Mehr Hauptsitze, als man einer Kleinstadt zutraut
Für eine Stadt dieser Größe ist die Liste der Unternehmenszentralen bemerkenswert. Der Antriebshersteller Getriebebau Nord hat hier seit 1965 seinen Hauptsitz und fertigt auch am Ort. Langnese-Honig ist ebenso am Ort ansässig, Aldi Nord unterhält eine Regionalniederlassung mit großem Zentrallager, der Backring Nord steuert seit 2012 seine Geschäfte von hier aus, der Softwareanbieter Topmotive sitzt seit 1994 in der Stadt, und der Hundeleinenhersteller flexi zog 1990 aus Hamburg hierher.
Diese Mischung ist für den Werkschutz typisch für das Hamburger Umland: Neben Werkhallen gibt es Entwicklungsabteilungen, Rechenzentren, Musterräume und Verwaltungen, in denen vertrauliche Unterlagen liegen. Der Schutz gilt deshalb nicht nur Maschinen und Material, sondern auch Daten, Rezepturen und Konstruktionswissen.
Die Gewerbeflächen im Südosten der Stadt
Der größte Teil des produzierenden Gewerbes liegt an der Hammoorer Chaussee, der L 89, die Bargteheide über Hammoor mit der A 1 verbindet:
- Gewerbegebiet Langenhorst – rund 40 Hektar, über eine einzige Zufahrt von der L 89 erschlossen und im Bebauungsplan ausdrücklich für produzierendes Gewerbe vorgesehen
- Gewerbeflächen an der Rudolf-Diesel-Straße – ältere Betriebsflächen mit Handwerk und Produktion
- Carl-Benz-Weg und Am Redder – Gewerbe und gemischte Nutzung nördlich der L 89
- Betriebsflächen der großen Firmensitze im übrigen Stadtgebiet, darunter das Zentrallager eines Lebensmittelhändlers
Dass Langenhorst nur eine Zufahrt hat, ist für Kontrollen hilfreich: Wer das Gebiet nachts befährt, kommt am selben Punkt hinein und wieder heraus. Gleichzeitig sind die Grundstücke durch Knicks und Baumreihen gegliedert, was die Sicht auf Zäune und rückwärtige Tore einschränkt.
Aufgaben an Tor und Gelände
Kern des Werkschutzes ist die Pforte. Unsere Kräfte gleichen Besucher mit Ihrer Anmeldeliste ab, geben Besucherausweise aus, weisen Fremdfirmen in Sicherheitsregeln ein und dokumentieren, wer wann mit welchem Fahrzeug das Gelände betreten oder verlassen hat. Bei Lieferverkehr prüfen wir Frachtpapiere gegen das erwartete Avis und leiten Fahrer an die richtige Rampe.
Außerhalb der Schichten gehen wir das Werk nach einem festen Plan ab: Rolltore, Notausgänge, Zäune, Außenlager, Technikzentralen. Wo Hochregale oder Lagerflächen mit hohem Warenwert vorhanden sind, legen wir zusätzliche Kontrollpunkte fest. Störmeldungen aus Gebäudeleittechnik oder Brandmeldeanlage nehmen wir entgegen und handeln nach Ihrer Alarmanweisung.
Bei Schichtwechseln und am Wochenende, wenn Wartungsfirmen im Werk arbeiten, lohnt sich ein Blick auf die Zahl der Personen auf dem Gelände. Wir führen Listen, sodass im Notfall bekannt ist, wer sich wo aufhält.
Zum Werkschutz gehört auch der Blick auf das Verhalten am Zaun. Fahrzeuge, die mehrfach langsam an der Grenze des Geländes entlangfahren, Personen, die Rolltore fotografieren, oder ein beschädigtes Zaunfeld nach dem Wochenende – solche Beobachtungen halten wir fest und geben sie an Ihre Werkleitung weiter. Oft sind es genau diese kleinen Hinweise, die später einen Einbruchsversuch erklären oder verhindern helfen.
Planung, Personal und Nachweise
Bargteheide gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung läuft über den Hauptsitz in Neumünster; über die A 21 und die A 1 sind die Gewerbeflächen gut angebunden. Für Dauerbesetzungen bilden wir einen festen Stamm, der das Werk kennt, damit Gesichter an der Pforte nicht ständig wechseln.
Die Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Pfortendienst mit Kontrollbefugnissen setzen wir bevorzugt Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie unter Werkschutz, den Landesüberblick unter Werkschutz in Schleswig-Holstein. Alle Leistungen am Ort finden Sie auf Sicherheitsdienst Bargteheide.
Kosten im Dauerauftrag
Werkschutz wird meist über Monate oder Jahre vereinbart. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde; wo genau, hängt von der Qualifikation an der Pforte, vom Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden und von zusätzlichen Aufgaben wie Leitstandsbedienung ab. Bei einer festen Besetzung rund um die Uhr verteilen sich Einarbeitung und Planung auf viele Stunden, was den Preis je Stunde eher in den unteren Bereich führt. Im Angebot sehen Sie jede Position einzeln.
Wer zunächst nur die Nächte und Wochenenden abdecken möchte, kann klein anfangen und die Besetzung später erweitern, etwa wenn ein neuer Hallenabschnitt in Betrieb geht oder das Besucheraufkommen steigt. Änderungen am Umfang stimmen wir mit einem Vorlauf ab, der Ihnen und uns die Planung erleichtert.


