Vom Hüttenstandort zum gemischten Industrieort
1871 gründete Hoesch die Westfalenhütte im Dortmunder Nordosten. In den 1950er- und 1960er-Jahren arbeiteten dort rund 25.000 Menschen. Hochöfen, Sinteranlage und Warmbreitbandstraße wurden 2001 stillgelegt und nach China verkauft. Geblieben ist ein Standort von Thyssenkrupp Steel mit einem Kaltwalzwerk und mehreren Beschichtungslinien, darunter Verzinkung, mit etwa 1.400 Beschäftigten. Das Band geht vor allem an Autohersteller und ihre Zulieferer.
Auf dem Rest des Geländes, das von Ost nach West rund fünf Kilometer misst, wird seit 2009 ein Logistikpark gebaut. Erschlossen wird er über die Springorum-Allee, die parallel zur Brackeler Straße verläuft. Auf den früheren Hüttenflächen stehen heute Hallen für Handel und Versand. Für den Werkschutz heißt das: Auf einer Fläche treffen ein laufendes Stahlwerk mit eigener Werksordnung und Lager mit wechselnden Speditionen aufeinander.
Betriebe, an denen Werkschutz gefragt ist
Neben der Westfalenhütte gibt es in Dortmund weitere Standorte mit eigenen Toren, Lagerflächen und Lieferverkehr rund um die Uhr. Typisch sind:
- Kaltwalzwerk und Beschichtungsanlagen von Thyssenkrupp Steel auf der Westfalenhütte
- Logistikhallen an der Springorum-Allee im Nordosten
- Hafen mit zehn Becken, rund elf Kilometern Kaimauer, dem Container Terminal Dortmund und dem bimodalen Terminal an der Franz-Schlüter-Straße
- Dortmunder Actien-Brauerei an der Steigerstraße nahe dem Borsigplatz, wo Brinkhoff's, Kronen und Hövels gebraut werden und seit 2023 auch Schöfferhofer und Clausthaler
- KHS, Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen für Glas, PET, Fässer und Dosen, mit Hauptsitz in Dortmund
- Wilopark, Konzernsitz des Pumpenherstellers Wilo
- Technologiepark zwischen Dorstfeld und Barop mit rund 300 Firmen, darunter zwei Fraunhofer-Institute und Elmos Semiconductor
Jeder dieser Orte verlangt etwas anderes. Am Walzwerk stehen Coils mit hohem Gewicht und Wert auf dem Hof, an der Brauerei Leergut und Fertigware, im Technologiepark Labore mit teuren Geräten und Forschungsdaten. Im Hafen kommen Binnenschiffe, Bahn und Lkw zusammen.
Was unser Personal am Werkstor übernimmt
Kern des Werkschutzes ist die besetzte Pforte. Dort melden sich Fahrer, Besucher und Fremdfirmen an. Wir prüfen Ausweise und Aufträge, gleichen Kennzeichen und Lieferscheine mit Ihrer Avisierung ab, geben Besucherausweise aus und weisen Lkw an die richtige Rampe. Fremdfirmen erhalten erst nach der Sicherheitsunterweisung Zutritt, wenn Ihre Werksordnung das vorsieht.
Zwischen den Abfertigungen gehen unsere Kräfte Streife: entlang der Zäune, über Außenlager und Abstellflächen, durch Hallen außerhalb der Produktionszeiten. Sie achten auf offene Tore, beschädigte Zäune, abgestellte Fahrzeuge ohne Anmeldung und Leckagen. Jede Runde und jede Feststellung steht mit Uhrzeit im Bericht. Bei Störungen informieren wir die von Ihnen benannten Ansprechpartner und, wo nötig, Feuerwehr oder Polizei.
Wer Werkschutz im Dreischichtbetrieb braucht, braucht vor allem Verlässlichkeit bei der Ablösung. Wir planen Vertretungen für Urlaub und Krankheit von Anfang an mit ein.
Hafen und Logistik: Ware zwischen Schiff, Bahn und Lkw
Der Dortmunder Hafen wurde 1899 zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal eröffnet und gilt als größter Kanalhafen Europas. Heute kommen dort Binnenschiff, Güterzug und Lkw zusammen, am Container Terminal Dortmund und am Terminal an der Franz-Schlüter-Straße. Dazwischen liegen Lagerhallen und Freiflächen mit Containern.
Für den Werkschutz in einem Hafenbetrieb heißt das: Zugänge von Land und vom Wasser, Fahrer aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Papieren und Ware, die oft nur wenige Stunden auf dem Platz steht. Wir legen mit Ihnen fest, welche Unterlagen am Tor vorliegen müssen, wer Container öffnen darf und wie Abweichungen gemeldet werden.
Vorhabenbezogen ins östliche Ruhrgebiet
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Werkschutz in Dortmund übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Bevor wir zusagen, klären wir mit Ihnen Umfang, Schichtmodell und Laufzeit und prüfen, ob wir die Besetzung über die gesamte Dauer stellen können. Passt das nicht, sagen wir es Ihnen offen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittskontrolle die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, den Landesüberblick unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Alle Leistungen für die Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Dortmund, Nachbarstädte wie Hamm und Bochum haben eigene Seiten.
Kosten für Werkschutz in Dortmund
Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, daher zählen vor allem die Zahl der besetzten Posten, die Verteilung auf Tag, Nacht und Wochenende und die verlangte Qualifikation. Eine Pforte, die nur werktags tagsüber besetzt ist, liegt am unteren Rand, ein Tor rund um die Uhr mit Streife am oberen.
Im Angebot schlüsseln wir Posten, Schichten und Zuschläge auf. So sehen Sie, was eine zusätzliche Nachtstreife oder eine zweite Pforte zur Spitzenzeit ausmacht, und können Varianten vergleichen.


