Industrie an der Bergstraße: wer in Bensheim produziert
Den größten Arbeitgeber im Kreis Bergstraße findet man in der Fabrikstraße: Hier hat Dentsply Sirona seinen deutschen Sitz, hervorgegangen aus der früheren Siemens-Tochter Sirona. Röntgengeräte für Zahnarztpraxen wie das Heliodent Plus werden in Bensheim gefertigt. Daneben sind TE Connectivity, Suzuki Deutschland, der Kuvertiersystem-Hersteller Kern und der Hebebühnenanbieter TwinBusch in der Stadt ansässig, die Deutsche Papier Vertriebs GmbH betreibt ein Hochregallager.
Für Werkschutz bedeutet diese Mischung: Medizintechnik braucht geregelten Zutritt, Lager und Versand brauchen Kontrolle an Tor und Rampe, kleinere Betriebe oft nur Präsenz zu Schichtwechsel und Feierabend.
Betriebe und Flächen mit typischem Werkschutzbedarf
Genannt werden reale Standorte, um die Struktur zu zeigen. Keiner davon ist Kunde von Staffsec:
- Dentsply Sirona, Fabrikstraße 31: Fertigung von Dentaltechnik, unter anderem Röntgengeräte für Praxen
- Gewerbegebiet Stubenwald westlich der A 5: Gewerbehallen an der Bertha-Benz-Straße, dazu ein Trainingszentrum der BMW Group
- Erweiterung Stubenwald II: rund 4,2 Hektar Planfläche, davon 3 Hektar Gewerbe, zuerst für die Umsiedlung eines kunststoffverarbeitenden Betriebs aus Auerbach
- Hochregallager der Deutschen Papier Vertriebs GmbH: großer Warenumschlag mit Lkw-Verkehr
- GGEW AG: regionaler Energie- und Wasserversorger mit Sitz in Bensheim
Zutritt in der Medizintechnik
Wer Geräte für Praxen und Kliniken baut, arbeitet mit Prototypen, Prüfständen und Zulassungsunterlagen. An der Pforte geht es deshalb um mehr als ein Namensschild: Besucher werden angemeldet und abgeholt, Fremdfirmen erhalten einen Ausweis nur für die vereinbarten Bereiche, und wer das Gelände mit Geräten oder Kartons verlässt, wird nach den Regeln Ihrer Dienstanweisung kontrolliert.
Außerhalb der Arbeitszeit übernehmen unsere Kräfte Runden durch Flure, Technikräume und Außenanlagen, prüfen verschlossene Türen und melden offene Fenster oder laufende Maschinen an den Bereitschaftskontakt. Bei einer Störmeldung aus der Gebäudetechnik folgen sie der Meldekette, die Sie vorab festlegen.
Anders liegt der Schwerpunkt in einem Hochregallager oder bei einem Versorger. Im Lager zählt, dass Ware nur mit Papieren das Gelände verlässt und dass Stapler, Ladezonen und Außenflächen nach Schichtende niemandem offenstehen. Bei Energie- und Wasseranlagen geht es um verschlossene Schaltstellen, Zäune ohne Lücken und Fremdfirmen, die nur mit Begleitung an empfindliche Technik gelangen. Für beide Fälle schreiben wir eigene Kontrolllisten, statt eine Vorlage aus der Fertigung zu übertragen.
Tore, Rampen und Hallen im Stubenwald
Das Gewerbegebiet Stubenwald liegt verkehrsgünstig zwischen der Anschlussstelle Bensheim an der A 5 und der B 47 Richtung Lorsch. Für Lager und Speditionen kann das heißen, dass Lkw zu allen Tageszeiten eintreffen, auch nachts und am Wochenende. Am Tor gleichen wir Kennzeichen und Lieferscheine mit den angemeldeten Fahrten ab, weisen Fahrer an die richtige Rampe und halten fest, wer wann auf das Gelände gefahren ist.
Für die Erweiterungsfläche sieht eine Planänderung aus dem Jahr 2024 vor, dass sich auch Betriebe mit sehr hohen Hygieneanforderungen ansiedeln können, die Begründung nennt die Pharmabranche als Beispiel. Wo Reinräume entstehen, müssen auch Sicherheitskräfte Hygieneregeln für Schleusen und Kleidung kennen. Das nehmen wir in die Einweisung auf.
Betriebe mit weiteren Werken in Lampertheim oder Viernheim stimmen alle Standorte mit einem Ansprechpartner ab.
Vom Erstgespräch bis zur ersten Schicht
Da wir in Hessen kein eigenes Büro unterhalten, prüfen wir jede Anfrage aus Bensheim zuerst auf Machbarkeit: Wie viele Posten sind zu besetzen, wie sieht das Schichtmodell aus, gilt der Auftrag für Wochen oder Jahre? Erst wenn wir die Besetzung verlässlich darstellen können, erstellen wir ein Angebot.
Im nächsten Schritt entsteht für jede Pforte eine Dienstanweisung mit Zutrittsregeln, Besucherablauf, Kontrollpunkten und Notfallnummern. Unsere Kräfte lernen das Werk vor dem ersten Dienst vor Ort kennen; sie bringen mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO mit, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidung die Sachkundeprüfung. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200, erreichbar Tag und Nacht unter +49 4321 78 33 590.
Preise für Werkschutz
Je nach Umfang liegt Werkschutz bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein langfristiger Auftrag mit fester Pfortenbesetzung im Tagdienst bewegt sich eher unten in der Spanne, ein Dreischichtbetrieb mit Wochenenden, Feiertagen und Sachkundeanforderungen eher oben. Auch die Zahl der Tore und die Frage, ob zusätzlich Streifen über das Gelände nötig sind, wirken sich aus.
Wie wir Werkschutz im ganzen Bundesland planen, lesen Sie unter Werkschutz in Hessen.


