Denkmale aus Backstein, Dachstühle aus Holz
Die St.-Marien-Kirche ist eine Hallenkirche der Backsteingotik aus dem 13. Jahrhundert, deren Inneres Friedrich August Stüler 1856 neogotisch umgestaltet hat; in ihr steht eine Orgel von Buchholz. Zur mittelalterlichen Befestigung gehören das Dammtor aus dem 15. Jahrhundert, der Fangelturm und Reste der Wälle. Das Adlige Fräuleinstift entstand 1733 an der Stelle des abgebrochenen Schlosses.
Dazu kommen das ehemalige Kaiserliche Postamt von 1888, der Wasserturm in der Sundischen Straße, Bürgerhäuser der Altstadt und die Hospitalkapelle St. Jürgen aus dem 14. Jahrhundert. Hinter massiven Mauern stecken hölzerne Dachstühle, Turmhelme und Emporen. Funken, die bei Dachdecker-, Klempner- oder Leitungsarbeiten in Fugen fallen, können dort stundenlang unbemerkt glimmen.
Orte in Barth, an denen Brandwachen anfallen
Die Aufzählung nennt reale Gebäude und Betriebsarten in Barth, bei denen Brandsicherheitswachen typischerweise gefordert werden. Aufträge sind damit nicht gemeint.
- St.-Marien-Kirche, Dammtor, Fangelturm und Fräuleinstift bei Arbeiten an Dach, Blech, Turm und Elektrik.
- Werften und Bootsbaubetriebe am Bodden, wenn an Rümpfen, Aufbauten oder Masten geschweißt und geschnitten wird.
- Der Stadthafen mit Wassertankstelle und Kraftstoffabgabe, bei Arbeiten an Leitungen und Stegen in der Nähe.
- Neubauten am Osthafen, solange Dachabdichtung und Installation laufen.
- Feste wie „Licht und Feuer“ auf dem Marktplatz und Bühnenveranstaltungen auf der Freilichtbühne, wenn die Genehmigung eine Brandwache vorsieht.
Heißarbeiten in Werften
Barth hatte zeitweise bis zu sieben Werften, und Schiffbau prägt die Stadt bis heute. In Werfthallen wird geschweißt, geflext und beschichtet, oft neben Holz, Kunststoff, Farben und Lösemitteln. Bei Reparaturen an Booten im Winterlager stehen weitere Fahrzeuge eng daneben, jedes mit Tank und Polstern.
Eine Brandwache achtet während der Arbeit auf Funkenflug in Nachbarbereiche, hält Feuerlöscher bereit und greift sofort ein, wenn etwas zu schwelen beginnt. Nach Arbeitsende bleibt sie, bis Bauteile und Umgebung abgekühlt sind. Ob Sie eine Wärmebildkamera bereitstellen, klären wir vorher; ansonsten wird von Hand und mit dem Auge geprüft.
Am Hafen kommt eine weitere Gefahrenquelle hinzu. Im Stadthafen gibt es eine Wassertankstelle sowie Kraftstoffabgabe, und Kranarbeiten bis 180 Tonnen bringen schwere Technik nah an Stege und Boote. Wer dort Geländer schweißt oder Leitungen erneuert, sollte Abstand und Löschmittel besonders sorgfältig planen.
Ablauf einer Brandsicherheitswache
Vor Beginn sehen wir uns mit dem ausführenden Betrieb den Arbeitsbereich an. Brennbares wird entfernt oder abgedeckt, Öffnungen zu Hohlräumen werden geschlossen, Löschmittel und Fluchtwege geprüft. Erst wenn der Erlaubnisschein vollständig ist, beginnt die Arbeit.
Während der Heißarbeit beobachtet die Wache ausschließlich die Gefahrenstelle und angrenzende Räume, auch unter und über dem Arbeitsbereich. Die Nachkontrolle dauert so lange, wie es Bauteil und Erlaubnisschein verlangen, bei Dachstühlen oft mehrere Stunden. Beginn, Ende, Kontrollgänge und Feststellungen kommen mit Uhrzeit ins Protokoll.
Wird während der Arbeit eine Brandmeldeanlage abgeschaltet, übernehmen wir für diese Zeit auch die Rundgänge in den betroffenen Räumen, bis die Anlage wieder scharf ist.
- Begehung und Freimachen der Umgebung
- Bereitstellen der Löschmittel
- Beobachtung während der Arbeit
- Nachkontrolle bis zur Freigabe
- Protokoll mit Gegenzeichnung
Brandwache aus der Kernregion Nord
Barth gehört zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in der Stadt unterhalten wir nicht. Brandwachen planen wir aus unserem Personalstamm mit Hauptsitz in Neumünster. Für Betriebe, die auch in Ribnitz-Damgarten oder Stralsund arbeiten, gelten dieselben Abläufe und derselbe Ansprechpartner.
Die eingesetzten Kräfte sind vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen und nach § 34a GewO unterrichtet, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen.
Was eine Brandwache in Barth kostet
Brandwachen werden mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde berechnet. Den größten Einfluss hat der Nachtanteil: Endet eine Dacharbeit am Nachmittag, läuft die Nachkontrolle oft bis in den Abend oder die Nacht hinein, und diese Stunden liegen höher als Tagesstunden.
Wochenendarbeit, Feiertage und sehr kurzfristige Aufträge wirken ebenfalls auf den Preis. Sie erhalten vorab eine Aufstellung, getrennt nach Arbeitszeit und Nachkontrolle.


