Industrie und Gewerbe an den Anschlussstellen
Die Wirtschaft von Dummerstorf hat zwei Standbeine: Landwirtschaft mit einem Schwerpunkt in der Pferdezucht und eine Reihe kleiner und mittlerer Unternehmen in den autobahnnahen Gewerbegebieten. Zu den dort ansässigen Firmen gehören Heidelberg Cement, Thomas-Beton, ALBA Baustoffrecycling Nord, Hansa Holz, H&F Industrie Data sowie FM Kabel- und Fernmelde-Montage.
Erschlossen werden diese Flächen über drei Anschlussstellen: Kessin und Kavelstorf an der A 19, Dummerstorf an der A 20. Das Autobahnkreuz Rostock selbst liegt auf Gemeindegebiet. Für Betriebe, die Rohstoffe annehmen und Fertigware ausliefern, ist das ideal. Für den Werkschutz heißt es: viele Fahrzeuge, kurze Wege und ein Tor, an dem Ordnung herrschen muss.
Was am Werkstor anfällt
Je nach Betrieb liegen die Schwerpunkte an der Pforte unterschiedlich:
- Zement- und Betonwerke: Silofahrzeuge und Fahrmischer in dichter Folge, Abgleich von Lieferscheinen, Lenkung zu Waage und Ladestelle
- Baustoffrecycling: Annahme von Bauschutt und Altmaterial, Kontrolle von Begleitpapieren, Überwachung der Halden
- Holzhandel: große Lagerflächen im Freien, Gabelstaplerverkehr, abends offene Bereiche zwischen Stapeln
- Montage- und Kabelfirmen: Fuhrpark und Material wie Kabeltrommeln, die vor Arbeitsbeginn ausgegeben werden
- Logistikbetriebe im Gewerbe- und Logistikzentrum Ostsee: Lkw-Abfertigung zu Schichtwechseln, Wartende auf dem Hof
Für jede Lage halten wir in einer Dienstanweisung fest, wer einfahren darf, welche Papiere geprüft werden und wer bei Abweichungen zuerst informiert wird.
Halden, Silos und Maschinen über Nacht
In Baustoff- und Recyclingbetrieben endet die Arbeit am Tor nicht mit dem letzten Lkw. Auf dem Gelände stehen Radlader, Brecher und Siebanlagen, Dieseltanks und Kupfer aus Rückbaumaterial. Gerade Metall und Kraftstoff ziehen Diebe an, und über die nahen Autobahnen ist eine Beute schnell weg.
Nachts verlagert sich der Werkschutz deshalb auf Rundgänge. Unsere Kräfte gehen Zäune, Tore, Tanklager und Maschinenstandorte ab, achten auf geöffnete Container, frische Fahrspuren und Bewegungen am Rand des Geländes. Jeder Kontrollpunkt wird mit Uhrzeit im Bericht notiert. Was auffällt, melden wir noch in der Nacht an die Person, die Ihre Alarmliste nennt; bei Gefahr rufen wir die Polizei.
Am Wochenende, wenn die Betriebe stillstehen, sind die Höfe am stillsten. Dann übernehmen wir auf Wunsch auch tagsüber Rundgänge, damit zwischen Freitagabend und Montagmorgen keine langen Lücken entstehen.
Forschung und sensible Bereiche
Mit dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie sitzt eine Einrichtung mit rund 300 Beschäftigten in der Gemeinde. Das Institut wird je zur Hälfte von Bund und Land finanziert und betreibt umfangreiche Forschungsinfrastruktur. Auf einem solchen Campus geht es weniger um Ladungskontrolle als um geordneten Zutritt: Besucher anmelden, Gäste begleiten, Bereiche mit Tieren oder Laboren abgrenzen.
Ähnliche Anforderungen haben Firmen mit Datentechnik oder Kundenprojekten. Für solche Standorte setzen wir Kräfte ein, die freundlich am Empfang auftreten und zugleich konsequent sind, wenn jemand ohne Berechtigung weiter will.
Qualifikation und Organisation
Im Werkschutz setzen wir für verantwortliche Posten Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Pfortendienste mindestens mit Unterrichtung. Hinzu kommen die Unterweisungen Ihres Betriebs, etwa zu Staplerverkehr, persönlicher Schutzausrüstung oder Verhalten an Silos. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Dummerstorf liegt in unserer Kernregion Nord; ein eigenes Büro im Ort haben wir nicht. Planung und Personal kommen aus dem Hauptsitz in Neumünster, die Kräfte werden fest Ihrem Werk zugeordnet. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, den Überblick über das Land unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Betriebe mit einem weiteren Standort in Laage können beide gemeinsam planen lassen; alle Leistungen vor Ort zeigt Sicherheitsdienst Dummerstorf.
Kosten im Dauerbetrieb
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wie hoch der Betrag in Ihrem Fall ausfällt, hängt von der Zahl der Posten, dem Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, der geforderten Qualifikation und Zusatzaufgaben wie Waagebedienung oder Fremdfirmenverwaltung ab. Wer tagsüber nur zur Spitzenzeit eine Pforte braucht und nachts Rundgänge, kommt oft günstiger als mit einem durchgehend besetzten Tor.


