Warum Brandwachen in Lohbrügge gebraucht werden
Lohbrügge ist ein junger Stadtteil mit altem Kern. Zwischen den Großwohnanlagen der Nachkriegszeit stehen Kirchen, Wohnhäuser und technische Bauten aus der Zeit um 1900, viele davon in der Hamburger Denkmalliste. Werden dort Dächer gedeckt, Rinnen gelötet oder Leitungen getrennt, entstehen Funken und Hitze in Bauteilen aus Holz, die über hundert Jahre trocken geworden sind.
Daneben gibt es Gebäude, die nie leer sind: das BG Klinikum in Boberg, Pflegeeinrichtungen, Studentenwohnheime und große Wohnblöcke. Wer dort bei laufendem Betrieb schweißt oder flext, braucht jemanden, dessen einzige Aufgabe es ist, auf Brandentstehung zu achten. Das ist die Arbeit eines Brandsicherheitspostens.
Gebäude mit besonderem Brandrisiko
Die folgenden Bauwerke zeigen, wo in Lohbrügge bei Heißarbeiten besondere Vorsicht geboten ist. Es handelt sich um Beispiele aus dem Stadtteil, nicht um Auftraggeber:
- Erlöserkirche an der Lohbrügger Kirchstraße – Kirche von 1899 nach Plänen von Hugo Groothoff
- Mausoleum Wilhelm Bergner – neuromanischer Bau von 1900 im heutigen Park auf dem alten Lohbrügger Friedhof
- Wasserturm Sander Dickkopp – Baudenkmal von 1907, oben Wohnungen, unten Veranstaltungsräume
- Wasserwerk Sande an der Krusestraße – technisches Denkmal aus den Jahren 1906 und 1907
- St.-Christophorus-Kirche an der Riehlstraße und Auferstehungskirche – Kirchenbauten der 1950er und 1960er Jahre
- BG Klinikum Hamburg in Boberg – Unfallkrankenhaus im Dauerbetrieb, ein Neubau ist geplant
Denkmal und Dachstuhl: Arbeiten am Bestand
Bei Kirchen und Türmen liegen die gefährlichen Stellen oft dort, wo man sie nicht sieht. Funken fallen durch Fugen in Hohlräume, glimmen in Taubenkot, Staub oder alter Dämmung und brechen erst Stunden später aus. Deshalb bleibt unser Posten nicht nur während der Arbeit neben dem Handwerker, sondern kontrolliert danach Dachboden, Zwischendecken und angrenzende Räume in der vereinbarten Nachbeobachtungszeit.
Vor Arbeitsbeginn sehen wir uns gemeinsam mit dem ausführenden Betrieb an, wo Brennbares abgedeckt oder entfernt werden muss, wo Löscher und Löschdecken stehen und wie die Feuerwehr im Ernstfall an das Gebäude kommt. Mit dem Erlaubnisschein für Heißarbeiten, wie ihn viele Versicherer verlangen, gleichen wir ab, ob alle Schutzmaßnahmen umgesetzt sind.
Klinik, Hochschule, Wohnblock: Brandschutz im laufenden Betrieb
In einem Krankenhaus können nicht alle Patienten kurz das Haus verlassen, wenn ein Rauchmelder auslöst. Bei Umbauten im laufenden Betrieb, wie sie im Vorfeld eines Neubaus am BG Klinikum anfallen können, stimmen wir uns deshalb eng mit der Haustechnik ab: Welche Melder werden für die Dauer der Arbeit abgeschaltet, wer überwacht den Bereich in dieser Zeit, wann wird wieder scharf geschaltet.
Ähnliches gilt für das denkmalgeschützte Hochschulgebäude am Ulmenliet und für das Studentenwohnheim an der Billwiese. Fällt dort eine Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Arbeiten abgeschaltet, übernehmen unsere Kräfte als Ersatzmaßnahme regelmäßige Rundgänge, bis die Technik wieder läuft. Wer ein Objekt in der Nachbarschaft hat, findet unter Sicherheitsdienst Hamburg-Lohbrügge unsere übrigen Leistungen im Stadtteil.
Ausbildung und Ausstattung der Posten
Unsere Brandsicherheitsposten sind im Umgang mit Feuerlöschern und Löschdecken unterwiesen und kennen die Abläufe bei Alarmierung und Räumung. Sie haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Jeder Einsatz wird mit Beginn, Ende, Nachkontrolle und Befund protokolliert, das Protokoll erhalten Sie für Bauakte und Versicherung.
Unsere Leitstelle ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar, auch für kurzfristige Einsätze am selben Tag. Arbeiten in Bergedorf oder Billstedt planen wir auf Wunsch zusammen. Allgemeines zu dieser Leistung beschreibt die Seite Brandwachen, den Überblick für die Stadt gibt Brandwache Hamburg.
Was eine Brandwache kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Die Arbeitszeit des Handwerkers ist nur ein Teil davon, denn die Nachbeobachtung nach Ende der Heißarbeiten zählt mit. Fallen Arbeiten in die Nacht, etwa weil eine Klinik oder ein Veranstaltungsort tagsüber nicht gestört werden darf, steigt der Anteil an Zuschlägen. Bei mehrtägigen Dacharbeiten lohnt sich ein fester Posten über die ganze Bauzeit, das senkt den Abstimmungsaufwand.


