Ein Industriegebiet, das über die Gemeindegrenze reicht
Das Industriegebiet Erfurter Kreuz liegt zwischen Arnstadt, Ichtershausen und Thörey, direkt am Kreuz der Autobahnen A 4 und A 71. Nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen umfassen alle Bebauungsplangebiete zusammen rund 334 Hektar, etwa zwei Drittel davon liegen auf dem Gebiet von Ichtershausen. Die Bauabschnitte eins bis vier sind vollständig erschlossen, Reserven im Westen und Norden lassen sich nach Bedarf erschließen. Die Landesstraße L 1044 verbindet beide Autobahnen quer durch das Gebiet.
Dass hier in kurzer Zeit viel Industrie entstanden ist, zeigt eine Zahl aus dem Jahr 2010: Ichtershausen zählte damals 3.759 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und lag damit im Ilm-Kreis an dritter Stelle. Für Werkschutz bedeutet das: viele Betriebe mit Schichtarbeit, viel Lkw-Verkehr und Gelände, die rund um die Uhr erreichbar sein müssen.
Werke und Anlagen mit Bedarf an Werkschutz
Die Branchen sind verschieden, die Fragen am Tor ähneln sich: Wer darf auf das Gelände, welches Fahrzeug fährt an welche Rampe, welche Fremdfirma arbeitet heute in welcher Halle? Bei Zulieferern der Automobilindustrie kommen Vorgaben aus Lieferantenaudits hinzu, bei Chemie- und Farbenherstellern Regeln zu Gefahrstofflagern und Zündquellen.
- IHI Charging Systems International, seit 2009 Hersteller von Turboladern
- Gonvarri, seit 2007 Metallverarbeitung im Industriegebiet
- Schuite & Schuite Druckfarben, seit 2007 am Standort
- Hörmann KG Ichtershausen, Fertigung von Sektionalgaragentoren, mit geplanter Erweiterung West
- Logistik- und Baubetriebe im Gewerbepark Thörey (GITA)
- Die Verdichterstation der STEGAL-Gasleitung am Nordrand von Eischleben
Aufgaben an Pforte, Waage und auf dem Gelände
Am Werkstor kontrollieren wir Ausweise und Besucherscheine, gleichen Kennzeichen und Frachtpapiere mit den angemeldeten Lieferungen ab, geben Fahrern Sicherheitshinweise und weisen ihnen Rampe oder Abstellplatz zu. Fremdfirmen melden wir an und ab, Besucher werden abgeholt oder begleitet. Wo es eine Waage gibt, übernehmen wir auf Wunsch die Verwiegung nach Ihrer Anweisung.
Außerhalb der Schichten oder an Wochenenden gehen unsere Kräfte das Werksgelände ab: Zaun und Tore, Freilager, Hallentore, Gefahrstoffbereiche und technische Räume. Auffällige Temperaturen, Leckagen, offene Türen oder Personen ohne Berechtigung melden wir nach dem Alarmplan, den wir mit Ihnen festlegen. Ist Ihre Brandmelde- oder Einbruchmeldeanlage auf die Leitstelle Ihres Errichters aufgeschaltet, stimmen wir die Abläufe mit dieser ab.
Alles wird im Wachbuch mit Uhrzeit vermerkt, damit Werkleitung und Qualitätsmanagement später nachvollziehen können, wer wann auf dem Gelände war.
Werkschutz bei Umbau und Erweiterung
Erweitert ein Werk seine Produktion, entsteht neben dem laufenden Betrieb eine Baustelle mit eigenen Zufahrten, Containern und vielen Firmen, die das Werk nicht kennen. Für das Hörmann-Werk wurde 2025 ein Bebauungsplan zur Erweiterung nach Westen ausgelegt, auf Flächen der Gemarkungen Thörey und Sülzenbrücken. In solchen Phasen trennen wir Bau- und Werksverkehr, prüfen die Zugangsberechtigung der Bauarbeiter und achten darauf, dass Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten frei bleiben. Für die Baufläche selbst lohnt der Blick auf unsere Baustellenbewachung.
Vorhabenbezogen in Thüringen
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag. Weil Amt Wachsenburg außerhalb unserer Kernregion Nord liegt und wir in Thüringen kein Büro haben, prüfen wir vor jeder Zusage, ob wir das Werk über Monate verlässlich besetzen können, einschließlich Urlaub, Krankheit und Ablösung. Erst dann geben wir ein Angebot ab. Ihr Ansprechpartner bleibt derselbe, und neue Kräfte werden vor dem ersten Dienst in Ihr Werk eingewiesen.
Unsere Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, Angaben zu den Nachbarorten unter Arnstadt und Erfurt.
Kosten für Werkschutz
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem Werk, das wir dauerhaft an der Pforte besetzen, verteilt sich der Aufwand für Einarbeitung und Planung auf viele Monate, das wirkt sich günstig aus. Höher liegt der Preis, wenn viele Nacht- und Sonntagsstunden anfallen, wenn zusätzliche Qualifikationen verlangt werden oder wenn nur einzelne Wochenenden zu besetzen sind. Die Anreise weisen wir im Angebot getrennt aus.


