Bauen im Bestand eines Wiederaufbau-Stadtteils
Große Teile von Walle sind in den 1950er Jahren entstanden, nachdem der Luftangriff vom August 1944 den Stadtteil weitgehend zerstört hatte. Viele Gebäude dieser Zeit sind inzwischen sanierungsbedürftig, Schulen brauchen mehr Platz und Mensen für den Ganztag. Gebaut wird deshalb selten auf der grünen Wiese, sondern zwischen bewohnten Häusern, Gehwegen und Haltestellen.
Solche Baustellen sind schwerer zu schützen als ein abgelegenes Baufeld. Der Bauzaun steht direkt an der Straße, Gerüste reichen bis an Nachbargrundstücke, und nach Feierabend ist der Rohbau für Jugendliche wie für Materialdiebe interessant. Gleichzeitig dürfen Anwohner nicht gestört und Schulwege nicht blockiert werden.
Aktuelle Vorhaben im Stadtteil
Einige Bauprojekte zeigen, welche Aufgaben in Walle anfallen:
- Schule an der Nordstraße: Anbau mit Mensa und zusätzlichen Klassenräumen, Inbetriebnahme für Sommer 2026 geplant; anschließend Sanierung des Altbaus mit Fassade und Dach bis Sommer/Herbst 2027
- Schule an der Melanchthonstraße: geplanter Ausbau zur gebundenen Ganztagsschule mit Mensa, Umbauten im Bestand und Sanierung oder Neubau der Sporthalle
- Neue Oberschule am Waller Wied: sechszügiger Neubau in der Planung
- Erneuerung des Kreuzungsbauwerks Walle der Bahn: Bauvorbereitung ab September 2026, Vorfertigung von sechs Betonmodulen am Hagenweg ab Februar 2027, Streckensperrung von Ende April bis Juni 2028
Hinzu kommen Umbauten und Sanierungen an privaten Häusern, wie sie in einem Stadtteil mit so viel Nachkriegsbestand üblich sind. Bei jedem dieser Projekte sind die Nachtstunden und die Wochenenden die Zeiten, in denen etwas verschwindet.
Die Bahnbaustelle am Hagenweg
Für den Neubau der Eisenbahnüberführung richtet die DB InfraGO mehrere Flächen ein: am Hagenweg eine Vorfertigungsfläche für die Module und ein Baubüro direkt am Bauwerk, am Pappelweg ein Zwischenlager für Aushub, Abbruch und neues Material. Die Baustraße führt über Hagenweg, Pappelweg, Hemsdamm und Schirmdeich. Die Module sind jeweils 16 bis 18,5 Meter lang und werden über Monate vorbereitet.
Auf solchen Flächen stehen Schalung, Bewehrung, Baumaschinen und Container über lange Zeit an einem Ort, teils in Sichtweite von Kleingärten. Für Bauunternehmen, die dort arbeiten, übernehmen wir die Bewachung über Nacht und an Wochenenden, kontrollieren Zufahrten und Zäune und halten fest, wer die Fläche außerhalb der Arbeitszeit betritt.
Der Zeitplan der Bahn reicht weit: 2026 und 2027 stehen Rodungen, Kampfmittelsondierung und die Einrichtung der Baustelle an, danach Vorarbeiten und Vorfertigung, im Frühjahr 2028 die achtwöchige Sperrung von Hagenweg und Strecke. Von Juni 2028 bis Januar 2029 folgen Rückbau und Wiederherstellung der Wege. In jeder dieser Phasen ändern sich Zufahrten, Lagerorte und das, was es zu schützen gibt. Wir passen Rundgänge und Besetzung jeweils an.
So sichern wir Ihre Baustelle
Je nach Lage und Wert schlagen wir eine dauernde Bewachung, wechselnde Kontrollen oder eine Mischung aus beidem vor. Bei jeder Kontrolle prüfen wir Bauzaun, Tore, Container, Baustrom, Gerüstzugänge und abgestellte Maschinen. Offene Stellen schließen wir, Schäden melden wir mit Uhrzeit an Ihre Bauleitung.
Die Planung läuft über unsere Niederlassung Bremen, Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Für längere Bauzeiten setzen wir feste Kräfte ein, die Ihre Baustelle und Ihre Ansprechpartner kennen. Baustellen in den Nachbarstadtteilen Findorff oder Überseestadt können wir mitbetreuen.
Qualifikation und Zusammenarbeit
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, viele die Sachkundeprüfung. Sie werden vor dem ersten Dienst über Gefahrstellen, Absturzkanten und Zugangsregeln Ihrer Baustelle eingewiesen. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Baustellenbewachung und für das ganze Land unter Baustellenbewachung in Bremen. Einen Überblick über Walle gibt Sicherheitsdienst Bremen-Walle.
Kosten nach Bauphase
Was eine Baustellenbewachung kostet, hängt stark von der Bauphase ab. Im Rohbau mit Maschinen und offenem Gebäude ist mehr Schutz nötig als in der Ausbauphase hinter verschlossenen Türen. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Nächte, Wochenenden und Feiertage gelten andere Werte als für einzelne Stunden am Tag. Wir passen die Bewachung an den Baufortschritt an, damit Sie nicht über die ganze Bauzeit dieselbe Besetzung bezahlen.


