Hundert Jahre Industrie am nördlichen Stadtrand
Östlich der B 3, am Nordrand der Kernstadt, liegt ein Gelände mit langer Industriegeschichte. Zuerst siedelte sich dort die Meguin AG an, 1924 entstand durch Zusammenschluss die Pintsch Bamag, die Apparate und Anlagen für Chemie, Gas und Wasseraufbereitung baute und zeitweise rund 2.500 Menschen am Ort beschäftigte. Später wurden auf demselben Gelände Baumaschinen und Muldenkipper hergestellt, bis die Produktion 1991 eingestellt wurde.
Heute nutzen mehrere Unternehmen die Hallen und Freiflächen, darunter Eisen-Fischer, Konex und FLT-Kröll. Im sechsgeschossigen Bürobau Zum Oberwerk 6 sitzt die BAMAG Waste to Energy Germany GmbH. Das Gelände wird als privat betriebener Gewerbehof geführt, mit Untervermietung, Privatstraßen und eigenen Werkstoren. Im Mai 2025 hat die Stadt dafür den Bebauungsplan Gewerbe- und Industriegebiet Nord als Satzung beschlossen.
Betriebe und Flächen mit Bedarf an Werkschutz
Zur Orientierung, ohne dass einer der genannten Betriebe von uns betreut würde:
- Gewerbehof Am Oberwerk mit mehreren Mietern hinter gemeinsamen Toren, rund 16 Hektar Plangebiet
- Zugwerkstatt der Hessischen Landesbahn südöstlich davon, mit acht Gleisen und rund 100 Arbeitsplätzen
- Buss-SMS-Canzler in der Kaiserstraße, seit 1919 am Ort, Apparate für Verdampfung, Trocknung und Hochviskostechnik
- Zentrallager von Aldi Süd im Industriegebiet Ost an der Straße Am Keltenhof
- Firmensitz und Versand von Hess Natur
Gemeinsames Tor, getrennte Verantwortung
Auf einem Gewerbehof mit vielen Mietern stellt sich am Tor jeden Tag dieselbe Frage: Zu wem will dieser Lkw, und wer hat ihn bestellt? Wir führen dafür eine Liste der Mieter mit ihren Ansprechpartnern, melden Besucher telefonisch an und tragen Kennzeichen, Ziel und Uhrzeit ins Torbuch ein. So ist am nächsten Morgen nachvollziehbar, wer auf welches Grundstück gefahren ist, auch wenn die Privatstraßen das gesamte Gelände verbinden.
Die Zufahrt zur benachbarten Zugwerkstatt läuft ebenfalls über diesen Bereich. Wenn Lieferungen für die Werkstatt und für die Gewerbemieter gleichzeitig eintreffen, leiten unsere Kräfte die Fahrzeuge zügig zum richtigen Tor, damit niemand auf der Zufahrt von der B 3 warten muss.
Apparatebau und Lagerlogistik
Im Apparatebau sind regelmäßig Monteure, Prüfer und Kunden auf dem Gelände, die Anlagen abnehmen wollen. Wir prüfen beim Eintreffen, ob die Unterweisung vorliegt, geben Tagesausweise aus und nehmen sie beim Verlassen zurück. Für Besuchergruppen aus dem Ausland lässt sich die Anmeldung vorab mit einer Liste vorbereiten. Stehen fertige Apparate zur Verladung bereit, kontrollieren wir auf Wunsch Transportpapiere und Begleitfahrzeuge und halten fest, wann die Ladung das Werk verlassen hat. Bei Sondertransporten mit Überbreite stimmen wir den Zeitpunkt mit Ihrer Versandabteilung ab, damit das Tor frei ist.
In einem Zentrallager oder Versand zählt dagegen die Taktung an den Rampen. Unsere Kräfte gleichen Fahrer und Lieferschein mit der Avisierung ab, kontrollieren auf Wunsch Plomben ausgehender Ware und gehen nachts Zäune, Wechselbrücken und Leergutflächen ab. Löst Ihre Alarmanlage aus und verständigt uns die Leitstelle Ihres Errichters, fahren wir zum Gelände und informieren Ihre Rufbereitschaft.
Betriebe mit weiteren Standorten in Wetzlar oder Friedberg können den Werkschutz mit demselben Ansprechpartner abstimmen.
Planung ohne Niederlassung in Hessen
Unsere Kernregion liegt im Norden, von Schleswig-Holstein bis Brandenburg. Für einen Werkschutz in Butzbach klären wir deshalb vorab, ob Schichtsystem, Zahl der Posten und Vertragslaufzeit zu unserem Personalstamm und zur Anreise passen. Ein dauerhaft besetztes Tor braucht ein verlässliches Team mit Vertretung, und das sagen wir nur zu, wenn wir es stellen können.
Steht der Auftrag, schreiben wir Dienstanweisungen für jeden Posten, weisen die Kräfte auf Ihrem Gelände ein und benennen einen festen Ansprechpartner. Wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und nehmen unter +49 4321 78 33 590 jederzeit Anrufe entgegen.
Was Werkschutz in Butzbach kostet
Die Spanne beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem Dauerauftrag mit festen Schichten und langer Laufzeit bewegen sich die Kosten in der Regel im unteren Teil. Teurer werden Nachtschichten, Wochenenden, Feiertage, Sachkunde auf allen Posten und kurzfristige Verstärkung bei Revisionen oder Anlagenabnahmen.
Auf einem Gewerbehof können sich mehrere Mieter eine Pforte teilen und die Kosten untereinander aufteilen. Mehr zu anderen Standorten im Land lesen Sie unter Werkschutz in Hessen.


