Alte Dachwerke in jedem Ortsteil
Fast jeder der dreizehn Ortsteile hat eine Kirche, viele davon mit mittelalterlichem Kern. Die Klosterkirche St. Georg und Marien in Ichtershausen wurde um 1133 als dreischiffige Basilika errichtet. St. Laurentius in Kirchheim ist seit 1357 bezeugt und wurde 2015 von der Stiftung KiBa zur Kirche des Jahres gewählt, im Inneren stehen ein spätgotischer Altar und ein barocker Taufstein von 1685. In Sülzenbrücken entstand St. Wiperti im 12. Jahrhundert als Wehrkirche und ist für ihre bemalten Emporen bekannt, auch St. Wenzel in Thörey geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Kirche in Eischleben wurde 1744 barock auf romanischem Vorgänger gebaut.
Wo solche Gebäude saniert werden – Turmhauben neu eingedeckt, Kupferrinnen gelötet, Dachanschlüsse geflämmt –, stehen trockene Hölzer, bemalte Ausstattung und oft jahrzehntealter Staub direkt neben der Flamme. Eine Brandwache gehört dann zu den Auflagen, die der Erlaubnisschein für Heißarbeiten vorsieht.
Schlösser, Burg und Fabrikdenkmal
Das Schlossgelände wartet auf eine neue Nutzung, und jede Umnutzung eines so alten Bestands bringt Arbeiten an Dach, Haustechnik und Brandschutz mit sich. Auf der Wachsenburg kommt hinzu, dass ein Hotel mit Gästen in Betrieb ist, während an anderen Teilen der Anlage gearbeitet werden kann; dann müssen Rettungswege und Gästebereiche von der Arbeitsstelle getrennt bleiben.
- Altes Schloss Ichtershausen, ab 1539 aus Klostergebäuden errichtet, Westflügel von 1560
- Neues Schloss Marienburg, gebaut 1675 bis 1680 und 1710 erweitert
- Veste Wachsenburg mit Hohenlohe-Turm von 1905, Rittersaal und Hotelbetrieb
- Denkmalgeschützte Nadelfabrik von 1862 in Ichtershausen
- Klosterkirche Ichtershausen und die Dorfkirchen der Ortsteile
Heißarbeiten in Industrie und Gewerbe
Im Industriegebiet Erfurter Kreuz arbeiten Betriebe mit Metall, mit Druckfarben und mit Fertigungsanlagen für Tore. Bei Umbauten, Reparaturen an Förderanlagen oder dem Einbau neuer Maschinen wird geschweißt und getrennt, oft in Hallen, in denen brennbare Stoffe gelagert werden oder Rückstände von Öl oder Farbe an Bauteilen haften. Wo Lösemittel im Spiel sind, verlangt der Betrieb häufig zusätzlich Freigaben und Messungen, bevor überhaupt eine Flamme gezündet werden darf.
Unsere Brandposten stehen während der Arbeiten mit Feuerlöscher an der Arbeitsstelle, beobachten Funkenflug auch hinter Wänden und in tieferliegenden Bereichen und achten darauf, dass Abdeckungen liegen bleiben. Nach Ende der Arbeiten bleiben sie so lange, wie es im Erlaubnisschein steht, gehen den Bereich mehrfach ab und prüfen Bauteile von Hand auf Wärme, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen.
Ersatz bei abgeschalteter Brandmeldeanlage
Auch ohne Flamme kann eine Brandwache nötig werden: wenn in einem Gebäude mit Brandmeldeanlage Melder abgedeckt oder Bereiche abgeschaltet werden müssen, zum Beispiel bei Staubarbeiten oder bei einem Umbau der Anlage selbst. Das betrifft Werkshallen ebenso wie den Saal mit Bühne in der Neuen Mitte. Unsere Kräfte gehen die betroffenen Bereiche dann in festen Abständen ab, achten auf Rauch, Geruch und Wärme, halten Fluchtwege frei und alarmieren im Ernstfall die Feuerwehr nach Ihrer Anweisung. Vor dem ersten Dienst werden sie vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Hausregeln eingewiesen.
Vorhabenbezogen in Thüringen
In Thüringen haben wir kein Büro, Amt Wachsenburg liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Brandwachen stellen wir hier vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig verschoben werden, sprechen wir vorab mit Ihnen über Arbeitstage, Beginn und Ende und darüber, wie lange die Nachkontrolle dauern soll. Zugesagt wird, wenn Personal und Anreise für alle Tage gesichert sind. Unsere Kräfte haben eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, Informationen zur Gemeinde unter Sicherheitsdienst Amt Wachsenburg.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache zählt nicht nur die Arbeitszeit der Handwerker, sondern auch die Nachkontrolle, die an alten Dachwerken mehrere Stunden dauern kann und dann in den Abend fällt. Muss eine abgeschaltete Brandmeldeanlage über Tage ersetzt werden, kommen Nacht- und Wochenendstunden hinzu. Die Anreise weisen wir als eigenen Posten aus, damit Sie Arbeitszeit und Fahrtkosten getrennt sehen.


