Ein Industriestandort mit Maschinenbau-Tradition
Aschersleben ist seit über einem Jahrhundert eine Stadt des Maschinenbaus. Auf dem Gelände der früheren Ascherslebener Maschinenbau AG entstand nach 1951 die Werkzeugmaschinenfabrik WEMA, die lange der größte Arbeitgeber der Stadt war. Heute fertigt dort im Industriegebiet Junkersfeld die Schiess-Werkzeugmaschinenfabrik Drehmaschinen und Portal-Fräszentren, also Anlagen in einer Größe, die eigene Hallen und schwere Krantechnik verlangt.
Rulmeca stellt auf dem Gelände der ehemaligen MUNA Trommelmotoren, Tragrollen und Gurttrommeln für Förderbänder her. Daneben gibt es Stahlbau, Kraftwerksanlagenbau und Zulieferbetriebe. Gut ein Fünftel der Beschäftigten in der Stadt arbeitet in der Industrie.
Die Gewerbelagen und was dort hergestellt wird
Für den Werkschutz sind zwei Flächen besonders wichtig. Die Übersicht zeigt, womit dort zu rechnen ist:
| Gebiet | Lage und Größe | Typische Produktion |
|---|---|---|
| Industriegebiet Junkersfeld | früheres WEMA- und Werksgelände | Werkzeugmaschinen, Fördertechnik, Metallbearbeitung |
| Gewerbegebiet Güstener Straße | Anfang der 1990er-Jahre angelegt, 83 Hektar | Vliesstoffe, Verbundstoffe, atmungsaktive Folien, Logistik |
An der Güstener Straße hat sich eine Vliesstoffindustrie angesiedelt, die Hygiene-Vliese, Verbundstoffe und Folien herstellt. Hier laufen Rollenware, Rohstoffe und fertige Paletten in großen Mengen über die Rampen. Über die A 36 mit den Anschlussstellen Aschersleben-West, -Mitte und -Ost sind beide Gebiete direkt an das Fernstraßennetz angebunden.
Werkschutz nach Branche
Im Maschinenbau stehen große Bauteile, Rohlinge und Halbzeuge oft auf Freiflächen. Wertvolle Werkzeuge, Buntmetall und Ersatzteile liegen in Hallen, die nachts leer sind. Der Werkschutz konzentriert sich auf die Ausfahrtkontrolle, auf Rundgänge über das Freilager und auf die Einweisung von Montage- und Servicefirmen, die zu Wartungen oder Abnahmen anreisen.
In der Vliesstoff- und Folienherstellung rückt der Warenfluss in den Vordergrund. Lkw stehen zur Beladung an, Fahrer warten auf Papiere, Rollenware lagert in Hochregalen. Hier sind Wiegescheine, Lieferscheine und Kennzeichen abzugleichen, Wartezonen zu ordnen und Hygienebereiche einzuhalten, die auch für das Torpersonal gelten.
Bei Fördertechnik und Stahlbau gehören Schweiß- und Brennarbeiten zum Alltag. Der Werkschutz kann dann auch die Freigabescheine für Heißarbeiten von Fremdfirmen entgegennehmen und an die zuständige Stelle weitergeben.
Aufgaben an Pforte und Gelände
Welche dieser Aufgaben Ihr Werk braucht, legen wir in einer Dienstanweisung fest. Sie wird angepasst, sobald sich Schichten, Zufahrten oder Lieferzeiten ändern.
- Besetzung der Pforte im Rhythmus Ihrer Schichten, auch an Wochenenden und Feiertagen
- Kontrolle ein- und ausfahrender Fahrzeuge mit Abgleich von Kennzeichen und Frachtpapieren
- Anmeldung, Ausweisausgabe und Einweisung von Besuchern und Fremdfirmen
- Rundgänge über Hallen, Freilager und Rampen mit Uhrzeit im Bericht
- Annahme von Störmeldungen nach Ihrer Alarmanweisung
- Schließen und Öffnen von Toren und Gebäuden nach Ihrem Schließplan
Vorhabenbezogen geplant, fest besetzt
Sachsen-Anhalt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in Aschersleben oder im Salzlandkreis haben wir nicht. Werkschutz übernehmen wir hier vorhabenbezogen: Vor Vertragsbeginn klären wir, ob Anfahrt, Unterbringung und Personal über die gesamte Laufzeit tragen. Erst wenn das gesichert ist, sagen wir zu. Im Einsatz stellen wir ein festes Team mit benannten Vertretungen, damit an Ihrem Tor bekannte Gesichter stehen.
Das Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz und im Landesüberblick Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Für Betriebe weiter östlich an der A 36 lohnt ein Blick auf Bernburg (Saale).
Kosten für Werkschutz in Aschersleben
Für Werkschutz rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil ein Werkschutz meist als Dauerauftrag über viele Monate läuft, entscheiden vor allem die Wochenstunden und ihre Lage im Schichtplan: Ein Tor, das rund um die Uhr besetzt ist, plant sich anders als eine Pforte nur für Nacht und Wochenende. Zusatzaufgaben wie Wiegen, Fremdfirmenverwaltung oder Rundgänge über große Freilager fließen ebenso ein wie der Aufwand, der durch unsere vorhabenbezogene Anreise entsteht.


