Ein Stadtteil ohne Lücken in der Bebauung
Die Östliche Vorstadt liegt östlich der Bremer Innenstadt am rechten Weserufer und besteht aus den Ortsteilen Steintor, Fesenfeld, Peterswerder und Hulsberg. Schon um 1900 war das Gebiet nahezu lückenlos bebaut, und im Zweiten Weltkrieg blieben die Häuser weitgehend verschont. Deshalb prägen bis heute schmale Bremer Häuser mit Vorgarten, Souterrain und Hinterhof das Straßenbild, etwa in der Mathildenstraße, der Besselstraße oder im Fesenfeld.
Für den Objektschutz bedeutet diese Bauweise: Es gibt kaum große, abgeschlossene Grundstücke, dafür sehr viele Eingänge auf engem Raum. Ein Ladenlokal im Erdgeschoss hat oft einen zweiten Zugang über den Hof, ein Wohnhaus mehrere Kellerfenster zur Straße. Wer ein Objekt hier schützen will, muss die Wege kennen, über die man von der Rückseite hineinkommt.
Wo im Stadtteil Objektschutz gefragt ist
Je nach Ortsteil unterscheiden sich die Aufgaben deutlich. Typische Objekte sind:
- Ladenlokale, Cafés und kleine Betriebe an der Straße Vor dem Steintor, der Haupteinkaufszone des Stadtteils, und rund um den Ziegenmarkt mit seinem Wochenmarkt
- denkmalgeschützte Villen am Osterdeich wie die Villa Büsing, die Villa Frerichs, Haus Hirschfeld oder Villa Wolde, teils mit Büros oder Praxen
- die Villa Rutenberg am Dobben als Sitz des Ortsamts Mitte/Östliche Vorstadt
- Bestandsgebäude auf dem früheren Klinikgelände am Hulsberg, die bis zum Umbau leer stehen oder nur teilweise genutzt werden
- Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser in Peterswerder rund um die Hamburger Straße
Hinzu kommen Gebäude von Vereinen und Bildungsträgern, die abends genutzt und danach verschlossen werden müssen, etwa das Alte Fundamt mit der Volkshochschule an der Straße Auf der Kuhlen.
Leerstand und Umbau am Hulsberg
Das Klinikum Bremen-Mitte ist Ende 2018 im nordwestlichen Teil seines Geländes in einen Neubau gezogen. Die übrigen knapp 14 Hektar werden seitdem als Neues Hulsberg-Viertel entwickelt. Mehrere Altbauten stehen unter Denkmalschutz und bleiben erhalten, darunter die Alte HNO von 1847 bis 1851 und die Alte Pathologie. Bis ein solches Haus umgebaut und bezogen ist, steht es oft Monate oder Jahre leer.
Leere Gebäude ziehen Graffiti, Metalldiebe und unerlaubte Übernachtungen an. Wir kontrollieren Türen, Fenster und Notausgänge zu wechselnden Zeiten, melden Schäden und Eindringspuren sofort und sorgen dafür, dass Wasser- oder Sturmschäden nicht erst Wochen später auffallen. Auf Wunsch übernehmen wir auch die Schlüsselverwaltung für Handwerker und Gutachter, die das Gebäude für Planungen betreten.
Wie wir in der Östlichen Vorstadt arbeiten
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze im Stadtbezirk Ost planen wir über unsere Niederlassung Bremen, mit Personal aus dem eigenen Stamm. Am Anfang steht eine Begehung: Wir sehen uns Vorder- und Rückseite an, prüfen Hofzugänge, Kellerabgänge und Beleuchtung und klären, wer im Notfall erreichbar sein muss.
Danach legen wir gemeinsam fest, was gebraucht wird. Das kann eine feste Präsenz am Empfang eines Verwaltungsbaus sein, ein abendlicher Verschlussdienst für ein Ladenlokal oder mehrere unangekündigte Rundgänge pro Nacht. Gerade im Steintor, wo Kneipen bis spät geöffnet haben, lohnt es sich, die Kontrollen in die frühen Morgenstunden zu legen, wenn die Straße ruhiger wird.
Objekte in der Nachbarschaft, etwa in Bremen-Mitte oder Schwachhausen, lassen sich mit Aufträgen hier verbinden. Einen Überblick über den Stadtteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Bremen-Östliche Vorstadt.
Qualifikation, Dokumentation und Erreichbarkeit
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Vor dem ersten Dienst wird jede Kraft am Objekt eingewiesen, auch Vertretungen. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit und Befund festgehalten. So sehen Sie, wann jemand vor Ort war und was aufgefallen ist, und haben eine Grundlage, wenn Versicherung oder Polizei nachfragen. Unsere Einsatzleitung ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie unter Objektschutz.
Womit Sie beim Objektschutz rechnen können
Für Objektschutz in der Östlichen Vorstadt gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo es eher unten liegt und wo eher oben, hängt vor allem an der Form: Ein abendlicher Verschluss oder einzelne Kontrollgänge sind deutlich schlanker als eine Präsenz über ganze Nächte. Wochenenddienste, Feiertage und Einsätze mit Sachkundeprüfung schlagen höher zu Buche. Nach der Begehung erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen einzeln aufgeführt.


