Von der Waggonfabrik zum Nutzfahrzeugwerk
Die industrielle Geschichte der Stadt lässt sich an einem einzigen Gelände ablesen. 1898 begann im damals noch selbstständigen Leubnitz die Sächsische Waggonfabrik Werdau, später kamen Lastwagen, Omnibusse und Anhänger hinzu. Unter dem Namen Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ wurden hier der Lkw S4000 gebaut und der W50 bis zur Nullserie entwickelt, ab 1967 lag der Schwerpunkt auf Anhängern und Spezialfahrzeugen.
Nach der Wende wechselten die Eigentümer mehrfach, 2004 entstand per Management-Buy-out SAXAS Nutzfahrzeuge Werdau. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Am SAXAS-Werk rund 500 Menschen und baut Aufbauten für Lkw aller Marken und Anhänger aller Gewichtsklassen. Ein eigener Bereich fertigt Fahrzeuge für Verteidigungszwecke. Daneben nennt die Stadt Textilindustrie, Feinmesstechnik und allgemeinen Maschinenbau als traditionelle Branchen.
Wo in Werdau Werkschutz gefragt ist
Neben dem großen Werk in Leubnitz verteilen sich Gewerbe und Produktion auf mehrere Flächen. Die Stadt weist folgende Gebiete aus:
- Gewerbegebiet Steinpleis im gleichnamigen Ortsteil
- Gewerbegebiet Langenhessen in dem Ortsteil, zu dessen Flur auch die Talsperre Koberbach gehört
- das Gewerbe- und Industriegebiet, das Werdau gemeinsam mit der Gemeinde Fraureuth entwickelt
- das Nutzfahrzeugwerk am SAXAS-Werk im Ortsteil Leubnitz
In der Nachbargemeinde Fraureuth arbeitet zudem ein Hersteller von Wälzlagern und Werkzeugmaschinenspindeln mit über 300 Arbeitsplätzen. Wer hier Werkschutz plant, hat es mit großen Freiflächen, schweren Fahrzeugen und Lieferverkehr über die B 175 und den Autobahnzubringer zwischen A 4 und A 72 zu tun.
Was ein Fahrzeugwerk vom Werkschutz verlangt
Ein Hof voller Fahrgestelle, Kofferaufbauten und Ersatzteile lässt sich nicht wie eine Lagerhalle bewachen. Fertige Fahrzeuge stehen oft im Freien und warten dort auf die Abholung durch Speditionen oder Überführungsfahrer. Unsere Kräfte gleichen bei jeder Ausfahrt Fahrgestellnummer, Kennzeichen und Übergabepapiere ab, damit kein Fahrzeug den Hof ohne Freigabe verlässt. Abholer werden angemeldet, eingewiesen und bis zum Stellplatz begleitet.
Wo für Verteidigungskunden gefertigt wird, gelten oft zusätzliche Auflagen: getrennte Zutrittsbereiche, Besucherlisten mit Ausweisprüfung und ein Fotografierverbot auf dem Gelände. Wir setzen diese Vorgaben nach Ihrer Dienstanweisung um und führen Listen so, dass Ihr Sicherheitsbeauftragter sie jederzeit prüfen kann. Welche Hallen unser Personal betritt und welche nicht, legen Sie vor dem ersten Dienst fest.
Nachts, am Wochenende und in der Werksruhe
Außerhalb der Schichten verlagert sich die Aufgabe auf das Gelände. Rundgänge führen über Abstellreihen, Lackierbereiche, Lager für Achsen und Bleche sowie Containerplätze. Unsere Kräfte prüfen Hallentore, Zaunfelder, Beleuchtung und Tankanlagen, achten auf Fahrzeuge, die nicht auf den Hof gehören, und informieren die Bereitschaft nach Ihrer Alarmliste, wenn Heizung, Druckluft oder Stromversorgung ausfallen.
In Werksferien und bei Umbauten kommen Montagefirmen, Kranbetreiber und Elektriker aufs Gelände. Wir erfassen Fremdfirmen am Tor, prüfen Unterweisung und Arbeitserlaubnis, geben Bereiche nur nach Freigabe frei und gleichen am Abend ab, ob alle Monteure das Werk verlassen haben. Löst die Brandmeldeanlage aus, empfangen wir die Feuerwehr am Tor und führen sie zum Melder.
Werkschutz in Werdau ohne eigenes Büro im Land
Sachsen liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, im Landkreis Zwickau unterhalten wir keine Niederlassung. Für Werdau arbeiten wir daher vorhabenbezogen: Zuerst klären wir, ob Anreise, Unterkunft und Ablösung für Ihre Schichten auf Dauer tragen. Passt das nicht, sagen wir es offen. Passt es, besetzt ein festes Team mit benannter Vertretung Ihre Pforte und lernt das Werk bei einer gemeinsamen Begehung kennen.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundlagen zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen. Zur Stadt allgemein lesen Sie mehr auf der Seite Sicherheitsdienst Werdau, für Betriebe im östlichen Nachbarort auf Zwickau.
Was Werkschutz in Werdau kostet
Als Richtwert für Werkschutz rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo genau der Preis liegt, hängt davon ab, ob ein Tor nur in den Nacht- und Wochenendstunden besetzt wird oder durchgehend mit Abfertigung von Sattelzügen, ob Fremdfirmenverwaltung und Fahrzeugübergaben dazukommen und welchen Aufwand die Anreise erfordert. Für Daueraufträge über viele Monate stellen wir verschiedene Wochenpläne nebeneinander, damit Sie Besetzung und Kosten vergleichen können.


