Eine Stadt, die von einem Werk geprägt ist
Albert Boehringer gründete 1885 in Nieder-Ingelheim ein Pharmaunternehmen; von den Industriebetrieben, die damals in der Stadt entstanden, ist nur dieses geblieben. Das Werksgelände von Boehringer Ingelheim liegt östlich von Ingelheim-West und bildet die Grenze zu Nieder-Ingelheim. Wir nennen es hier als Teil des Stadtbilds, nicht als Auftraggeber.
Labore, Prüfdienstleister, Lagerhalter und Handwerksbetriebe im Umfeld eines Pharmastandorts arbeiten häufig nach ähnlichen Vorgaben wie ihre Auftraggeber. Zutritt wird dokumentiert, Fremdfirmen werden unterwiesen, Lieferungen haben feste Fenster. Werkschutz heißt in Ingelheim deshalb oft, diese Regeln am eigenen Tor genauso ernst zu nehmen.
Was an einem Ingelheimer Werkstor anfällt
Die Aufgaben unterscheiden sich je nach Betrieb, ähneln sich aber in ihrem Kern. Für Betriebe in Ingelheim übernehmen wir:
- Pforte mit Besucheranmeldung, Ausweisausgabe und Rückgabe am Schichtende
- Fremdfirmensteuerung: Unterweisungsnachweis prüfen, Arbeitsbereich und Begleitung nach Ihrer Vorgabe
- Lkw-Abfertigung mit Abgleich von Kennzeichen, Spedition und Ladepapieren gegen Ihr Avis
- Rundgänge an Zaun, Freilager und Rampen, außerhalb von Bereichen mit Hygieneauflagen
- Verschluss von Hallen und Toren nach Betriebsende, auf Wunsch nur an Wochenenden
Reinräume oder Bereiche mit Kleidungsvorschriften betreten unsere Kräfte nur, wenn Sie das ausdrücklich vorsehen und sie vorher eingewiesen sind. Sonst bleibt der Rundgang außen.
Frei-Weinheim: Kies, Beton und Rheinufer
Der Hafen in Frei-Weinheim war im Mittelalter Umschlagplatz für Wein und Holz der Kaiserpfalz. Heute werden dort Sand und Kies umgeschlagen, im Hafengebiet wird Fertigbeton hergestellt. Solche Betriebe haben große Freiflächen, Maschinen, die über Nacht draußen stehen, und frühe Abfahrten der Mischfahrzeuge.
Werkschutz bedeutet hier weniger Ausweise als Übersicht: Wer öffnet morgens das Tor für die ersten Fahrzeuge, wer prüft abends, dass Radlader und Förderbänder gesichert sind, und wer bemerkt, wenn am Ufer jemand über den Zaun steigt? Eine besetzte Frühschicht am Tor und Nachtrundgänge zu wechselnden Zeiten decken das meist ab.
Autobahn, Schiene und Rheinfähre
Die A 60 läuft quer durch das Stadtgebiet, mit Anschlussstellen bei Ingelheim-Ost, Ingelheim-West und Heidesheim. Der Bahnhof Ingelheim liegt an der linken Rheinstrecke, von Frei-Weinheim fährt eine Fähre nach Oestrich-Winkel. Eine Brücke über den Rhein gibt es hier nicht; Lieferungen von der hessischen Seite kommen über Mainz oder eben per Fähre.
Für den Werkschutz zählt vor allem der Lkw-Verkehr von der Autobahn. Warten Fahrzeuge vor dem Tor auf öffentlicher Straße, gibt es schnell Ärger mit Anliegern. In der Dienstanweisung legen wir fest, wo Lkw ohne Avis warten, wer über Ausnahmen entscheidet und wie Fahrer ohne Deutschkenntnisse eingewiesen werden.
So entsteht ein Werkschutz-Auftrag außerhalb unserer Kernregion
Die Einsatzplanung sitzt bei uns in Neumünster, weitere Standorte sind Berlin und Bremen. Zwischen Mainz und Bingen gibt es kein Staffsec-Büro, und wir tun auch nicht so. Vor jedem Angebot für einen Ingelheimer Betrieb klären wir daher, ob genug Personal samt Vertretung für Ihr Schichtmodell über Monate und Jahre bereitsteht. Geht diese Rechnung nicht auf, hören Sie das von uns, bevor Sie sich auf uns verlassen.
Geht sie auf, laufen wir mit Ihrer Betriebsleitung das Gelände ab, schreiben für jedes Tor eine eigene Dienstanweisung und weisen die Kräfte am Werk ein, bevor sie allein Dienst tun. Wer am Ingelheimer Tor steht, hat wenigstens die Unterrichtung nach § 34a GewO; Entscheidungen über Zutritt treffen nur Kräfte mit bestandener Sachkundeprüfung. Unser Qualitätsmanagement trägt das Zertifikat ISO 9001, die Sicherungsleistungen sind nach DIN 77200 geprüft. Bei Störungen am Tor erreichen Sie uns Tag und Nacht telefonisch unter +49 4321 78 33 590.
Kosten des Werkschutzes in Ingelheim
Ein Werktor in Ingelheim liegt im Richtwert bei 23 bis 50 € netto je Stunde Besetzung, abhängig vom Aufgabenumfang. Eine Tagespforte im langfristigen Vertrag, montags bis freitags, rechnet sich günstiger als einzelne Wochenendschichten, weil feste Kräfte eingearbeitet bleiben. Teurer wird es durch Dauerbesetzung über 24 Stunden, Sonn- und Feiertagsarbeit, Sachkunde in jeder Schicht und eine aufwendige Abfertigung mit Siegelkontrolle an mehreren Rampen.
Ein Beispiel für die Abwägung: Ein Labor mit wenigen Besuchern braucht vielleicht nur eine Empfangskraft zur Kernzeit und einen Verschlussgang am Abend. Ein Lager mit Nachtanlieferung dagegen braucht durchgehend jemanden am Tor. Wir rechnen beide Varianten durch, bevor Sie sich entscheiden.
Wie wir Werke und Lager im übrigen Bundesland betreuen, beschreibt Werkschutz in Rheinland-Pfalz; Allgemeines zur Stadt steht unter Ingelheim am Rhein.


