Ein Industriestadtteil, der sich neu sortiert
Blumenthal war über ein Jahrhundert von zwei Arbeitgebern geprägt: der Bremer Woll-Kämmerei, die in den 1950er Jahren bis zu 5.000 Menschen beschäftigte, und der Werft Bremer Vulkan an der Grenze zu Vegesack. Beide gibt es nicht mehr. Die Woll-Kämmerei schloss 2009, der Vulkan ging 1996/97 in Konkurs. Geblieben ist ein Stadtteil mit rund 32.000 Einwohnern, in dem Industrie heute kleiner, verteilter und spezialisierter ist.
Für den Werkschutz bedeutet das: Es gibt nicht mehr das eine große Werkstor, an dem sich alles entscheidet, sondern mehrere Betriebe mit eigenen Abläufen, verteilt über fünf Ortsteile von Blumenthal-Zentrum bis Rekum. Jeder hat andere Lieferanten, andere Schichtzeiten und andere Bereiche, in die Fremde nicht ohne Begleitung sollen.
Werke und Anlagen mit Torbetrieb
Die folgenden Standorte sind öffentlich bekannt. Die Liste zeigt, welche Art von Werkschutz im Stadtteil gebraucht wird, und nennt keine Auftraggeber:
- Werk von ThyssenKrupp in Farge, aus der Maschinenfabrik Johann A. Krause hervorgegangen, mit rund 1.000 Beschäftigten der größte industrielle Arbeitgeber im Stadtteil
- Geo. Gleistein & Sohn, Hersteller von Tauwerk mit Hauptsitz in Rönnebeck
- Spinnbau in Farge, Maschinenbau für die Textilindustrie
- BREWA auf dem früheren Woll-Kämmerei-Gelände mit Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk, Eindampfanlage und biologischer Kläranlage
- PKW-Verladeplatz an der Blumenthaler Westpier, von dem aus Neuwagen verschifft werden
- Gewerbegebiet am Bernhardt-Ring in Farge auf dem Gelände der früheren Stuhlrohrfabrik
Hinzu kommt das stillgelegte Kraftwerk Farge, das seit dem Spätsommer 2026 zurückgebaut wird. Dort wandelt sich die Aufgabe vom Anlagenschutz zur Kontrolle von Abbruchfirmen und Schrottabfuhr.
Was an der Pforte passiert
Im Maschinenbau beginnt der Tag früh. Zum Schichtwechsel kommen hunderte Beschäftigte innerhalb weniger Minuten, gleichzeitig stehen die ersten Speditionen vor dem Tor. Unsere Kraft an der Pforte prüft Werksausweise, gibt Tagesausweise an Besucher aus, gleicht Lieferscheine mit der Avisierung ab und weist Fahrer zur richtigen Rampe. Wer nicht angemeldet ist, wartet, bis der Empfänger im Werk bestätigt.
Bei Revisionen und Stillständen ändert sich das Bild: Dann sind viele Fremdfirmen auf dem Gelände, oft mit eigenen Subunternehmern. Wir führen die Fremdfirmenliste, prüfen Unterweisungsnachweise, sofern das Werk das vorgibt, und halten fest, wer wann mit welchem Werkzeug in welchen Bereich gegangen ist.
Rundgänge über weitläufiges Gelände am Fluss
Viele Grundstücke in Blumenthal reichen bis an die Weser. Zur Straße hin sind sie eingezäunt, zur Wasserseite oft nur durch Uferböschung und Kaimauer begrenzt. Nachts und am Wochenende sind gerade diese Rückseiten interessant für Unbefugte. Unsere Rundgänge folgen deshalb keinem festen Takt, sondern wechseln Zeit und Richtung, damit sich niemand auf eine Lücke einstellen kann.
Bei jedem Rundgang werden Tore, Hallentüren, Freilager und technische Anlagen geprüft. Auffälligkeiten wie offene Fenster, beschädigte Zaunfelder oder laufende Maschinen nach Schichtende gehen an den Bereitschaftsdienst des Werks. Im Bericht steht, wann welcher Punkt angelaufen wurde und was dort auffiel.
Planung aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Blumenthal planen wir aus der Niederlassung Bremen mit Kräften aus unserem eigenen Personalstamm. Über die A 270, die im Stadtteil beginnt, sind die Betriebe in Farge, Rönnebeck und Blumenthal-Zentrum gut erreichbar; für Ablösungen in der Nacht spielt das eine Rolle.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wo Zutrittsentscheidungen fallen, setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Vor dem ersten Dienst gibt es eine Einweisung im Werk, mit Begehung der Tore, der Notfallnummern und der Bereiche mit besonderen Regeln. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zum Leistungsumfang finden Sie unter Werkschutz, einen Überblick für das Land unter Werkschutz in Bremen.
Kosten für einen Dauerauftrag
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert rechnen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen das Angebot liegt, hängt davon ab, ob die Pforte rund um die Uhr besetzt ist oder nur zu Schichtwechseln, wie viele Rundgänge nachts dazukommen, welche Qualifikation am Tor verlangt wird und wie viele Feiertags- und Nachtstunden anfallen.
Reicht eine besetzte Pforte tagsüber und nachts eine Kontrollfahrt, rechnen wir Ihnen auch diese Variante vor. Für Betriebe im Umfeld, etwa in Vegesack, lassen sich Fahrten gelegentlich zu einer Tour verbinden. Allgemeines zum Stadtteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Bremen-Blumenthal.


