Eine Stadt mit vielen Gebäuden aus der Gründerzeit der Industrie
Mit der Gewerbefreiheit ab 1862 wuchs Pößneck schnell: 1871 arbeiteten in der Stadt 14 große Textilfabriken, dazu kamen Lederfabriken, Porzellanmanufakturen und Druckereien. Aus dieser Zeit stammen nicht nur Fabrikhallen, sondern auch zahlreiche Fabrikantenvillen, die zwischen etwa 1850 und 1930 entstanden sind. Nach 1990 schlossen viele Betriebe; einige Gelände wurden abgerissen, andere blieben leer stehen.
Heute zählt die Stadt knapp 12.000 Einwohner in der Kernstadt und den Ortsteilen Jüdewein, Köstitz, Schlettwein, Öpitz und Schweinitz. Der Gebäudebestand ist dadurch gemischt: denkmalgeschützte Bauten im Zentrum, Wohnsiedlungen, Handelsflächen an den Ausfallstraßen und Industrieflächen, die auf eine neue Nutzung warten. Jede dieser Gruppen braucht einen anderen Zuschnitt beim Objektschutz.
Gebäude, bei denen Objektschutz in Pößneck typisch ist
Belegt sind in Pößneck unter anderem diese Objekte, an denen Kontrollen, Schließdienst oder Präsenz regelmäßig gefragt sind:
- das Areal der früheren Lederwerke Emil Brüderlein an der Saalfelder Straße, rund 10.000 Quadratmeter, seit 1992 stillgelegt und in Teilen Kulturdenkmal
- das Lagerhaus am Viehmarkt von 1890, ein Ziegelbau, der seit den 1990er-Jahren leer stand und nun zum Bildungszentrum umgebaut wird
- die Fassadenmauer der ehemaligen Streichgarnwerke, die als Denkmal am heutigen Schotterparkplatz erhalten ist
- Rathaus am Markt, Museum642 am Klosterplatz und das Umfeld der Stadtkirche St. Bartholomäus
- Wohnhäuser und Garagenhöfe in der Kernstadt und in den fünf Ortsteilen
- Handel und Gewerbe im Gewerbegebiet Im Tümpfel und entlang der B 281
Leerstand und Zwischennutzung sicher überbrücken
Für die Landesgartenschau Orlaregion 2030 will die Stadt die Gebäude der Lederwerke schrittweise sichern und instand setzen, die Planung spricht von mehreren Bauabschnitten. Bis ein Abschnitt an der Reihe ist, steht der Rest weiter leer. Gerade solche Zwischenzeiten sind heikel: Ein offenes Fenster oder ein aufgebrochenes Tor fällt oft erst Wochen später auf, und dann ist der Schaden durch Nässe, Vandalismus oder Metalldiebstahl schon entstanden.
Für leere Gebäude vereinbaren wir mit Ihnen ein festes Begehungsintervall: Außenhaut, Türen, Fenster und Dachzugänge werden zu wechselnden Zeiten kontrolliert, Innenräume nach einem festgelegten Weg begangen. Was auffällt, halten wir mit Uhrzeit und Foto im Bericht fest. Sind Behelfssicherungen nötig, etwa eine verschraubte Platte vor einer eingeschlagenen Scheibe, melden wir das sofort an die Stelle, die Sie benennen.
Für bewohnte oder genutzte Gebäude sieht der Schutz anders aus. Hier geht es um Schließrunden am Abend, um Kontrolle von Kellern, Tiefgaragen und Müllplätzen oder um Präsenz an Tagen, an denen viele Fremde im Haus sind.
Was wir an Ihrem Objekt übernehmen
Den Umfang legen wir gemeinsam fest. Häufig gehören dazu:
- Auf- und Zuschließen nach Ihren Zeiten, mit Kontrolle aller Fenster und Nebentüren
- Rundgänge außen und innen, auch in Kellern, Dachböden und Nebengebäuden
- Empfangs- und Pfortendienst in Verwaltungs- und Kulturbauten
- Präsenz bei Anlieferungen, Umzügen oder Handwerkerterminen
- Prüfen von Beleuchtung, Toren und Zäunen und Meldung von Mängeln
- Aufnahme von Schäden mit Foto für Versicherung oder Eigentümer
Bei Kultur- und Verwaltungsgebäuden im Stadtkern achten wir zusätzlich auf Denkmalauflagen: keine Bohrungen für Hilfsmittel, keine Schäden an Türen und Beschlägen, Zutritt zu sensiblen Räumen nur mit Begleitung.
Vorhabenbezogen in Thüringen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, unsere Kernregion im Norden. In Thüringen haben wir kein eigenes Büro und arbeiten vorhabenbezogen. Vor einer Zusage prüfen wir deshalb Anfahrt, Einsatzzeiten und Personal und sagen Ihnen offen, ob wir Ihr Objekt in Pößneck dauerhaft betreuen können. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, der den Auftrag von der Begehung bis zur Abrechnung begleitet.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, eingewiesen in Ihr Gebäude, Ihre Schlüsselregeln und Ihre Ansprechpartner im Notfall. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz und Objektschutz in Thüringen, Angaben zur Stadt unter Sicherheitsdienst Pößneck.
Was Objektschutz in Pößneck kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Für ein leer stehendes Gebäude, das wir mehrmals in der Woche zu wechselnden Zeiten begehen, fallen nur die tatsächlichen Kontrollzeiten an, das bleibt überschaubar. Ein fester Posten an einem Empfang über viele Stunden täglich kostet entsprechend mehr; Nachtstunden, Sonn- und Feiertage sowie sehr kurze Einsätze heben den Stundenwert an. Ein Angebot erhalten Sie nach der Begehung, mit Aufteilung nach Leistungen.


