Von Möbeltischlern zu Klemmen und Klebstoffen
Detmold war lange vor allem Residenz- und Verwaltungsstadt. Größter Betrieb war über Jahrzehnte die 1865 gegründete Druckerei Gebrüder Klingenberg, Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Möbelfabriken hinzu, und die Stadt gründete die erste deutsche Tischlerfachschule. Nach 1945 änderte sich das Bild: Weidmüller entwickelte hier Klemmen und Steckverbinder für Schaltanlagen, Jowat zog mit seiner Klebstoffproduktion aus Breslau nach Detmold, und die Wortmann Schuh-Holding baute ihre Zentrale auf.
Heute zählen diese Unternehmen zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Mehrere ihrer Standorte liegen an wenigen Straßen im Norden der Kernstadt und in Jerxen-Orbke. Das macht kurze Wege zwischen den Standorten möglich, bedeutet aber auch, dass sich Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten auf wenigen Straßen bündelt.
Betriebe, an deren Toren Werkschutz anfällt
Hinzu kommen kleinere Fertiger, Handwerksbetriebe und Lager im Umfeld. Wer mehrere Hallen an verschiedenen Straßen betreibt, sollte das bei der Anfrage angeben, damit wir Posten und Rundgänge gemeinsam planen können. Oft lässt sich eine Pforte mit einem Rundgang über ein zweites Gelände in der Nähe verbinden, ohne dass ein weiterer fester Posten nötig wird.
- Klingenbergstraße: mehrere Produktionsgebäude von Weidmüller, in denen der Großteil der Fertigung stattfindet
- Niemeierstraße: eine Produktionshalle von Weidmüller mit 8.200 Quadratmetern für elektromechanische Bauteile
- Customer & Technology Center von Weidmüller mit rund 400 Arbeitsplätzen, seit 2019 in Betrieb
- Klingenbergstraße 1–3: Zentrale der Wortmann Schuh-Holding
- Ernst-Hilker-Straße: Stammsitz und Werk der Jowat SE für Industrieklebstoffe
- Orbker Straße in Jerxen-Orbke: Recyclinghof und Vormontage von Elektronikbauteilen
- Brauerei Strate, gegründet 1863
Was an einem Detmolder Werktor zu beachten ist
In der Klebstoffherstellung lagern Rohstoffe und fertige Klebstoffe in Tanks und Gebinden. Hier geht der Brandschutz dem Diebstahlschutz vor: Rauchverbot auf dem Gelände, freie Feuerwehrzufahrten und geschlossene Tore zu Gefahrstofflagern gehören zu jedem Rundgang. In der Elektrotechnik liegen die Werte in Werkzeugen, Prototypen und Kupfer, und Besucher kommen zu Schulungen in der Akademie und zu Kundenterminen, die ordentlich empfangen werden wollen.
Weil Detmold keine eigene Autobahnanschlussstelle hat, erreichen Lkw die Werke über den Nordring und die Lagesche Straße. Kommen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an, staut es sich schnell bis auf die Fahrbahn. Eine zügige, aber gründliche Abfertigung mit festen Zeitfenstern hält den Verkehr in Fluss.
Pforte, Rampe, Rundgang: unsere Aufgaben
Je nach Werk übernehmen wir die Pforte mit Besucheranmeldung und Ausweisausgabe, gleichen bei Lkw Kennzeichen, Fahrer und Ladung mit den Lieferpapieren ab und weisen Fremdfirmen nach Ihrer Fremdfirmenordnung ein. Wo Arbeitsfreigaben nötig sind, prüfen wir, ob sie vorliegen, bevor jemand das Gelände betritt.
Außerhalb der Schichten gehen wir Hallen, Ladezonen und Freilager ab, prüfen Zäune, Rolltore und Tanklager und achten auf Wärmequellen, die nach Schichtende noch an sind. Jede Feststellung steht mit Uhrzeit im Bericht. Wen wir bei einer Störung anrufen, wann die Feuerwehr verständigt wird und wer Schlüssel ausgeben darf, legen wir vorher schriftlich mit Ihnen fest.
Vorhabenbezogen, ohne Büro in Lippe
Unser Personal planen wir vom Hauptsitz in Neumünster aus. Ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Für Werkschutz in Detmold heißt das: Wir sehen uns Tore und Gelände an, klären Schichtzeiten, Ablösung und Urlaubsvertretung und sagen erst zu, wenn alle Posten über die Laufzeit gesichert sind. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Grundsätzliches zum Werkschutz steht auf der Seite Werkschutz, die Lage im Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Einen Überblick über Detmold gibt Sicherheitsdienst Detmold; wer auch im Kreis Herford fertigt, findet dort Sicherheitsdienst Herford.
Was Werkschutz in Detmold kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Da Werkschutz meist als Dauerauftrag läuft, bestimmen Zahl der gleichzeitig besetzten Posten, Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und Zusatzaufgaben wie Telefonvermittlung oder Warenkontrolle den Preis. Gefahrstoffbereiche können eine längere Einweisung erfordern, die wir einmalig ansetzen. Anfahrt und Unterbringung aus dem Norden stehen getrennt im Angebot.


