Von Kattun und Zigarren zur Oberflächentechnik
Frankenberg war über Jahrhunderte eine Weberstadt: Leinen, später Baumwolle, dazu Kattundruck, Färbereien und Bleichen. Von 1852 bis 1945 rollte die Firma Wacker im Alten Amtshaus Zigarren, von 1923 bis 1933 baute Framo hier Nutzfahrzeuge und Motordreiräder, ab 1965 gehörte das Werk zu Barkas. Aus der Polytechnik Frankenberg kam der Polylux-Tageslichtprojektor.
Geblieben ist ein Mittelstand, der mit Metall, Chemie und Präzision arbeitet. Für den Werkschutz zählt dabei weniger die Größe des einzelnen Betriebs als das, was in der Halle steht: Badanlagen, Gravurmaschinen, Rohmaterial und fertige Ware, die an Autohersteller und Druckereien geht.
Betriebe, an deren Toren Werkschutz anfällt
Die Stadt nennt fünf ausgewiesene Gewerbeflächen: Mühlbacher Straße, An der Feuerwache, An der Autobahn, das Industriegebiet Ost und den Energiepark in Neudörfchen. Dazu kommen gewachsene Standorte an der Chemnitzer Straße und an der Badstraße. Typische Arbeitgeber sind:
- Benseler Beschichtungen Sachsen, Chemnitzer Straße 61b – kathodische Tauchlackierung, galvanische Überzüge, Beizen und chemisches Entlacken, vor allem für die Autoindustrie
- Sächsische Walzengravur, Badstraße 9 – Druck- und Prägewalzen, Siebe und Sleeves, gegründet 1890
- Nussbaum GmbH – Verpackungen aus Aluminium
- Technic-Center Frankenberg – Ladegeräte und Motorsteuerungen
- Uhlemann & Lantzsch – Bekleidung und Textilveredlung
- FMA Frankenberger Maschinen und Anlagen sowie Andreas Junghans – Anlagenbau und Edelstahl
Das Industriegebiet Ost hat noch rund 16 Hektar Industriefläche frei und lässt sich erweitern. Wer dort neu baut, braucht oft schon in der Bauphase eine Torkontrolle und später einen festen Werkschutz.
Gefahrstoffe am Tor und auf dem Rundgang
In einem Galvanik- oder Lackierbetrieb kommen regelmäßig Säuren, Laugen, Lacke und Metallsalze an. Unsere Kräfte gleichen Anlieferungen mit dem angemeldeten Zeitfenster ab, prüfen, ob der Fahrer die Begleitpapiere dabeihat, und weisen ihn zur richtigen Abladestelle. Was nicht angekündigt ist, kommt nicht aufs Gelände, bis Ihre Schichtleitung entscheidet.
Nachts gehen wir nicht nur an Türen und Toren entlang. Wir sehen nach Auffangwannen, nach Pfützen unter Gebinden, nach ungewöhnlichem Geruch und nach Anlagen, die laufen, obwohl die Schicht vorbei ist. Was wir sehen, melden wir an die Rufbereitschaft, die Sie benennen. Welche Bereiche wir betreten und welche nur von außen ansehen, legt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit fest.
Werte, die auf den ersten Blick nicht auffallen
Eine gravierte Druckwalze, ein Satz Prägezylinder oder eine Palette Aluminiumband sieht unspektakulär aus und ist doch viel Geld wert. Kupfer und Nickel aus der Galvanik sind für Metalldiebe interessant. Wir achten deshalb auch darauf, was das Gelände verlässt: Schrottcontainer, Rücksendungen und Fahrzeuge von Fremdfirmen werden nach Ihrer Vorgabe stichprobenhaft kontrolliert.
Für Fremdfirmen, die am Wochenende an Anlagen arbeiten, führen wir Ausweise und Zeiten, weisen sie in die Hausordnung ein und begleiten sie, wenn Sie das wünschen.
Frankenberg hat eine eigene Anschlussstelle an der A 4, dazu kreuzen sich B 169 und B 180 im Stadtgebiet. Das ist gut für die Logistik und erleichtert zugleich den Abtransport gestohlener Ware. Abgestellte Auflieger, Leergut und Material im Freilager zählen wir deshalb auf Wunsch bei jedem Rundgang.
Planung ohne Büro in Sachsen
Staffsec plant den Personalstamm vom Norden aus, mit Sitz in Neumünster und Zweigniederlassung in Berlin. In Sachsen übernehmen wir Werkschutz vorhabenbezogen. Vor der Zusage klären wir mit Ihnen Schichtmodell, Zahl der Posten, Vertretung bei Urlaub und Krankheit und die Anfahrt. Ein fester Ansprechpartner kennt Ihr Werk und hält die Dienstanweisung aktuell; rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Die Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Zur Leistung allgemein: Werkschutz, für das Land: Werkschutz in Sachsen. Betriebe zwischen Zschopau und Striegis finden auch unter Mittweida und Frankenberg/Sa. weitere Informationen.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz entscheidet vor allem, ob die Pforte durchgehend besetzt ist oder nur außerhalb der Schichten, wie viele Nacht- und Sonntagsstunden anfallen und ob Zusatzaufgaben wie Gefahrstoffannahme, Besucherverwaltung oder Telefon dazugehören. Lange Laufzeiten erlauben eine ruhigere Planung.
Nach einer Begehung bekommen Sie ein Angebot mit Stunden je Posten und Woche.


