Vom Eisenwerk zum Hochschulstandort
Um 1890 wuchs das Dorf Sande, aus dem das heutige Lohbrügge hervorging, durch die Industrialisierung auf knapp 3.500 Einwohner. Der Industrielle Wilhelm Bergner, Gründer der Bergedorfer Eisenwerke, ließ sich hier 1900 ein Mausoleum bauen, Straßen wie die Wilhelm-Bergner-Straße und der Paul-Wenck-Weg erinnern an diese Zeit. Nach dem Krieg wurde Lohbrügge vor allem als Wohnort ausgebaut.
Heute prägen andere Einrichtungen das Bild: die Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit ihrem Campus am Ulmenliet, das Thünen-Institut mit seiner Holzforschung, ein großes Unfallkrankenhaus in Boberg und gewerbliche Flächen an der Kurt-A.-Körber-Chaussee. Werkschutz in Lohbrügge ist deshalb weniger Lkw-Abfertigung als Zutrittssteuerung für Gebäude mit wertvoller Ausstattung und vielen wechselnden Nutzern.
Wo Werkschutzaufgaben anfallen
Die folgenden Standorte beschreiben, wo kontrollierter Zutritt und Geländestreife in Lohbrügge eine Rolle spielen. Es sind Beispiele aus dem Stadtteil, keine Kundenliste:
- HAW Campus Bergedorf am Ulmenliet – Labore, Werkstätten und Hörsäle der Fakultäten Life Sciences, Gesundheit und Nachhaltige Ingenieurwissenschaften, das Hauptgebäude von 1967/1972 steht unter Denkmalschutz
- Thünen-Institut – Bundesforschung zu Holztechnologie und Holzbiologie mit Versuchs- und Laborbereichen
- Kurt-A.-Körber-Chaussee – Gewerbeband an der Grenze zu Bergedorf, für das der Bezirk auf rund 45 Hektar einen Rahmenplan erarbeitet
- Fernmeldeturm Hamburg-Lohbrügge – 137,5 Meter hohe Sendeanlage von 1987 nahe dem Wasserturm
- Wasserwerk Sande an der Krusestraße – denkmalgeschützte Anlage aus den Jahren 1906 und 1907
Hochschule und Forschung: offene Häuser, geschützte Räume
Ein Campus funktioniert nur, wenn Studierende, Lehrende, Gäste und Dienstleister ohne großen Aufwand hineinkommen. Gleichzeitig stehen in Laboren Analysegeräte, Chemikalien und Versuchsaufbauten, die nicht jeder anfassen soll. Werkschutz an solchen Standorten trennt deshalb Bereiche: Hörsaal und Mensa bleiben offen, Labortrakte und Technikräume sind nur mit Berechtigung zugänglich.
Wir übernehmen die Ausgabe von Besucher- und Handwerkerausweisen, führen Schlüssel- und Transponderbücher, begleiten Fremdfirmen in sensible Räume und schließen die Gebäude nach dem letzten Kurs ab. Abends prüfen wir, ob Abzüge, Kühlgeräte und Versuchsstände so laufen, wie es die Hausregeln vorsehen, und melden Abweichungen an die zuständige Stelle. In den vorlesungsfreien Wochen verschieben sich die Aufgaben Richtung Streife, weil dann Bauarbeiten und Wartung in den Gebäuden anstehen.
Gewerbe an der Kurt-A.-Körber-Chaussee
Das Bezirksamt Bergedorf lässt seit Februar 2026 einen Rahmenplan für rund 45 Hektar rund um die Kurt-A.-Körber-Chaussee erarbeiten. Ziel ist ein gemischt genutzter Stadtraum, in dem die ansässigen Gewerbebetriebe gesichert und neue Nutzungen möglich werden. Für Betriebe dort heißt das in den kommenden Jahren: Planer, Gutachter und später Baufirmen sind häufiger auf dem Gelände, während der Betrieb weiterläuft.
In dieser Lage besetzen wir Pforten zu Schichtbeginn und -ende, erfassen Lieferverkehr und Besucher, kontrollieren Unterweisungsnachweise von Fremdfirmen und gehen nachts Hallen, Freiflächen und Zäune ab. Wer Standorte auch im Gewerbegebiet Allermöhe hat, kann die Streife dorthin erweitern, Einzelheiten zum Nachbarstadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Bergedorf.
Personal, Dienstanweisung und Nachweis
Unsere Kräfte für den Werkschutz haben die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden vor dem ersten Dienst auf Ihre Hausordnung, Notfallpläne und Ansprechpartner eingewiesen. Die Dienstanweisung legen wir Ihnen zur Freigabe vor, bevor der Einsatz beginnt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Eine feste Stammbesetzung sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeitenden die Gesichter an der Pforte kennen.
Alle Ein- und Ausgänge, Streifengänge und Vorfälle werden digital dokumentiert. Bei Alarm ist unsere Leitstelle unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Was Werkschutz grundsätzlich umfasst, steht auf der Seite Werkschutz, den Überblick für die ganze Stadt bietet Werkschutz Hamburg.
Kosten für dauerhaften Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Werkschutz meist als Dauerauftrag mit festen Pfortenzeiten läuft, lässt sich die Besetzung gut planen, was sich auf den Preis auswirkt. Teurer wird es durch viele Nacht- und Feiertagsstunden, durch zusätzliche Aufgaben wie Schlüsselverwaltung und Laborkontrolle oder durch kurzfristige Verstärkung bei Umbauten. Nach einem gemeinsamen Rundgang erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen.


