Ein Stadtteil, der vom Hafen lebt
Walle ist der Bremer Stadtteil, in dem Hafenwirtschaft und Wohnen am engsten aneinanderstoßen. Mit dem Freihafen kamen Ende des 19. Jahrhunderts die großen Arbeitgeber, an der Nordstraße beschäftigte eine Jutespinnerei um 1895 mehr als 2.000 Menschen. Der Holz- und Fabrikenhafen wurde 1891/92 fertiggestellt, weil der ältere Hafen am Woltmershauser Kanal für den wachsenden Holz- und Getreidehandel nicht mehr reichte.
Ein Teil dieser Struktur ist bis heute in Betrieb. Im Getreidehafen werden Getreide, Futtermittel und Holzprodukte umgeschlagen, am Fabrikenufer arbeiten noch rund 40 Unternehmen, überwiegend Speditionen und Mühlen. Viele dieser Betriebe werden heute eher per Lkw als per Schiff beliefert. Für den Werkschutz heißt das: viel Verkehr am Tor, große Lagermengen und Gelände, deren Wasserseite niemand ständig im Blick hat.
Betriebsflächen, auf die es ankommt
Diese Bereiche des Stadtteils bestimmen, wo Pforte und Rundgang gefragt sind:
- Fabrikenufer am Holz- und Fabrikenhafen mit der Rolandmühle, die über die Bremische Hafeneisenbahn angebunden ist, und der Hansa Mühle
- Getreideverkehrsanlage mit Silos aus den Jahren 1916/19 und 1929, umgebaut 1947 bis 1950
- Gewerbegebiet Bayernstraße im Ortsteil Hohweg, rund 60 Hektar mit Chemie, Großhandel, Metallbau, Speditionen sowie Garten- und Landschaftsbau
- kleineres Gewerbegebiet an der Norderneystraße zwischen Utbremer Straße und den Bahngleisen
- das denkmalgeschützte frühere Kaffee-HAG-Ensemble an Hagstraße und Fabrikenufer, dessen Produktion 2017 endete
Die Flächen an der Bayernstraße liegen direkt am Autobahnzubringer zur A 27. Was dort schnell angeliefert wird, kann ebenso schnell abtransportiert werden. Ein Tor, das nur Einfahrten erfasst, reicht deshalb nicht: Auch die Ausfahrt gehört kontrolliert.
Was unsere Kräfte am Werkstor tun
Jedes Fahrzeug wird mit Kennzeichen, Firma, Zeit und Ziel auf dem Gelände festgehalten. Fahrer werden zur richtigen Rampe oder Waage geleitet, Fremdfirmen erhalten erst nach der Sicherheitsunterweisung Ihres Hauses einen Tagesausweis. Auf Wunsch gleichen wir bei der Ausfahrt Ladung und Lieferpapiere ab. Kontrollen von Taschen oder Kofferräumen führen wir nur nach einer Regel durch, die Sie mit Ihrer Belegschaftsvertretung abgestimmt haben.
In Mühlen und an Silos kommt eine Besonderheit hinzu: Staub. Wir achten bei unseren Rundgängen auf offene Klappen, laufende Förderanlagen außerhalb der Betriebszeit, Rauchentwicklung und ungewohnte Geräusche. Was auffällt, geht nach Ihrer Meldekette an die Bereitschaft. Selbst greifen wir in die Technik nicht ein, sondern sichern den Bereich, bis Ihre Fachleute da sind.
Nachts liegen die Schwerpunkte an Zaun, Kaikante und Hallentoren. Wir legen mit Ihnen fest, welche Punkte in welcher Reihenfolge geprüft werden, und ändern die Zeiten, damit niemand den Ablauf vorhersagen kann.
Planung aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze in Walle planen wir über unsere Niederlassung Bremen, aus dem eigenen Personalstamm. Für Ihr Werk stellen wir ein festes Team zusammen und arbeiten Vertretungen vor dem ersten Dienst am Objekt ein. Die Pfortenordnung entsteht gemeinsam mit Ihrer Werkleitung: Schlüsselregelung, Umgang mit Besuchern und Presse, Meldewege bei Unfall, Brand oder Einbruch.
Unternehmen mit weiteren Standorten im Bremer Westen, etwa in Gröpelingen oder in der Überseestadt, können diese in dieselbe Planung einbeziehen. Einen Überblick über den Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Bremen-Walle.
Qualifikation und Nachweise
Im Werkschutz setzen wir vorrangig Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, am reinen Empfang mindestens mit Unterrichtung. Ersthelfer und Brandschutzhelfer stellen wir auf Wunsch. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jeder Dienst wird mit Beginn, Ende, Rundgängen und Vorkommnissen dokumentiert, sodass Sie jederzeit nachvollziehen können, was an Ihrem Tor geschehen ist. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, für das ganze Land unter Werkschutz in Bremen.
Was ein Werkschutz in Walle kostet
Werkschutz läuft fast immer über Monate oder Jahre, deshalb rechnen wir ihn sorgfältig durch. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wird die Pforte nur zu Schichtwechseln und Anlieferfenstern besetzt und nachts ein Rundgang eingeplant, bleiben Sie eher im unteren Bereich. Eine Besetzung rund um die Uhr an sieben Tagen, Wiegedienst oder Ladungskontrolle bei jeder Ausfahrt liegen höher. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot, in dem jede Position einzeln ausgewiesen ist.


