Vom Motorradwerk zum Verwaltungsstandort
1923 wurde in Bad Homburg die Motorradmarke Horex gegründet, die Fabrik lag in der Nähe des Bahnhofs. Die Motorradfertigung endete 1956, 1960 übernahm Daimler-Benz die Anlagen, inzwischen ist das Werk abgetragen. Der Büro- und Gewerbepark Mitte, angelegt 1903 und mit rund 57 Hektar heute das größte Gewerbegebiet der Stadt, hat seit den 1980er Jahren einen Strukturwandel erlebt: Es produzieren dort nur noch wenige Unternehmen, Verwaltungen und Dienstleister haben die Hallen abgelöst.
Für den Werkschutz bedeutet das eine Mischung. Einige Betriebe fertigen weiter und brauchen klassische Tor- und Rampenkontrolle, andere sind Konzernsitze, deren Gelände mit Zufahrt, Tiefgarage und Besucherzentrum ebenso geregelt sein muss.
Betriebslagen in Bad Homburg
Die folgenden Unternehmen und Gebiete nennen wir nur zur Einordnung, es sind keine Kunden von uns:
- Schaberweg: Stammsitz von Ringspann, Hersteller von Freiläufen, Industriebremsen, Kupplungen und Spannzeugen
- Büro- und Gewerbepark Mitte: historisch Horex und P.I.V., heute überwiegend Büro und Verwaltung
- Gewerbegebiet Niederstedter Weg: Schwerpunkt Produktion und Handel
- Gewerbegebiete Alte Sattelfabrik und Steinmühlstraße: Handwerk und Handel
- Südcampus: 21 Hektar, seit 1981 Gewerbestandort, heute Büros, Hochschule und Wohnen nebeneinander
- Firmensitze unter anderem von Fresenius, der Deutschen Leasing und Kawasaki Gas Turbine Europe
Am Tor: Lieferanten, Monteure und Gäste
In einem produzierenden Betrieb zählt am Tor vor allem Ordnung im Lieferverkehr. Fahrer melden sich an, Kennzeichen und Spedition werden mit der Avisierung abgeglichen, die Rampe wird nach Ihrem Plan zugewiesen. Ausgehende Sendungen prüfen wir auf Wunsch nach Lieferschein, Plombe oder Palettenzahl. Wer nicht angemeldet ist, wartet außerhalb, bis die Zuständigkeit geklärt ist.
In einer Konzernzentrale verschiebt sich das Gewicht: Gäste aus dem In- und Ausland, Termine im Vorstandsbereich, Fremdfirmen für Haustechnik und Kantine. Wir führen die Besucherliste, geben Tagesausweise aus, holen Gäste ab und begleiten Monteure in Technikräume. Bei Hauptversammlungen oder Betriebsfesten verstärken wir die Pforte für den Tag.
Mit dem Gewerbegebiet am Massenheimer Weg in Ober-Eschbach bereitet die Stadt neue Flächen vor allem für kleine und mittlere Handwerks- und Gewerbebetriebe vor. Wer dort neu baut und einzieht, hat in den ersten Monaten oft offene Hallen, noch nicht eingemessene Alarmtechnik und viel Lieferverkehr. In dieser Übergangszeit kann eine besetzte Zufahrt sinnvoll sein, bis Zaun, Tor und Technik vollständig stehen.
Nachts, am Wochenende und im Stillstand
Wenn die Büros leer sind, bleiben Parkdecks, Lieferhöfe und Außenlager. Unsere Kräfte gehen Zäune, Hallentore und Notausgänge zu wechselnden Zeiten ab und halten jeden Kontrollpunkt mit Uhrzeit im Bericht fest. Meldet Ihre Gefahrenmeldeanlage einen Alarm an die Leitstelle Ihres Errichters, kann diese uns verständigen; wir prüfen dann vor Ort und informieren die von Ihnen benannte Person.
Bei Umbauten und Revisionen arbeiten oft viele Handwerker gleichzeitig auf dem Gelände. Wir prüfen die Unterweisung nach Ihrer Liste, geben Ausweise aus und achten darauf, dass Bereiche wie Serverräume oder Labore nur mit Begleitung betreten werden.
Betriebe mit weiteren Standorten in Frankfurt am Main können den Werkschutz dort über denselben Ansprechpartner abstimmen.
Ablauf und Qualifikation
Hessen gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, im Land unterhalten wir kein Büro. Vor einem Angebot prüfen wir deshalb, ob Schichtplan, Zahl der Posten und Laufzeit mit unserem Personal und der Anfahrt zusammenpassen. Wenn das nicht trägt, sagen wir ab, statt eine Besetzung zu versprechen, die wir nicht halten.
Steht der Auftrag, bekommen Sie einen festen Ansprechpartner, eine Dienstanweisung je Posten und ein Torbuch, das wir für Sie führen. Wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, alle übrigen Kräfte mindestens die Unterrichtung. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar.
Kosten für Werkschutz in Bad Homburg
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die über Jahre im festen Schichtplan läuft, ist pro Stunde günstiger als eine Verstärkung für ein einzelnes Wochenende. Teurer wird es durch Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, durch Sachkunde an jedem Posten und durch Zusatzaufgaben wie Ladungskontrolle oder Empfang in einer zweiten Sprache.
Ruht der Betrieb am Wochenende, reichen oft Kontrollen zu wechselnden Zeiten statt einer durchgehend besetzten Pforte. Das ganze Land behandeln wir unter Werkschutz in Hessen.


