Werkstradition seit dem 19. Jahrhundert
Mit dem Bahnanschluss 1873 und dem Eisenerzbergbau im Harz entstanden in Blankenburg Betriebe, deren Nachfolger heute noch arbeiten. Das Fahrzeug- und Entwicklungswerk an der Weinbergstraße geht auf das Jahr 1873 zurück; 1987 waren dort 1.292 Menschen für die Deutsche Reichsbahn beschäftigt, heute sind es knapp 100. Die Harzer Werke Motorentechnik GmbH stammt aus einer 1870 gegründeten Gießerei. Dazu kommen kleinere und mittlere Unternehmen, die die Stadt selbst als Kompetenz vor Ort aufführt.
Werkschutz bedeutet hier selten eine Großpforte mit Dutzenden Toren. Gefragt sind überschaubare, aber verlässliche Besetzungen: ein Tor, eine Nachtstreife, eine Wochenendkontrolle, eine Begleitung bei Wartungsarbeiten.
Betriebe und Flächen mit Werkschutzbedarf
Diese Unternehmen und Gebiete sind für Blankenburg belegt. Sie stehen hier, um typische Aufgaben zu beschreiben, nicht als Referenz.
- FEW Blankenburg GmbH, Weinbergstraße 22: Instandsetzung, Umbau und Modernisierung von Güterwagen, mobile Montage für Leit- und Sicherungstechnik
- Harzer Werke Motorentechnik GmbH mit rund 60 Beschäftigten
- Umwelttechnik und Wasserbau GmbH mit Sitz in Blankenburg
- Glasmanufaktur Harzkristall im Ortsteil Derenburg, eine Glashütte mit Mundblasglas und großer Einkaufswelt
- Gewerbegebiet Mönchenbreite und Industrie- und Gewerbegebiet Oesig
- Weitere von der Stadt genannte Firmen wie Harzer Metallprofile, Plättner Elektronik und cps GmbH
Güterwagen, Gleise und Fremdmonteure
Wo Güterwagen instandgesetzt werden, kommen Fahrzeuge über die Schiene und Material über die Straße. Am Bahnhof Blankenburg führt eine Umgehungskurve den Güterverkehr vorbei, über die Rübelandbahn rollen Kalkzüge aus dem Harz. In einem solchen Umfeld muss die Pforte wissen, welche Wagen erwartet werden, welche Monteure angemeldet sind und welche Bereiche wegen Rangierbewegungen gesperrt sind.
Unsere Kräfte führen Anmeldelisten, prüfen die von Ihnen geforderten Nachweise, geben Besucherausweise aus und begleiten Fremdfirmen auf Wunsch zum Arbeitsort. Außerhalb der Schichten gehen sie die Hallentore, Abstellgleise und Lagerflächen ab und vermerken jeden Rundgang mit Uhrzeit.
Produktion neben Publikum: die Glashütte in Derenburg
Harzkristall ist zugleich Werk und Ausflugsziel. Nach eigenen Angaben kommen jedes Jahr über 250.000 Gäste, rund 300 Stellplätze stehen bereit. In dieser Lage geht es darum, Besucher von Ofen, Lager und Anlieferung fernzuhalten, ohne sie abzuschrecken. Werkschutz heißt dann: Wege freihalten, Lieferverkehr vom Busparkplatz trennen, abends Verkaufsfläche und Hütte getrennt abschließen.
Ähnliche Fragen stellen sich bei jedem Betrieb mit Werksverkauf oder Besuchergruppen. Wir halten die Regeln für Gäste und Beschäftigte schriftlich fest, damit jede Kraft am Tor gleich handelt.
Versorgung, Elektronik und Flächen im Wandel
Nicht jeder Bedarf entsteht in einer Werkhalle. Die Stadt führt unter den ansässigen Unternehmen auch die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz auf, dazu Elektronik- und Profilhersteller. Bei Versorgern stehen Zugangsregeln zu technischen Anlagen im Vordergrund, bei Elektronikbetrieben der Schutz von Bauteilen und Prototypen, bei Metallverarbeitern Material auf dem Hof, das sich leicht abtransportieren lässt.
Am westlichen Stadtrand liegt zudem ein rund 33,6 Hektar großes, voll erschlossenes Revitalisierungsgebiet, unter anderem auf dem früheren Gelände der Harzer Werke. Siedeln sich dort neue Betriebe an, beginnt Werkschutz oft schon in der Aufbauphase: Maschinenanlieferung, Montagefirmen, noch nicht fertige Zäune. Wir begleiten solche Übergänge, bis der reguläre Betrieb läuft und die Regeln am Tor eingespielt sind.
Organisation außerhalb unserer Kernregion
Für Werke in Sachsen-Anhalt arbeiten wir vorhabenbezogen. Wir haben dort kein Büro und behaupten auch keins. Bevor wir zusagen, klären wir, wie viele Stunden und Schichten anfallen, wer die Dienste übernimmt und wie die Anfahrt aussieht. Erst wenn das trägt, folgen Begehung, Dienstanweisung und Einweisung am Tor.
Die eingesetzten Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Betriebe in Halberstadt prüfen wir nach demselben Ablauf.
Kosten für dauerhaften Werkschutz
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festem Schichtplan; ein durchgehend besetztes Tor wird anders kalkuliert als einzelne Nachtstreifen oder die Begleitung einer Revision über wenige Tage.
Wir empfehlen, feste Besetzung und Kontrollgänge getrennt auszuweisen. So sehen Sie, welcher Teil des Auftrags welchen Aufwand verursacht.


