Ein Industrieort, der aus Porzellan entstand
Die Industrie in Föritztal hat eine lange Linie. 1906 gründete Armand Marseille in Neuhaus-Schierschnitz eine Porzellanfabrik, wohl wegen der Sandvorkommen. 1913 übernahmen die Siemens-Schuckertwerke das Werk und stellten technisches Porzellan für die Energieversorgung her; 1939 arbeiteten dort mehr als 1.700 Menschen. Zu DDR-Zeiten wurde der Betrieb zum Volkseigenen Betrieb, nach der Wende schloss das Porzellanwerk 1990.
Aus der Zündkerzenfertigung ging 1991 ein eigenes Werk hervor. Es gehörte zunächst zu BERU, seit 2012 zu Federal-Mogul und mit dessen Übernahme 2018 zu Tenneco. 2023 waren dort rund 250 Menschen beschäftigt. Im Süden des Ortes entstand nach 1990 ein Gewerbegebiet direkt an der B 89, die Sonneberg mit Kronach verbindet.
Werke und Gewerbeflächen im Gemeindegebiet
Werkschutz wird in Föritztal vor allem an diesen Standorten gebraucht:
- das Zündkerzenwerk in Neuhaus-Schierschnitz
- die Industriestraße im Gewerbegebiet Tridelta mit einem Elektromaschinenbauer und einer 2024 sanierten Produktions- und Lagerhalle
- ein Betrieb für Oberflächenveredelung an der Welitscher Straße in Heinersdorf
- ein Technikunternehmen an der Oerlsdorfer Straße
- das nach 1990 angelegte Gewerbegebiet in Mupperg
- das Kunststoffwerk in Judenbach, solange Räumung und Verlagerung laufen
- Bau- und Erdbaubetriebe in Heinersdorf, Neuenbau und Rottmar
Werkschutz für Zulieferer
Die Landesentwicklungsgesellschaft beschreibt das Umfeld an der Industriestraße als geprägt von Automobilzulieferern sowie Werkzeug- und Sondermaschinenbau. Für solche Betriebe ist Werkschutz mehr als ein Pförtner. Kunden aus der Automobilindustrie fragen in Audits nach, wer das Gelände betritt, wie Besucher eingewiesen werden und wie Fertigware bis zur Abholung gesichert ist.
Unsere Kräfte führen das Besucherbuch, geben Ausweise aus, gleichen Lieferscheine und Kennzeichen ab und begleiten Fremdfirmen zu ihrem Arbeitsplatz. Nach Schichtende gehen sie Hallen, Freilager und Zaunlinie ab, prüfen, ob Tore geschlossen und Maschinen gesichert sind, und tragen Auffälligkeiten mit Uhrzeit in den Bericht ein. Grundlage ist eine Dienstanweisung, die wir vor dem Start mit Ihrer Werkleitung abstimmen.
Wo ein Werk nachts nicht produziert, reicht oft ein Posten am Tag und eine mobile Kontrolle am Abend und am Wochenende. Läuft die Fertigung dagegen rund um die Uhr, planen wir die Pforte in drei Schichten mit festen Übergaben. Wichtig ist uns, dass dieselben Kräfte möglichst lange am Standort bleiben: Sie kennen dann Mitarbeiter, Stammlieferanten und Fahrzeuge und merken schneller, wenn etwas nicht stimmt.
Lage an der Grenze und an der Bundesstraße
Neuhaus-Schierschnitz liegt nur etwa einen Kilometer von der früheren innerdeutschen Grenze, die Gemarkung von Mupperg reicht im Süden direkt an Bayern. Lieferungen laufen über die B 89 Richtung Kronach und über die B 4 Richtung Coburg. Eine Bahnanbindung gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Für den Werkschutz heißt das: Fast alle Waren kommen und gehen per Lkw, oft früh am Morgen und spät am Abend, und die Pforte muss diese Fenster abdecken.
Wer Werke auf beiden Seiten der Landesgrenze betreibt, etwa zusätzlich in Coburg oder im Kronacher Raum, kann den Werkschutz mit uns gemeinsam planen.
So starten wir in Föritztal
Thüringen liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, Werkschutz in Föritztal übernehmen wir daher vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro im Land. Bevor wir zusagen, prüfen wir, ob wir den Dienst über Monate mit eigenem, eingewiesenem Personal besetzen können. Nach einer Begehung legen wir Posten, Rundgänge und Meldewege fest. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung, die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
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Kosten für Werkschutz
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo ein Posten tagsüber nur die Pforte besetzt, liegt der Satz eher unten; Nachtschichten, Sonn- und Feiertage, Sachkunde für bestimmte Aufgaben oder zusätzliche Kontrollgänge über ein großes Gelände heben ihn an. Bei langen Laufzeiten lassen sich Schichtpläne so legen, dass Übergaben ohne Lücke gelingen.


