Zwischen Rebhängen und Lagerhallen
Bingen liegt im Landkreis Mainz-Bingen an der Mündung der Nahe in den Rhein. Mit rund 578 Hektar bestockter Rebfläche zählt die Stadt zu den großen Weinbaugemeinden Rheinhessens. Im Osten hat sich entlang der A 60 zugleich ein Schwerpunkt für Logistik und Getränkewirtschaft gebildet. Der frühere Güterhafen ist aufgegeben, am Fluss zählt heute vor allem der Personenverkehr der Fahrgastschiffe.
Für Werkschutz sind in Bingen deshalb weniger Fabriktore mit Tausenden Beschäftigten typisch als Lager, Kellereien und gemischte Gewerbeparks, in denen Waren von hohem Wert schnell umgeschlagen werden. Die folgende Übersicht beschreibt diese Struktur anhand realer Standorte. Kunden von Staffsec sind darunter nicht:
- Gewerbepark Bingen-Ost in Kempten: Die frühere Anschlussstelle Gaulsheim wurde 2008 aufgegeben, weil die Logistikzentren in Kempten seither über die Anschlussstelle Bingen-Ost aus beiden Richtungen erreichbar sind
- Logistikzentrallager der Globus-Gruppe in Bingen-Ost, das die Stadtbeschreibung unter den Unternehmen am Ort führt; 2012 kündigte Globus dort ein automatisiertes Lager für langsam drehende Artikel an
- Weinkellerei Reh Kendermann, die nach eigener Darstellung Markenweine und Handelsmarken abfüllt, Lohnfüllungen anbietet und in 39 Länder exportiert; die Stadt führt den Neubau eines Fassweinlagers am Ockenheimer Graben
- Gewerbe- und Industriepark Bingen am Rhein & Grolsheim an der Anschlussstelle Bingen-Sponsheim/Grolsheim, die beim Umbau des Dreiecks Nahetal 2006 und 2007 einen Autohof erhielt
- Gewerbepark Scharlachberg, den die Stadtbeschreibung als zweiten Schwerpunkt für Dienstleistungsgewerbe nennt
Logistik: Wer fährt vor, was fährt hinaus?
In einem Zentrallager für Warenhäuser kommt Ware von vielen Lieferanten an und verlässt das Gelände in Touren zu den Märkten. Genau an dieser Schnittstelle entsteht der Kontrollbedarf: Fahrer, Kennzeichen und Ladung müssen zur angemeldeten Fahrt passen, Wechselbrücken und Auflieger stehen oft stundenlang auf dem Hof, und nachts ist das Gelände groß, aber dünn besetzt.
Unsere Kräfte gleichen am Tor Fahrzeug und Papiere mit Ihrer Avisliste ab, weisen Hofplätze oder Rampen nach Ihrer Vorgabe zu und vermerken jede Ein- und Ausfahrt. Plomben und Siegel prüfen sie auf Unversehrtheit, wenn Sie das vorsehen. Zwischen den Fahrzeugbewegungen gehen sie über Hof und Abstellflächen und achten auf geöffnete Planen, beschädigte Zäune und Personen ohne erkennbaren Auftrag.
Wein in Tanks, Flaschen auf Paletten
Kellereien folgen einem eigenen Jahreslauf. Zur Lese im Herbst treffen Trauben und Most in kurzer Zeit in großen Mengen ein, über das Jahr wird gelagert, verschnitten, gefüllt und verladen. Fassweinlager enthalten Tankinhalte von erheblichem Wert, Abfüllhallen bergen Leergut, Verschlüsse und fertige Paletten. Dazu kommt der Verkehr von Lohnkunden, die ihre abgefüllte Ware selbst abholen.
Werkschutz in einer Kellerei heißt deshalb: klare Regeln, wer Tanklager und Füllhallen betreten darf, Begleitung von Fremdfirmen bei Wartung und Reinigung, Kontrolle von Toren und Zugängen nach Schichtende und ein regelmäßiger Blick auf die Außenflächen, auf denen Paletten stehen. Wie genau beim Verlassen des Geländes kontrolliert wird, bestimmen Sie; wir setzen es um und halten Abweichungen schriftlich fest.
Fremdfirmen, Ausweise, Schichtwechsel
In Gewerbeparks mit mehreren Mietern verschwimmen Grenzen schnell: Ein Handwerker, der für einen Betrieb arbeitet, steht plötzlich in der Halle des Nachbarn. Mit Ihnen legen wir fest, welche Bereiche zu welchem Ausweis gehören, wer Besucher am Empfang abholt und welche Türen außerhalb der Arbeitszeit geschlossen bleiben.
Beim Schichtwechsel übergeben unsere Kräfte schriftlich: offene Vorgänge, ausgegebene Ausweise, Auffälligkeiten aus der letzten Runde. So weiß die nächste Schicht, woran sie anknüpft, und Sie lesen am Morgen, was in der Nacht geschehen ist.
Haben Sie zusätzlich Standorte in Ingelheim oder Mainz, bündeln wir die Absprachen bei einer Ansprechperson und schreiben trotzdem für jedes Tor eine eigene Anweisung.
Vorhabenbezogen: so beginnt der Werkschutz
Ein Büro in Rheinland-Pfalz haben wir nicht; unsere Standorte sind Neumünster, Berlin und Bremen. Vor jedem Angebot prüfen wir deshalb nüchtern, ob wir die Posten in Bingen dauerhaft besetzen können: Zahl der Tore, Schichtmodell, Laufzeit, verlangte Qualifikation, Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Fällt diese Prüfung negativ aus, sagen wir es Ihnen.
Passt es, folgen Begehung, Dienstanweisung je Pforte und die Einweisung der Kräfte auf Ihrem Gelände. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung abgelegt. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Stadt lesen Sie auf der Seite Sicherheitsdienst in Bingen am Rhein.
Was kostet Werkschutz in Bingen?
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben beim Werkschutz vor allem Dauer und Besetzungstiefe: Eine Tagespforte an Werktagen mit langer Vertragslaufzeit liegt näher am unteren Rand, ein rund um die Uhr besetztes Tor mit Wochenend- und Feiertagsdiensten deutlich höher. Sachkunde für jede Kraft, Fremdsprachen am Empfang oder zusätzliche Aufgaben wie das Bedienen einer Fahrzeugwaage verschieben den Satz ebenfalls.
Wie wir Werkschutz im ganzen Land einsetzen, beschreibt die Seite Werkschutz in Rheinland-Pfalz.


