Werkschutz ohne Industriegebiet
Die Östliche Vorstadt ist ein Wohn- und Geschäftsviertel. Ihre Wirtschaft besteht aus Läden, Dienstleistern, Handwerk, Gaststätten und Kultureinrichtungen. Gewerbegebiete mit Werkhallen, wie es sie in Hemelingen oder im Bremer Westen gibt, fehlen. Werkschutz im engeren Sinn betrifft deshalb wenige, aber große Standorte, die wie ein Werk funktionieren: mit eigenen Zufahrten, Lieferverkehr, Technikanlagen und Beschäftigten im Schichtdienst.
Der wichtigste dieser Standorte ist das Klinikum Bremen-Mitte im Ortsteil Hulsberg. Mit rund 2.400 Beschäftigten ist es der größte Arbeitgeber des Stadtteils. Der zweite ist das Weserstadion im Peterswerder, das an Spieltagen Zehntausende Menschen aufnimmt, an den übrigen Tagen aber ein Betriebsgelände mit Büros, Museum, Rasenpflege und Haustechnik ist.
Betriebsflächen mit Schutzbedarf
Diese Standorte im Stadtteil haben Anforderungen, die einem Werkschutz nahekommen:
- Klinikum Bremen-Mitte an der St.-Jürgen-Straße, betrieben von der Gesundheit Nord, mit Neubaukomplex im nordwestlichen Teil des früheren Geländes
- Weserstadion an der Franz-Böhmert-Straße mit rund 16.000 Quadratmetern Photovoltaik an Dach und Fassade, Rasenheizung und dem Werder-Museum Wuseum
- Bestandsgebäude Am Schwarzen Meer, bisher Bildungsakademie der Gesundheit Nord, das künftig ausschließlich gewerblich genutzt werden soll
- Handwerksbetriebe und Werkstätten in den Hinterhöfen von Steintor und Fesenfeld
Allen gemeinsam ist die Lage: Die Gelände grenzen direkt an Wohnstraßen. Lieferfahrzeuge, Besucher und Anwohner nutzen dieselben Wege, und eine Zufahrt lässt sich nicht einfach abriegeln, ohne den Alltag im Quartier zu stören. Beim Weserstadion kommt hinzu, dass die einzige Straßenzufahrt über den Osterdeich läuft. Jede Lieferung, jeder Handwerker und jedes Fahrzeug für Rasenpflege oder Technik muss diesen Weg nehmen.
Was unsere Kräfte an Pforte und Zufahrt leisten
An der Zufahrt erfassen wir Fahrzeuge mit Kennzeichen, Firma und Ziel. Lieferanten und Fremdfirmen werden zum richtigen Ladepunkt geleitet und erhalten erst nach der Unterweisung Ihres Hauses Zutritt zu technischen Bereichen. Wir führen Besucherlisten, geben Ausweise oder Schlüssel nach Ihrer Regel aus und nehmen sie am Ende wieder entgegen.
Nachts gehen wir die Bereiche ab, die nicht ständig belegt sind: Technikzentralen, Lager, Tiefgaragen, Dachzugänge. Wir achten auf offene Türen, ungewöhnliche Geräusche, Wasseraustritt und Rauch. Was auffällt, melden wir nach Ihrer Meldekette an Haustechnik oder Bereitschaft. In die Technik selbst greifen wir nicht ein, sondern sichern den Bereich, bis Ihre Fachleute eintreffen.
Wo ein Gelände zum Teil öffentlich zugänglich bleibt, wie bei einem Klinikum, trennen wir klar zwischen Bereichen, in denen wir nur beobachten, und solchen, in denen wir den Zutritt kontrollieren.
Einsatzplanung aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in der Östlichen Vorstadt planen wir über unsere Niederlassung Bremen, aus dem eigenen Personalstamm. Wir stellen ein festes Team zusammen, das Gelände und Ansprechpartner kennt, und arbeiten Vertretungen vor ihrem ersten Dienst ein.
Die Dienstanweisung entsteht mit Ihrer Betriebsleitung: Schlüsselregelung, Umgang mit Besuchern und Presse, Meldewege bei Unfall, Brand oder Einbruch. Betreiber mit weiteren Standorten im Bremer Osten, etwa in Hastedt, können diese in dieselbe Planung aufnehmen. Was den Stadtteil insgesamt ausmacht, lesen Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Östliche Vorstadt.
Qualifikation und Nachweise
Im Werkschutz setzen wir vorrangig Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, am reinen Empfang mindestens mit Unterrichtung. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jeder Dienst wird mit Beginn, Ende, Rundgängen und Vorkommnissen dokumentiert, sodass Sie nachvollziehen können, wer wann auf dem Gelände war. Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie unter Werkschutz, für das ganze Land unter Werkschutz in Bremen.
Kosten für eine dauerhafte Besetzung
Werkschutz ist fast immer ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Besetzungszeiten: Eine Pforte nur zu Lieferzeiten plus nächtlicher Rundgang liegt eher im unteren Bereich, eine Besetzung rund um die Uhr mit Sachkundepersonal und Wochenenddiensten höher. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen einzeln ausgewiesen.


