Heißarbeiten in Industrie und Gewerbe
Bargteheide ist Hauptsitz eines Antriebsherstellers, der am Stammsitz auch produziert. Hinzu kommen Lebensmittelbetriebe, ein großes Zentrallager und zahlreiche Handwerksbetriebe an der Rudolf-Diesel-Straße und im Gewerbegebiet Langenhorst. In solchen Betrieben wird regelmäßig umgebaut, erweitert und instand gesetzt: Stahlbühnen werden angeschweißt, Rohrleitungen getrennt, Hallendächer mit Bitumenbahnen abgedichtet.
Viele Versicherer und Betriebsanweisungen verlangen für solche Arbeiten einen Erlaubnisschein und eine Person, die während und nach der Arbeit ausschließlich auf Brandgefahr achtet. In Lagern mit hohen Regalen ist das besonders wichtig, weil sich Glut zwischen Verpackungen und Paletten lange unbemerkt halten kann.
Ein zweiter Anlass sind abgeschaltete Brandmeldeanlagen. Während eines Umbaus werden Melder oft abgedeckt oder ganze Bereiche vom Netz genommen, damit Staub keinen Fehlalarm auslöst. Für diese Zeit übernimmt eine Brandwache die Überwachung durch regelmäßige Gänge durch die betroffenen Räume, bis die Technik wieder vollständig arbeitet.
Altbau, Reet und Denkmal
Die zweite Gruppe sind Arbeiten an alter Bausubstanz. Die Kirche an der Alten Landstraße ist in Teilen rund 700 Jahre alt; die Denkmalliste führt sie samt Ausstattung, Kirchhof und Umwallung. Weitere geschützte Gebäude in der Stadt sind:
- das Fachhallenhaus Lohe 19 aus dem 19. Jahrhundert mit Reetdach
- der Utspann, ein Fachwerkhaus an der Hamburger Straße, heute Gaststätte
- das Bahnhofsempfangsgebäude und das Stellwerk Bargteheide-West an der Bahnhofstraße
- das Landhaus Lüneburg An den Stücken, ein Backsteinbau von 1925 mit Stall
- das Wohnhaus Struhbarg 1 von etwa 1910 mit achteckigem Eckerker
Bei Reetdächern, Holzbalkendecken und verkleideten Hohlräumen genügt ein Funke, der hinter eine Verschalung fällt. Hier planen wir die Nachbeobachtung großzügig und sprechen mit Dachdecker oder Restaurator ab, welche Bereiche besonders gefährdet sind.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Das Kleine Theater, 1954 als Kino eröffnet und 1980 um ein Bühnenhaus erweitert, ist der wichtigste Spielort des Kulturrings Bargteheide. Wenn Bühnenaufbauten, Scheinwerfer, Nebel oder offenes Licht zum Einsatz kommen, kann eine Brandsicherheitswache vorgesehen sein. Unsere Kraft kontrolliert vor Beginn Rettungswege und Notausgänge, beobachtet während der Vorstellung Bühne und Saal und steht bereit, um einen Entstehungsbrand zu bekämpfen oder die Räumung einzuleiten.
Ob eine Brandsicherheitswache durch die Feuerwehr gestellt werden muss oder ob eine Fachkraft eines Dienstleisters genügt, legen die zuständigen Stellen fest. Wir klären das vorab mit dem Veranstalter.
Auch Sportstätten und Schulaulen werden für Feiern, Konzerte und Abschlussbälle genutzt. Wenn dort Bühnen aufgebaut, Dekoration aufgehängt oder Lichttechnik betrieben wird, gelten dieselben Grundsätze: Rettungswege frei, Brandlasten im Blick, eine Person, die weiß, wo Löscher, Handmelder und Sammelplatz sind.
Ablauf, Ausrüstung und Protokoll
Vor Beginn sichtet die Kraft den Erlaubnisschein, prüft Abdeckungen und Abschottungen und stellt geeignete Feuerlöscher bereit. Während der Arbeiten bleibt sie an der Stelle, von der aus sie Funkenflug und angrenzende Räume übersieht, auch Etagen darunter oder dahinter. Nach Ende folgt die Nachkontrolle in festgelegten Abständen; Beginn, Ende und jede Kontrolle stehen im Protokoll, das Sie nach dem Einsatz erhalten.
Bargteheide liegt in unserer Kernregion Nord und wird aus Neumünster disponiert. Die Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und eine Einweisung in Löschmittel und Meldewege. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Schleswig-Holstein und das Gesamtangebot für die Stadt auf Sicherheitsdienst Bargteheide. Für Arbeiten in Nachbarstädten wie Bad Oldesloe planen wir ebenso.
Was eine Brandwache kostet
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Uhrzeit, denn Betriebe verlegen Heißarbeiten gern in die Nacht oder auf den Sonntag, und die Dauer der Nachkontrolle, die als Einsatzzeit zählt. Bei Arbeiten über mehrere Tage planen wir dieselbe Kraft durchgehend ein, damit sie das Gebäude kennt. Für sehr kurze Einsätze gilt eine Mindestdauer, die im Angebot ausgewiesen ist.
Hilfreich für eine genaue Planung sind ein paar Angaben vorab: welches Gebäude, welche Geschosse, welches Verfahren – Schweißen, Brennschneiden, Flämmen oder Löten – und wie lange Ihr Erlaubnisschein die Nachkontrolle vorschreibt. Mit diesen Punkten können wir in der Regel noch am selben Tag ein verbindliches Angebot machen.


