Industrie, die man von der Fußgängerzone aus nicht sieht
Wer an Gütersloh denkt, denkt an Bertelsmann. Doch die Stadt ist ebenso ein Produktionsstandort. Von rund 46.000 Arbeitsplätzen entfallen 37 Prozent auf das produzierende Gewerbe, getragen von mehr als 5.000 kleinen und mittleren Betrieben und einigen sehr großen Werken. Miele beschäftigt im Hauptwerk rund 5.500 Menschen und fertigt dort Waschmaschinen und Elektronikkomponenten. Mohn Media, eine Tochter des Bertelsmann-Konzerns, druckt Zeitschriften, Kataloge und Prospekte und seit 2025 auch die gesamte Auflage eines großen Nachrichtenmagazins.
Hinzu kommen Lebensmittelhersteller wie Mestemacher und FrieslandCampina, Lüftungstechnik von Westaflex sowie Verlage. Für den Werkschutz heißt das: Es gibt in Gütersloh beides, das Konzernwerk mit eigenen Abläufen und den Mittelständler, der für Nachtschicht, Wochenende oder Betriebsurlaub eine zuverlässige Besetzung von außen sucht.
Typische Werksstandorte im Stadtgebiet
Die Liste nennt Lagen, an denen Werkschutzaufgaben regelmäßig anfallen. Sie beschreibt den Bedarf, nicht bestehende Aufträge.
- Carl-Miele-Straße: Stammwerk für Hausgeräte, seit 1907 in Gütersloh, mit Wasserturm auf dem Gelände
- Druckerei Mohn Media: Papierlager, Rollendruck und Weiterverarbeitung, beliefert über das Werksgleis
- Bahnhof Gütersloh Nord: Anschlussgleise für Stahl-Servicecenter und die Druckerei
- Kombi-Terminal in Spexard nahe der A 2: Umschlag von Containern und Wechselbrücken seit 1998
- Gewerbegebiet B 61 / Carl-Zeiss-Straße und Gewerbegebiet Bahnhofstraße zwischen Avenwedde und Isselhorst
Wie sich der Werkschutz im übrigen Land verteilt, zeigt die Seite Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.
Am Tor: Lkw, Waggons und Fremdfirmen
Die Pforte eines Gütersloher Werks hat oft mehr zu tun, als man von außen ahnt. Neben dem Lkw-Verkehr über die A 2 und die B 61 kommen Waggons über die Gleise der Teutoburger Wald-Eisenbahn. Unsere Kräfte gleichen Lieferscheine mit Avisen ab, weisen Fahrer auf freie Rampen ein, führen Wiege- oder Plombenkontrollen nach Ihrer Vorgabe durch und halten Wartezonen frei, damit sich der Rückstau nicht bis auf die Straße zieht.
Bei Revisionen, Umbauten und Wartungsstillständen sind auf einmal viele Fremdfirmen im Werk. Dann geht es um Ausweise, Einweisungen in die Sicherheitsregeln, Erlaubnisscheine für bestimmte Arbeiten und die Kontrolle, wer abends das Gelände wirklich verlassen hat. Wir übernehmen diese Abläufe schriftlich nach Ihrer Werksordnung.
Nachts und am Wochenende
Viele Betriebe fahren nicht rund um die Uhr. Ist die Produktion still, sind die Werte trotzdem da: Rohstoffe, Fertigware, Werkzeuge, Rechner und volle Papierlager. Wir gehen das Gelände in festgelegten Runden ab, kontrollieren Hallentore, Außenlager und Ladezonen, achten auf Wasser-, Wärme- und Stromauffälligkeiten und gehen Meldungen Ihrer Gefahrenmeldeanlage vor Ort nach.
Was in einer Schicht passiert, wird übergeben: Wer kam, wer ging, welche Tore offen standen, welche Schäden aufgefallen sind. Dieser Bericht landet am nächsten Morgen bei Ihnen. Mehr zur Leistung insgesamt unter Werkschutz, Informationen zur Stadt unter Sicherheitsdienst Gütersloh.
Vorhabenbezogen aus dem Norden
Unsere Kernregion umfasst die norddeutschen Länder und Berlin. In Nordrhein-Westfalen sind wir ohne Büro tätig und prüfen jede Anfrage einzeln darauf, ob wir sie mit festem Personal und gesicherter Anreise dauerhaft besetzen können. Gerade beim Werkschutz ist Beständigkeit wichtig: Wer jeden Tag am selben Tor steht, kennt nach kurzer Zeit die Fahrer, die Lieferzeiten und die Ausnahmen.
Vor dem Start besprechen wir mit Ihnen das Werk, gehen Zugänge und Wege ab und erstellen eine Dienstanweisung. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zugangskontrolle in größerem Umfang setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Preise im Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz zählt dabei vor allem die Dauer: Ein durchgehend besetztes Tor im Drei-Schicht-Betrieb über Monate lässt sich anders kalkulieren als einzelne Wochenenden oder eine zweiwöchige Revision. Dazu kommen Nacht- und Feiertagsanteile, die Zahl der Posten und Zusatzaufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle. Für einen belastbaren Preis brauchen wir deshalb Ihr Schichtmodell und die Laufzeit.


