Vom Landmaschinenbau zur Bootswerft
Zu DDR-Zeiten hatte Barth mehrere Großbetriebe: den VEB Landmaschinenbau, später Schiffsanlagenbau Barth, ein Betonwerk, eine Zuckerfabrik, die Fischfabrik, eine Brauerei und eine Bootswerft. Nach 1990 wurden die meisten abgewickelt. Von der Fischfabrik steht nur noch der Verwaltungstrakt, das Bier aus Barth wird seit 2020 nicht mehr gebraut.
Geblieben ist die Verbindung zum Wasser. Zeitweise gab es in der Stadt bis zu sieben Werften, und noch heute arbeiten am Bodden die Schiffswerft Barth, die Werft Rammin und der Bootsservice von Dirk Rammin. Das Maritim Center Marks bietet Sommerliegeplätze und Winterlager, die Segelmacherei Konow sitzt am Wirtschaftshafen. Dazu kommen Motoren-, Sattler- und Yachtservice-Betriebe.
Werkschutz-Schwerpunkte in Barth
Die Liste zeigt reale Betriebsstandorte und Anlagen in und bei Barth, an denen Werkschutz typischerweise gebraucht wird. Es handelt sich nicht um Kunden.
- Werften und Bootsbaubetriebe am Bodden, deren Hallen, Slipflächen und Materiallager außerhalb der Arbeitszeit offen zugänglich wären.
- Der Wirtschaftshafen mit Segelmacherei und Servicebetrieben sowie der Stadthafen, in dem Kranarbeiten bis 180 Tonnen möglich sind.
- Winterlagerflächen mit dicht gestellten Booten, Motoren und Elektronik.
- Die Photovoltaikanlagen nördlich der Start- und Landebahn des Ostseeflughafens Stralsund-Barth, zusammen rund 68 Megawatt-Peak.
- Tankstellen für Wasserfahrzeuge im Stadthafen, an denen Diesel und Kraftstoff lagern.
Solarfelder am Flugplatz: viel Zaun, wenig Menschen
Südlich der Stadt, rund drei Kilometer vom Zentrum, liegt der Ostseeflughafen Stralsund-Barth mit einer 1.685 Meter langen Asphaltbahn. Seit 2012 werden nördlich davon Solarparks betrieben, einer davon war der erste in Deutschland ohne EEG-Förderung. Solche Anlagen haben kilometerlange Zäune, Wechselrichter und Kabeltrassen, aber kaum Personal vor Ort.
Werkschutz bedeutet hier vor allem Streife entlang der Umzäunung, Kontrolle von Toren und Übergabestationen sowie Begleitung von Fremdfirmen bei Wartung. Für Flächen, die dem Flugbetrieb zugeordnet sind, gelten luftsicherheitsrechtliche Regeln. Was ohne eigene Zulassung möglich ist, klären wir vor dem ersten Dienst mit dem Betreiber.
Betrieben wird der Platz von der Ostseeflughafen Stralsund-Barth GmbH, an der der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Hansestadt Stralsund und die Stadt Barth beteiligt sind. 2025 zählte er 8.461 Flugbewegungen und 6.680 Fluggäste. Für Betriebe im Umfeld heißt das: Neben Wartungsfirmen der Solarparks fahren auch Flugschüler, Gäste und Lieferanten über dieselben Zufahrten. Eine klare Regel, wer welches Tor nutzen darf, und eine Streife, die offene Tore sofort meldet, verhindern, dass ein Gelände unbemerkt zugänglich bleibt.
Aufgaben am Werkstor
Ein Werft- oder Hafengelände in Barth hat selten nur ein Tor. Zulieferer kommen über die Straße, Kunden mit dem Boot, Mitarbeiter von Subunternehmern zu wechselnden Zeiten. Der Werkschutz hält fest, wer wann mit welchem Fahrzeug aufs Gelände fährt, gleicht Lieferscheine ab und weist Besucher in Sicherheitsregeln ein.
Nach Feierabend wechselt die Aufgabe: Hallentore, Werkstätten und Container werden geprüft, Krananlagen und Stapler gesichert, Stege und Wasserseite kontrolliert. Jede Abweichung steht mit Uhrzeit im Bericht, der Ihnen morgens vorliegt.
Für Werften mit Kunden, die ihre Boote selbst besichtigen wollen, legen wir zusätzlich fest, zu welchen Zeiten Eigner aufs Gelände dürfen und wer sie dabei begleitet.
- Zufahrts- und Besucherkontrolle mit Fahrzeugliste
- Fremdfirmen-Einweisung und Begleitung
- Warenein- und -ausgang mit Lieferscheinabgleich
- Rundgänge über Hallen, Lager und Wasserseite
- Meldung an Ihren Ansprechpartner bei Abweichungen
Personal und Erreichbarkeit
Barth liegt in Mecklenburg-Vorpommern und damit in unserer Kernregion Nord. Ein eigenes Büro in der Stadt gibt es nicht, die Planung erfolgt aus unserem Personalstamm mit Hauptsitz in Neumünster. Betriebe mit weiteren Standorten in Stralsund oder Grimmen haben bei uns einen Ansprechpartner für alle Orte.
Unsere Werkschutzkräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zum Leistungsbild beschreibt die Seite Werkschutz.
Kosten für Werkschutz
Werkschutz wird meist als Dauerauftrag mit festen Schichten vergeben. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; wo ein Betrieb in dieser Spanne liegt, entscheiden Nachtanteil, Wochenendschichten, Zahl der Tore und die Größe der Fläche, die bestreift wird.
Bei Solarfeldern und Winterlagern reicht oft eine Streife in festen Abständen statt dauerhafter Besetzung. Wir zeigen Ihnen vorab beide Varianten mit Stundenansatz.


