Von Buna zum Verbundstandort
Am 9. Mai 1938 wurden in Marl die Chemischen Werke Hüls gegründet, um synthetischen Kautschuk herzustellen. Daraus ist der heutige Chemiepark geworden, ein eigener statistischer Stadtteil mit dem Namen Chemiezone. Rund 100 Anlagen erzeugen dort mehr als 4.000 Produkte, darunter Ethylen, Benzol, Methanol, PVC und Polyamide. Zum Gelände gehören ein internes Rohrleitungsnetz von rund 1.200 Kilometern, zwei Kläranlagen, drei Kraftwerke und ein eigener Hafen am Wesel-Datteln-Kanal. Neben Evonik als größtem Unternehmen haben sich weitere Firmen angesiedelt.
Seit 2016 ist der Park nicht mehr nur Chemie: Auch Lagerflächen für den Handel sind dort entstanden. Eine eigene Werkfeuerwehr ist rund um die Uhr im Dienst und gehört zu den bundesweit zehn Notfallzentralen des Hilfeleistungssystems TUIS. Für den Werkschutz bedeutet das: Wer an Toren und Zäunen arbeitet, muss die Meldewege zur Werkfeuerwehr und zur Schichtleitung des jeweiligen Betriebs genau kennen.
Werke und Hallen in Marl mit Bedarf an Werkschutz
Neben dem Chemiepark sind in den letzten Jahren große Logistikstandorte hinzugekommen. Typische Einsatzorte im Stadtgebiet:
- Betriebe im Chemiepark Marl mit Gefahrstofflagern, Tankfeldern und Werksbahn
- Hafenumschlag am Wesel-Datteln-Kanal, an dem Binnenschiffe Marl anlaufen
- das nationale Logistikzentrum der Metro an der Brassertstraße mit rund 1.000 Arbeitsplätzen
- das Versandzentrum von Thalia auf gate.ruhr in Marl-Hamm, das im Februar 2026 die erste Sendung verschickt hat
- Standorte von Arvato und Linde im interkommunalen Gewerbepark
- kleinere Produktions- und Handwerksbetriebe an der Zechenstraße in Brassert
Auf gate.ruhr sollen nach Angaben der Projektgesellschaft weitere Betriebe folgen; die Flächen im Süden werden aber erst ab Ende 2029 verfügbar sein. Für neue Ansiedlungen ist das die Zeit, in der Pforten- und Zufahrtsregeln festgelegt werden.
Pforte, Fremdfirmen und Streife
An der Pforte kontrollieren wir Werksausweise, melden Besucher an und gleichen angekündigte Fremdfirmen mit Ihren Listen ab. Bei Lkw erfassen wir Kennzeichen, Spedition und Frachtpapiere und weisen zur zugeteilten Rampe ein. In Logistikzentren mit festen Ladeslots halten wir die Wartezone in Ordnung, damit der Hof nicht zustaut. In Chemiebetrieben achten wir darauf, dass jeder Monteur eine gültige Sicherheitsunterweisung hat, bevor er das Gelände betritt.
Außerhalb der Hauptzeiten gehen unsere Kräfte Zaunlinien, Nebentore, Gleisübergänge und Freilager ab. Sie prüfen, ob Hallentore geschlossen und Sperrbereiche gesichert sind. Ihre Werksregeln zu Mobiltelefonen, Zündquellen und Schutzkleidung gelten für uns genauso. In Anlagen greifen wir nicht ein: Auffälligkeiten gehen sofort an Ihre Schichtleitung oder Werkfeuerwehr.
Ohne Büro vor Ort, mit klarer Zusage
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. Nordrhein-Westfalen liegt außerhalb unserer Kernregion, ein Büro haben wir dort nicht. Werkschutz in Marl übernehmen wir vorhabenbezogen und erst, wenn wir die dauerhafte Besetzung samt Urlaubs- und Krankheitsvertretung für die gesamte Laufzeit sicher planen können.
Die Einweisung in Werksordnung, Verkehrswege und Alarmverhalten übernimmt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Dienstanweisung stimmen wir mit Ihnen ab. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wer über Zutritte entscheidet, hat die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz und für das Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Die Stadtseite finden Sie unter Sicherheitsdienst Marl, Industrie in der Nachbarschaft bei Gelsenkirchen.
Schichtwechsel, Schiene und Kanal
Ein Standort mit rund 10.000 Beschäftigten hat Stoßzeiten. Zum Schichtwechsel treffen viele Beschäftigte gleichzeitig ein; der Park liegt an der A 52 und wird von den Buslinien 223 und 204 angefahren, dazu kommen ein Schienennetz von rund 120 Kilometern und der eigene Hafen. Auf dem Gelände verlaufen etwa 55 Kilometer Straßen zwischen rund 900 Gebäuden. Für Betriebe, die dort oder in der Nachbarschaft eigene Tore haben, heißt das: Die Pforte muss zu diesen Zeiten zügig arbeiten, ohne dass Kontrollen ausgelassen werden.
Wir planen die Besetzung deshalb nach Ihrem Schichtmodell und nicht nach einem starren Raster. Wo zum Wechsel zwei Kräfte nötig sind und in der Nacht eine reicht, bilden wir das so ab.
Was Werkschutz in Marl kostet
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Posten über viele Monate. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Zahl der Tore, die rund um die Uhr besetzt werden, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und ob ein Posten die Sachkundeprüfung braucht.
Stillstände und Revisionen weisen wir gesondert aus, weil dann für einige Wochen zusätzliche Kräfte an Pforte und Fremdfirmenregistrierung nötig sind. So bleibt der Grundbetrieb klar kalkulierbar.


