Ein Stadtteil, der vom Schiffbau lebt
Vegesack wurde um seinen Hafen herum groß. Zwischen 1618 und 1623 entstand hier der erste künstliche Flusshafen Deutschlands, im 19. Jahrhundert kamen Werften in Fähr und Lobbendorf hinzu, 1893 wurde der Bremer Vulkan gegründet. Bis zu seiner Schließung 1997 arbeiteten dort rund 3.000 Menschen. Die Lürssen-Gruppe, die Yachten und Marineschiffe baut, hat ihren Hauptsitz bis heute in Vegesack und übernahm 1997 das Hallenbaudock aus der Vulkan-Insolvenz.
Für den Werkschutz heißt das: Es gibt Gelände mit Wasserseite, große Hallen, hohe Sachwerte, viele Fremdfirmen und Arbeitszeiten, die sich nach Projekten richten. Ein Tor, an dem tagsüber Dutzende Lieferungen ankommen, ist nachts ein Schwachpunkt, wenn niemand hinsieht.
Betriebe und Lagen, für die Werkschutz infrage kommt
Die folgenden Orte zeigen, wo im Stadtteil Werkschutz typischerweise gebraucht wird. Es sind Beispiele für Lagen, keine Auftraggeber:
- das frühere Werftgelände des Bremer Vulkan in Fähr-Lobbendorf, auf dem sich bis 2008 rund 40 Unternehmen neu angesiedelt haben
- Werftflächen der Lürssen-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Vegesack hat
- das Industriegebiet Martinsheide/Am Rabenfeld in Aumund-Hammersbeck mit produzierendem Gewerbe
- Präzisionsfertigung wie bei Präwest in Aumund mit rund 130 Beschäftigten
- Maschinen- und Anlagenbau wie KUKA Systems, früher LSW Maschinenfabrik, mit rund 300 Beschäftigten
- Logistikflächen der früheren Bremer Tauwerk-Fabrik, heute unter dem Namen „Kleine Wolke“
Was unsere Kräfte am Werkstor tun
Am Tor prüfen wir Ausweise, gleichen Lieferscheine und Kennzeichen mit der Anmeldung ab und weisen Fahrer auf Ladezonen und Verkehrswege hin. Fremdfirmen bekommen erst Zutritt, wenn ihr Einsatz angemeldet ist; wer in Technikräume, an Krananlagen oder auf ein Schiff im Bau muss, wird begleitet oder an den zuständigen Meister übergeben. Schlüssel und Transponder werden gegen Unterschrift ausgegeben und zurückgenommen.
Nach Feierabend gehen wir das Gelände in wechselnden Runden ab: Hallentore, Zäune, Kaikanten, Materiallager, Container und Stellflächen. Auf Werften gehört der Blick auf festgemachte Schiffe und offene Luken dazu, in Fertigungsbetrieben der Blick auf laufende Anlagen und Druckluft. Auffälligkeiten melden wir sofort an den Bereitschaftsdienst Ihres Betriebs.
Alles, was an einem Dienst passiert, steht im Schichtbericht: Zutritte, Fahrzeuge, ausgegebene Schlüssel, Rundgangszeiten und Befunde. So kann die Werkleitung am Morgen nachvollziehen, wer nachts auf dem Gelände war.
Besonderheiten zwischen Weser, Lesum und Autobahn
Viele Betriebsflächen in Vegesack liegen direkt am Wasser. Von der Weserseite aus ist ein Gelände anders erreichbar als von der Straße, und an langen Kaimauern hilft kein einzelner Posten am Haupttor. Wir planen deshalb Rundgänge, die auch die Wasserseite einschließen, und legen fest, welche Bereiche nachts beleuchtet sein müssen.
Auf der Landseite bindet die A 270 den Stadtteil an die A 27 an, die Anschlussstelle Vegesack-Mitte liegt nahe am Gewerbe in Aumund. Lieferverkehr kommt dadurch zügig, aber auch zu frühen Uhrzeiten an. Wo Lkw vor sechs Uhr vor dem Tor stehen, sollte die Pforte entsprechend früh besetzt sein. Gegenüber in Lemwerder, per Fähre erreichbar, hat die Lürssen-Gruppe einen weiteren Standort; Betriebe in Blumenthal lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Planung aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Einsätze in Vegesack planen wir aus unserer Niederlassung Bremen und aus dem Personalstamm, nicht über kurzfristig gesuchte Aushilfen. Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihnen das Gelände ab, legen die Dienstanweisung schriftlich fest und weisen jede Kraft am Objekt ein. Bei Urlaub und Krankheit springen Kräfte ein, die das Gelände bereits kennen.
Unsere Mitarbeitenden sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Was Werkschutz in Vegesack kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz handelt es sich meist um einen Dauerauftrag mit festen Schichten, das wirkt sich günstiger aus als ein einzelner Einsatz mit kurzer Vorlaufzeit.
Wo genau Ihr Preis liegt, hängt von der Zahl der besetzten Posten, dem Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, der Qualifikation der Kräfte und von Zusatzaufgaben ab, etwa Fahrzeugkontrolle oder Bedienung einer Leitstelle. Einen Überblick über den Stadtteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Bremen-Vegesack.


