Vom Kraftwerksplan zum Industriepark
Seit 1977 kaufte die STEAG an der Stadtgrenze zu Marl Grundstücke für ein Steinkohlekraftwerk. Mitte der neunziger Jahre wurde der Plan aufgegeben, und die beiden Städte entwickelten die Fläche gemeinsam mit der Eigentümerin zum Industriepark Dorsten/Marl, nach Angaben der Projektträger dem ersten interkommunalen Industriepark Westfalens. Die Erschließung war Ende 2004 fertig. Direkt daneben liegt das ältere Gewerbegebiet Dorsten-Ost, beide gehen ineinander über.
Heute sitzen dort Unternehmen, die mit ganz unterschiedlichen Gütern arbeiten: Paketlogistik, ein Warenverteilzentrum, ein Abfüllzentrum für Mineralwasser, Füllwerke für technische Gase, ein Asphaltmischwerk, eine Anlage zur Aufbereitung von Altreifen und Betriebe, die Metalle aus Katalysatoren zurückgewinnen. Für den Werkschutz ergibt das an jedem Tor eine andere Aufgabe. Ein Paketdepot arbeitet nachts im Takt der Sortierung, ein Getränkeabfüller hat am Morgen Hochbetrieb an den Rampen, ein Recyclingbetrieb nimmt angelieferte Stoffe in der Regel nur gegen Wiegeschein und Begleitpapiere an. Gemeinsam ist allen die gute Anbindung über die A 52, die Lkw ohne Umweg durch Wohngebiete in den Park führt.
Wo in Dorsten Werkschutz gebraucht wird
Die Wirtschaftsförderung der Stadt führt fünfzehn Gewerbegebiete. Für den Werkschutz sind vor allem diese Lagen von Bedeutung:
- Industriepark Dorsten/Marl mit Logistik, Gasen, Recycling und Produktion
- Gewerbegebiet Dorsten-Ost mit Logistik- und Getränkestandorten, rund zwei Kilometer von der A 52
- Gewerbegebiete Wenge und Wenger Höfe
- Gewerbegebiete Baldurstraße und Zeche Fürst Leopold auf früheren Bergbauflächen
- Gewerbegebiete Endelner Feld, Dimker Heide, Köhl und Stadtsfeld
Neben großen Standorten gibt es viele Mittelständler, darunter Metallverarbeiter wie die Dorstener Drahtwerke, die Metallgewebe und Schweißgitter herstellen. In solchen Betrieben fehlt oft eine eigene Sicherheitsabteilung, und gerade Nachtstunden, Wochenenden und Betriebsferien sind nicht abgedeckt.
Lkw-Abfertigung und Gefahrgut an der Pforte
In einem Logistikpark kommen Fahrzeuge rund um die Uhr. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Ladepapiere mit den angemeldeten Zeitfenstern ab, weisen Fahrer an die richtige Rampe und halten Wartende so, dass Zufahrten frei bleiben. Wer kein Zeitfenster hat, wartet, bis Ihre Disposition entscheidet.
Bei Füllwerken für technische Gase oder Betrieben mit Sonderabfällen kommen weitere Punkte hinzu: Gefahrgutfahrzeuge brauchen eine Prüfung der Kennzeichnung, Fahrer eine Einweisung in die Verkehrswege auf dem Gelände, und nicht jeder Besucher darf in jeden Bereich. Wie wir an solchen Toren arbeiten, legen wir mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Gefahrgutbeauftragten fest.
Rundgänge, Materialschutz und Revisionen
Draht, Metallgewebe, Kupfer und Ersatzteile sind leicht zu verladen und gut zu verkaufen. Deshalb gehören Freilager, Zaunlinie und abgestellte Wechselbrücken in jeden Rundgang, nicht nur die Halleneingänge. Unsere Kräfte prüfen Siegel an Containern, achten auf geöffnete Rolltore und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit im Bericht fest.
Bei Revisionen oder Umbauten arbeiten viele Fremdfirmen gleichzeitig auf dem Gelände. Wir führen Listen der Firmen und ihrer Ansprechpartner, geben Ausweise und Schlüssel nur gegen Unterschrift aus und gehen nach Arbeitsende die betroffenen Bereiche ab. Erlaubnisscheine für Heißarbeiten prüfen wir auf Wunsch an der Pforte, bevor die Kolonne eingelassen wird.
Vorhabenbezogen, mit festem Team
Dorsten gehört nicht zu unserer Kernregion Nord; Hauptsitz ist Neumünster, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Werkschutz läuft in der Regel über lange Zeit. Wir prüfen deshalb vor der Zusage, ob Personal, Anreise und Ablösung über die gesamte Laufzeit tragen, und stellen dann ein festes Team mit benanntem Ansprechpartner.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pforten mit mehr Verantwortung die Sachkundeprüfung. Werksregeln, Alarmwege und Ansprechpartner lernen sie bei der Einweisung im Werk. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.
Kosten für Werkschutz in Dorsten
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft besetzte Pforte im Logistikbetrieb, die über alle Wochentage läuft, plant sich anders als Nachtrunden in einem Metallbetrieb, der am Wochenende ruht. In den Preis fließen die Zahl der Tore, Gefahrgutabfertigung, die geforderte Qualifikation und Zusatzaufgaben wie Ausgangskontrollen ein. Den Umfang klären wir nach einem Rundgang durch Ihr Werk. Zur Stadt allgemein: Sicherheitsdienst Dorsten.


