Viel Fläche, wenig Verkehr in der Nacht
Föritztal umfasst rund 98,5 Quadratkilometer und 19 Ortsteile: Eichitz, Föritz, Gefell, Heinersdorf, Heubisch, Jagdshof, Judenbach, Lindenberg, Mogger, Mönchsberg, Mupperg, Neuenbau, Neuhaus-Schierschnitz, Oerlsdorf, Rotheul, Rottmar, Schwärzdorf, Sichelreuth und Weidhausen. Mit 82 Einwohnern je Quadratkilometer ist die Gemeinde dünn besiedelt. Zwischen den Dörfern liegen Felder und Wald, nachts ist auf vielen Straßen kaum jemand unterwegs.
Für Betriebe am Ortsrand bedeutet das: Ein offenes Tor oder ein aufgehebeltes Fenster bleibt bis zum Morgen unentdeckt. Eine ständige Wache rechnet sich für ein einzelnes Lager selten. Ein Revierdienst, der mehrere Objekte in einer Nacht anfährt, schließt diese Lücke.
Drei Landschaften, eine Tour
Die Ortsteile liegen in sehr unterschiedlichem Gelände. Mupperg, Mogger, Oerlsdorf und Heubisch bilden die Dorfregion Unterland, durch Mupperg fließt die Steinach; die Gemeinde fördert dort von 2026 bis 2030 die Dorfentwicklung. Neuhaus-Schierschnitz liegt im Seitental der Föritz zwischen Frankenwald und Maintal. Judenbach zieht sich als drei Kilometer langes Straßendorf über eine Hochebene auf rund 630 Metern, Heinersdorf liegt im Tal der Tettau, gut sechs Kilometer südöstlich davon.
Eine Runde muss diese Höhenunterschiede und im Winter auch Schnee auf der Hochfläche einplanen. Wir legen die Reihenfolge der Objekte so, dass die Fahrzeiten kurz bleiben und die Zeitpunkte trotzdem wechseln.
Wichtig ist auch, wer nachts wo erreichbar ist. Für jedes Objekt legen wir fest, wen unsere Kraft bei einem Befund zuerst anruft, ob Sie selbst, einen Hausmeister oder einen Nachbarn mit Schlüssel. In kleinen Ortsteilen wie Jagdshof, Eichitz oder Schwärzdorf spart das im Ernstfall Zeit, weil niemand erst eine Telefonliste durchgehen muss.
Straßen, auf denen die Runde fährt
Die Bahnstrecken, die Föritz, Neuhaus-Schierschnitz, Mupperg und Heinersdorf früher anbanden, wurden durch die innerdeutsche Grenze getrennt und nie wieder aufgebaut. Heute trägt die Straße den gesamten Verkehr:
- die B 89 von Sonneberg durch den Föritzgrund und Neuhaus-Schierschnitz nach Bayern Richtung Kronach
- die B 4 am Südwestrand der Gemeinde Richtung Coburg
- die Landesstraße 2661 durch Heinersdorf zwischen B 85 und B 89
- die Kreisstraße 27 in Mupperg
- die Alte Handelsstraße durch Judenbach, auf der früher der Handel von Nürnberg nach Leipzig lief
- die Kreisstraße 31 nach Judenbach, die seit März 2025 im Bereich Hüttensteinach saniert wird
An der B 89 und der B 4 liegen die Betriebe nahe an schnellen Fahrwegen Richtung Sonneberg und Franken. Objekte direkt an diesen Achsen kontrollieren wir deshalb häufiger als solche in ruhigen Seitenstraßen, wenn Sie das wünschen.
Was bei einer Kontrolle passiert
Unsere Kraft fährt Ihr Objekt zu vereinbarten, aber wechselnden Zeiten an. Sie prüft Türen, Tore und Fenster, leuchtet Hof und Freiflächen aus, kontrolliert bei Bedarf das Innere und schaltet Licht oder Heizung nach Ihren Vorgaben. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit und Befund im Bericht, Auffälligkeiten mit Foto.
Löst Ihre Alarmanlage aus und informiert Ihre Notruf- und Serviceleitstelle uns, fahren wir an, prüfen die Lage und gehen nach dem mit Ihnen festgelegten Ablauf vor: Polizei verständigen, Objekt sichern, Schaden aufnehmen. Schlüssel nehmen wir dafür gegen Quittung entgegen. Typische Objekte einer Runde sind Werkhallen und Lager, Bauhöfe, Vereinsheime, Sportanlagen, landwirtschaftliche Maschinenhallen und leerstehende Wohnhäuser.
Ein Revierdienst hilft auch dort, wo ein Gebäude nur vorübergehend leer ist: während der Betriebsferien eines Handwerksbetriebs, zwischen zwei Mietern einer Gewerbehalle oder im Winter bei einem Ferienhaus. Für solche Zeiträume vereinbaren wir eine befristete Aufnahme in die Runde. Endet der Bedarf, fällt das Objekt wieder heraus, ohne dass ein neuer Vertrag nötig ist.
Vorhabenbezogen und über die Landesgrenze
Thüringen gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, ein Büro im Land haben wir nicht. Einen Revierdienst in Föritztal richten wir deshalb vorhabenbezogen ein, wenn genug Objekte für eine tragfähige Runde zusammenkommen. Weil die Gemeinde an Tettau, Pressig, Stockheim, Mitwitz und Neustadt bei Coburg grenzt, prüfen wir auch, ob sich Objekte auf bayerischer Seite oder in Sonneberg anschließen lassen.
Mehr dazu unter Revier- und Interventionsdienste und auf der Landesseite Revierdienst in Thüringen.
Kosten einer Revierrunde
Beim Revierdienst zahlen Sie nicht für eine Schicht, sondern für die Kontrollen, die Ihr Objekt bekommt. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde Einsatzzeit, umgelegt auf alle Objekte einer Runde. Je mehr Kunden in einem Teil der Gemeinde zusammenkommen, desto günstiger wird die einzelne Kontrolle. Innenkontrollen, Alarmfahrten und Einsätze an Feiertagen werden gesondert berücksichtigt.


