und eine Kontrolle der Lieferhöfe in der Nacht an. Mehr zum Stadtteil insgesamt finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Lohbrügge.
Ablauf, Personal und Nachweise
Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihnen das Objekt ab: Eingänge, Schlüssel, Technikräume, Alarmanlage, Ansprechpartner bei Hausverwaltung und Hausmeister. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, die Sie vorab erhalten. Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit erhöhtem Anspruch die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert.
Jeder Rundgang wird digital mit Zeitstempel und Kontrollpunkt erfasst, sodass Sie jederzeit nachvollziehen können, wann wer wo war. Unsere Leitstelle ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Objekte jenseits der Landesgrenze, etwa in Reinbek oder Glinde, lassen sich in denselben Plan aufnehmen. Grundlagen zur Leistung beschreibt unsere Seite Objektschutz.
Was Objektschutz in Lohbrügge kostet
Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen Ihr Auftrag liegt, entscheidet sich vor allem daran, ob eine Kraft fest vor Ort steht oder ob mehrere Wohnanlagen in einer Runde zusammengefasst werden, wie viele Nachtstunden und Feiertage anfallen und welche Qualifikation die Aufgabe verlangt. Eine Runde durch mehrere Häuser derselben Verwaltung ist meist günstiger als einzelne Einsätze. Nach der Begehung erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.


