Chemie, Energie und Glas im Gelsenkirchener Norden und Süden
Die größte Industrieanlage der Stadt ist die Raffinerie Gelsenkirchen. Ihr Werk Scholven umfasst rund 250 Hektar an der Grenze zu Gladbeck, Dorsten und Marl, das Werk Horst rund 160 Hektar mit eigenem Hafen nördlich von Rhein-Herne-Kanal und Emscher. Hergestellt werden Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl und petrochemische Grundstoffe; in Scholven stehen zwei Olefinanlagen, die Ethylen und Propylen erzeugen. Rund 1.800 Menschen arbeiten dort. Seit dem 1. August 2026 gehört die Raffinerie der Klesch Group, zuvor war BP Eigentümer.
In Scholven betreibt Uniper außerdem das Kraftwerk, dessen Kohleblöcke B und C nur noch auf Anforderung des Netzbetreibers laufen; seit 2024 erzeugt dort eine neue Gas-und-Dampf-Anlage Strom und Fernwärme. Dazu kommen Pilkington mit der Flachglasfertigung an der Haydnstraße und SABIC mit der Herstellung von Polyolefinen.
Werke und Areale mit Bedarf an Werkschutz
Jeder dieser Standorte stellt andere Anforderungen an Tore und Zäune. Ein Überblick über das Stadtgebiet:
- Raffinerie Scholven im Norden mit Olefinanlagen und Tanklagern
- Raffinerie Horst mit eigenem Hafen am Kanal
- Kraftwerk Scholven mit Gas-und-Dampf-Anlage und Reserveblöcken
- Pilkington an der Haydnstraße: Flachglas im Schichtbetrieb
- Stadthafen am Rhein-Herne-Kanal mit Hafenbahn und Umschlag von Mineralöl, Getreide und Stahl
- Industriepark Schalker Verein Ost auf den Flächen des früheren Gussrohrwerks, östlich des Hauptbahnhofs
Über die A 2, die A 42 und die A 52 erreichen Tankwagen und Lkw die Werke direkt. Am Tor stehen deshalb oft mehrere Fahrzeuge gleichzeitig, und jede Einfahrt muss trotzdem sauber geprüft sein.
Am Stadthafen kommt die Wasserseite hinzu: Schiffe legen an, Massengut und Mineralölprodukte werden umgeschlagen, und die Hafenbahn verbindet die Kais mit dem Bahnhof Bismarck. Wer hier Werkschutz plant, muss Kaikanten, Gleisübergänge und Tanklager in seine Runden aufnehmen und mit den Liegezeiten der Schiffe abstimmen.
Typische Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaunlinie
An der Hauptpforte gleichen unsere Kräfte Besucher und Fremdfirmen mit der Tagesliste ab, stellen Ausweise aus und kontrollieren, ob Unterweisung und Erlaubnisschein für den Arbeitsbereich vorliegen. Gerade bei Revisionen kommen in Raffinerien und Kraftwerken viele zusätzliche Monteure auf das Gelände; dann zählt, dass jede Person registriert ist und das Gelände wieder ordnungsgemäß verlässt. Bei Tankwagen und Lkw prüfen wir Kennzeichen, Ladepapiere und Avis und vermerken Ein- und Ausfahrt mit Uhrzeit.
Zwischen den Schichten und in der Nacht gehen wir die Zaunlinie ab, prüfen Nebentore, Bahnübergänge, Gleisanschlüsse und Lagerflächen. Wir melden Auffälligkeiten an Ihre Werksleitung und an Ihre Werkfeuerwehr, sofern vorhanden, und greifen nie selbst in Anlagen ein. Wo Ex-Zonen bestehen, gelten Ihre Regeln für Telefone, Funkgeräte und Zündquellen auch für unser Personal. Alles Festgestellte steht im Schichtbericht.
Wie wir Werkschutz in Nordrhein-Westfalen organisieren
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Werkschutz in Gelsenkirchen übernehmen wir vorhabenbezogen. Vor jeder Zusage rechnen wir durch, wie viele Kräfte ein durchgehend besetztes Tor braucht, wie Ablösung und Reserve aussehen und ob das über die gesamte Vertragsdauer trägt. Geht die Rechnung nicht auf, erfahren Sie es, bevor ein Angebot auf dem Tisch liegt.
Ihr fester Ansprechpartner betreut die Dienstanweisung und ist unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, auf Posten mit Zutrittsentscheidung setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit weist vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Verkehrswege und Schutzausrüstung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr unter Werkschutz, für das Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen, für die Stadt unter Sicherheitsdienst Gelsenkirchen. Werke jenseits der Stadtgrenze finden Sie bei Marl und Dorsten.
Kosten für Werkschutz in Gelsenkirchen
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Posten über viele Monate. Planen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Posten, die rund um die Uhr besetzt bleiben, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und zusätzliche Aufgaben wie Ausweisverwaltung, Fremdfirmenregistrierung bei Revisionen oder Begleitung von Besuchergruppen.
Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot, in dem jeder Posten mit seinen Stunden einzeln steht. So lässt sich zum Beispiel vergleichen, ob ein zweites Tor dauerhaft besetzt wird oder nur in Revisionszeiten.


